Das berühmtere Kap

Da stehe ich nun vor den resten des Mietwagens. Das einzige was erklärt warum der Baum umgefallen ist, ist der kleine Fluss/Graben welcher anscheinend den Boden aufgeweicht hat. Mittlerweile haben sich auch schon einige Anwohner versammelt um Fotos zu machen. Ein paar Minuten später trifft dann die Polizei ein, die mit der Aussage „Holy Moly“ Ihren Unglauben ausspricht. Während der Beamte meine Mietwagenfirma informiert, erreicht uns auch die Feuerwehr – die ohne überhaupt auszusteigen schon feststellt, dass Sie keine Säge haben, welche groß genug für den Baum ist. Es wird noch eine gute Stunde dauern bis man anfängt den Wagen zu befreien, in dieser Zeit kann ich auch alles mit Avis klären.
Nachdem ich nicht mehr helfen kann, lege ich mich schlafen und höre von draußen weiterhin die Säge rotieren.

Am nächsten Morgen ist das zerstörte Wagen bereits abgeholt und ein wenig später erhalte ich einen neuen. Ich bleibe koreanisch unterwegs, ein Wechsel von Kia zu Hyundai. „Wo ist der Wagen denn?“ Frage ich den Mitarbeiter – „Den habe ich da vorne neben den Baum abgestellt!“ Er grinst mich an – na immer hin hat er Humor; ich stelle den Wagen sicherheitshalber trotzdem um.
Kurz darauf kann die Plan für den Tag endlich beginnen – der Harm, die Steffi und ein weiterer Deutscher(Nils) sind weiterhin mit dabei. So sitzen ich wieder in einem vollen Wagen. Mit deutlicher Verzögerung durch starken Verkehr erreichen wir dann endlich unser Ziel. Der Reisebus mit deutschen Senioren steht auch schon bereit und macht es einem schwer ein Foto von dem berühmten Schild ohne Menschen zu machen. So mit schauen wir uns zunächst ein wenig um. Machen noch einen weitere halt in diesem National Park, bei dem wir auch – nicht ganz zufällig – auf einige der Leute treffen mit denen ich bisher gereist bin.
Da meine Mitreisenden diese Nacht schon in Kapstadt verbringen wollen, schmeiße ich Sie, auf dem Weg zurück, in der Nähe des Zentrums raus – aber nicht ohne auf dem Weg dorthin noch einmal kurz bei einer Pinguin Kollonie an zu halten. Anstelle dessen den Eintrittspreis zu bezahlen, freud sich der Mitarbeiter darüber ein wenig Geld direkt zu erhalten und uns dafür einzuschleusen.

Zurück in meinem Hostel in Stellenbosch unterhalte ich mich gerade mit dem Deutschen der hier für ein paar Monate arbeitet, während eine Argentinierin(Lou) herein kommt, welche ich in dem Hostel mit Affen das letzte Mal gesehen habe. Wir sitzen noch ein wenig zusammen, ein paar Südafrikaner gesellen sich auch noch dazu.

Zeitig mache ich mich dann am Morgen auf um meinen neuen Mietwagen auch schon wieder ab zu geben. Unglücklicherweise muss ich dann aber festellen das die Rezeption des Hostels erst gegen 9:00 Uhr beginnt zu arbeiten. Viel mehr als den Security Mitarbeiter zu informieren und eine E-Mail zu senden, das ich noch nicht bezahlt habe, bleibt mir dann aber auch nicht übrig. Als ich dann später ein wenig mit dem Hostel hin und her schreibe, entscheiden Sie sich dann dazu mir die Kosten zu erlassen – zumindest hätten Sie für nächsten Jahre auf jeden Fall eine gute Geschichte mit einem Baum zu erzählen.

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