Einen Gang runter schalten

Da das Museum für heute geschlossen hat, hatte das Pärchen vor sich mit einer Nachbarin von Ihr zu treffen in die Beide einen Tag zuvor gelaufen sind – Zufälle gibt es überall. Die Nachbarin widerum ist im Land um einen anderen Nachbarn zu treffen, der mitlerweile wieder in Kambodscha lebt und ein paar Burger Läden besitzt. Eigentlich waren die Verbindungen noch komplizierter, aber entsprechend schwieriger zu erklären.

Zunächst sind wir zu einem Italienischen Restaurant, erste Mal europäische Nudeln seit langem, danach mussten wir noch den Fish-Burger in seinem Laden testen. Neben dem Nurger gab es noch eine Tamarinden Suppe(deutlich besser als die in Banaue) und einiges an Gesprächsthemen. Ein langer Abend, an dem ich und auch das Pärchen aus Seattle nichts zahlen durften, egal wie sehr wir es versucht haben. Ich habe mich als Unbekannter zwar etwas schlecht gefühlt, aber auf der anderen Seite war es auch sehr herzlich wie ich in der Runde aufgenommen wurde.

Es ist der Vormittag des nächsten Tages und ich machen mich auf um mich mit dem Pärchen zu trefffen. Nach einem Kaffee, der hier fast so gut ist wie in Vietnam, schnappen wir uns ein Tuk Tuk und sind nach kurzer Zeit am Genozit Museum. Wie gesagt ist es der Ort an dem es wirklich passiert ist, hier wurden viele Menschen zunächst untergebracht, gefoltert und später dann in die Killing Fields gebracht. Wieder ist der Audio-Guide sehr gut und zieht einen ins geschehen.
Es dauert eine ganze Zeit bis wir wieder hinaus sind, erneut herscht eine gewisse Stille.

Zurück an Ihrem Hostel verabschieden wir uns, Sie machen sich nun auf in den Süden nach Kampot, ich erkunde ein wenig die Stadt. Was ich auch die nächsten Tage tue, mehrmals meinen Aufenthalt im Hostel verlängere und einfach ein wenig runter schalte. Die letzten Wochen in Vietnam waren doch anstrengender als gedacht. An einem Tag gehe ich noch spontan mit Jemanden aus dem Hostel in das National Museum – hier habe ich das Gefühl das Informationen von den Schildern Weg gelassen wurden, um den Audio-Guide besser zu verkaufen. Ganz im Sinne eines Rucksackreisenden teilen wir uns einen.

Noch am selben Tag treffe ich dann Kirsten, der ich in Chengdu mit der Kreditkarte geholfen hatte. Sie war gerade in Laos und Kambodscha unterwegs und will nach Vietnam – somit konnten wir erst einmal eine menge Reisetipps austauschen. Danach sprahen wir über China und stellten jetzt erst fest das wir mit dem selben Flieger von Warschau nach Peking geflogen sind. Nach ein paar Stunden verabschieden wir uns wieder – am nächsten Tag schnappe ich mir dann meinen Bus nach Siem Rieap.

Etwa eine Stunde nach eigentlichem Start erreicht uns der Bus und wir fahren los. So weit eine normale Busfahrt die mit ein paar Pausen nach gut 6 Sunden sind wir angekommen. Noch ein kleines Stück und ich bin im Hostel angekommen. Heute ist Pub Crawl, warum auch immer ich mich dafür direkt angemeldet habe. Nach ein paar Bier merke ich aber das etwas mit meinem Magen nicht stimmt, in der vierten Bar verabschiede ich mich und begebe mich auf mein Zimmer. Die Nacht verbringe ich dann abwechselnd im Bett und über der Toilette. Lebensmittelvergiftung musste ja irgendwann auch mal kommen, wo auch immer ich mir die eingefangen habe. Der nächste Tag ist dementprechend ruhig und der folgende auch. Ich schaue viel Netflix – The Punisher und Dark habe ich nach ein paar Tage durch.

Heute kommt Jenna in Siem Reap an, mit Ihr hatte ich Peking teilweise und Xi an zusammen erkundet. Wir werden hier zumindest Angkor Wat zusammen besuchen und dann weiter schauen. Morgen wechsel ich aber zunächst in das von Ihr gewählte Hostel…

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2 Kommentare

  1. Lebensmittelvergiftung. Und das ohne mich? 😉

  2. Hallo Michael! Ich habe mein Moped über die Grenze gebracht und bin jetzt in Phnom Penh. Am 14. Will ich auch in Siem Riap ankommen.

    Vielleicht trifft man sich ja noch einmal auf ein Bierchen. Schreib mich einfach an wenn du magst.

    Schöner Blog übrigens…und das ich nur „etwas“ älter bin finde ich sehr schmeichelhaft ausgedrückt 🙂

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