Die Nacht nutzen

Frisch gestärkt folgen wir dann unserem Plan. Da das Wetter am Tag nicht besonders gut ist, machen wir einfach Aufnahmen bei Nacht. Bonuseffekt, viele der Attraktionen sind im Dunkeln so oder so sehenswert und zum anderen sind deutlich weniger Menschen auf den Straßen. So arbeiten wir uns nochmal an der Engelsburg, Vatikan, Trevi Brunnen und Kolusseum vorbei um dann doch etwas erschöpft ins Bett zu fallen.

Am nächsten Tag schlafe ich dann erst einmal aus und nutze die Zeit erneut für ein wenig Planung, schreiben und nachdem ich feststellen muss, das viele Restaurants am Sonntag geschlossen haben, koche ich einfach für mich selbst. Ähnlich ruhig starte ich dann in den nächsten Tag, bearbeite Fotos und hole ein wenig auf was ich den letzten Wochen erlebt habe, denn wenn ich wieder in Deutschland bin, habe ich auch nicht mehr Zeit um das zu tun, es erwartet mich Besuch.
Nachdem das gröbste erledigt ist scheint auch der Regen sich ein wenig beruhigt zu haben. Mit einem Panini und einem Eis, jeweils von Läden die ich schon vorher besucht hatte, geht es auf einen letzten Versuch zur 16:00 Uhr Tour. Ja, es ist ein anderer Guide, nur setzt nun der Regen wieder richtig ein. Lisa ist ebenfalls mit dabei und übernimmt mein Handy und meine Geldbörse, da ich mir nicht ganz sicher bin wie lange meine Jacke diesen Wassermengen widersteht.

Nach ein paar Minuten sind die Füsse aller Teilnehmer nass, von da an ist es dann wohl auch egal. Mit ein paar Informationen zu den verschiedenen Stopps, enden wir dann am Kolusseum. Von hier mache ich mich auf zu dem Restaurant, welches wir gestern schon besuchen wollten. Lisa versucht ein letztes mal ein paar Stiefel zu finden. Später treffen wir uns dann wieder, bis dahin habe ich dann noch ein junges Ehepaar getroffen, welches ebenfalls auf eine Tisch wartet. Wie Lisa sind deren Eltern ebenfals Koreaner, Sie selbst aber aus Brasilien und Paraquay. So sitzen wir alle zusammen und genießen das wirklich gute Essen.

Da ist dann auch schon der lezte Morgen, packen und auf den Weg machen. Viel kann ich bis ich am Flughafen sein muss, so wie so nicht mehr schaffen. Also geht es mit Lisa, die ein wenig mehr Zeit hat, in Richtung Termini, von wo mein Bus abfährt. Unterwegs schnappe ich mir noch einen Espresso und für den Bus gibt es ein letztes Panini. Nach einer Verabscheidung sitze ich dann im Bus und erreiche eine gute Stunde später den Flughafen. Security Check, auf zum Gate und ein wenig schreiben – in ein paar Minuten beginnt dann das Boarding.
Der kleine Besuch Roms war sehr schön und das Wetter zumindest ein wenig besser als angekündigt.
Demnächst geht es dann weiter.

Mit Umwegen nach Hause

Mit dem ersten Klatschen, in einem Flugzeug, fürs starten, hebe ich von Gerogien ab um ein paar Stunden später in der italienischen Hauptstadt zu landen. Die Flugverbindung passte mir zeitlich sehr gut, ich war noch nicht in Rom und preislich war Sie mehr oder wenig identisch zu allen anderen Verbindungen zurück nach Haus.
Vom Flughafen geht es dann bequem mit dem Bus in die Innenstadt, von der Haltestelle brauche ich noch gute fünf Minuten um in meinem Hostel an zu kommen. Nach dem Üblichen, gehe ich kurz am Supermarkt vorbei und gönne mir eine erste obligatorische Pizza bevor der Rest des Abends mit ein wenig Planung verbracht wird. Dabei lerne ich auch eine Kanadierin kennen, die ebenfalls vor ein paar Stunden angekommen ist und auch am Dienstag Heim fliegt.
Was schnell klar wird, das Wetter scheint mehr als bescheiden zu werden – das hatte ich aber auch schon vor ein paar Tagen in den Nachrichten gesehen, zumindest die Überschwemmungen im Norden des Landes.

Am ersten vollen Tag geht es mit der Kanadierin(Lisa) direkt zu einer Free Walking Tour, welche in der Nähe der Spanischen Treppe beginnt. Mit Julia, der Tourleiterin, geht es durch die Gassen der Altstadt, an Säulen und Obelisken vorbei zum Pantheon. Von hier weiter über Piazzas inklusive Brunnen bis zur Engelsburg, nahe des Vatikan. Nachdem wir uns noch ein, zwei Tipps bezüglich Essen und Einkaufen abgeholt haben, schnappen wir uns ein Panini zur Stärkung und dann geht es auch direkt weiter zum ersten Besuch des Vatikan.
Ein paar Minuten sehen wir uns um bevor es langsam wieder in Richtung Spanische Treppe geht – von hier beginnt um 16:00 Uhr eine weitere Tour, dieses Mal in Richtung des Kolusseum. Als es soweit ist, müssen wir aber leider feststellen das Julias Schwester deutlich leiser spricht, dies ist bei der größe der Gurppe und der Menge an Personen auf der Straße ein leichtes Problem. Dementsprechend entscheiden wir uns, zusammen mit einer Neuseeländerin, dazu auf eigene Faust unterwegs zu sein, was am Ende in einem gemeinsam Abendessen und dem Weg zurück in das Hostel endet.

Während Lisa den Samstag langsam angehen will, habe ich mir für heute das Kolusseum, Forum Romanum und Palatin vor genommen. Mit der U-Bahn bin ich auch schnell am Ziel, stehe dann aber in der scheinbar endlosen Schlange – bis ich mich dann dafür entscheide das Warten zu überspringen indem ich mich einer Gruppe anschließe. Mit ein paar Informationen zu diesm antiken Stadion geht es dann durch die Ebenen. Es bleibt dann knapp zwei Stunden frei Zeit bis es im Forum Romanum weiter geht. Diese nutze ich zunächst mit mehr Zeit im Kolusseum und dann mit der Suche nach einem Espresso, der schnell gefunden ist.
Rechtzeitig für den zweiten Teil bin ich am Treffpunkt, nach einem kleinen Schauer geht es dann in einer deutlich größeren Gruppe in das Gelände hinein.
Eine knappe Stunde werden wir hier herum geführt und mit deutlich mehr Informationen versorgt – so interessant hatte ich es nicht erwartet. Zwischendurch kommt dann sogar die Sonne heraus.

Das Wetter nutze ich dann direkt um zu ein paar der Orte abzugehen, von denen ich Gestern schon ein Foto machen wollte, das Licht aber eindeutig zu schlecht war. Ein wenig muss ich mich beeilen, denn um 16:00 Uhr versuche Lisa und ich es nochmal mit der zweiten Walking Tour. Leider wieder mit dem gleichen Guide, letzte Chance also am Montag, denn Sonntags ist die Tour anders.
Also Plan B, der natürlich erst einmal Essen beinhaltet. Wir haben ein kleines Restaurant raus gesucht, in welchem man sich sein Essen nicht aussucht, sondern eine 87 jährige Dame kocht jeden Tag etwas anderes. Das Vier Gänge Menü kostet dann 25€, überraschender weise war sogar der Wein inklusive.