Spontane Planänderung

Ein neuer Morgen, dieses Mal deutlich früher, dafür mit packen verbunden. Nach zwei Nächten in Bled geht es weiter in die Hauptstadt, aber nicht ohne vorher noch ein paar Orte zu besuchen. Geplant ist ein erster Stopp an einem weitere See, nur etwas südwestlich von hier. Dann soll der Soca River folgen und ein weiterer Pass. Es dauert eine knappe Stunden nach aufstehen bis ich im Sattel sitze und es los gehen kann.

Die ersten Kilometer habe ich schnell hinter mir gelassen, lang gezogene Kurven und die Berge links und rechts von einem, sorgen dafür dass sich Minuten wie Sekunden anfühlen. Doch dann stehen plötzlich ein paar Fahrzeuge auf meiner Spur, nun es stehen so viele, so dass Sie hinter die nächste Kurve führen und ich nicht erkennen kann was für diese Verzögerung sorgt.
Eine paar Minuten stehe ich da so, ein paar wenige Autos drehe bereits um und ich kann ein wenig weiter fahren, sehen kann ich aber leider immer noch nichts. Nach einer Weile prüfe ich meine Optionen, der Weg zum anderen See ist fast alternativlos bzw. die Alternative macht einen riesigen Umweg nötig. Also entscheide ich mich den Tag anders zu organisieren, der nächste Halt ist dann wohl die Burg Predjama, gebaut in einer Höhle.

Doch gerade als ich dabei bin um zu drehen, tut sich doch noch einmal etwas, ein ganzes Stück kann ich nun vor fahren, hinter die nächste Kurve und dann … stehe ich wieder mit den gleichen Aussichten – ich gebe auf und wechsel wieder zu Plan B. Dafür ist es aber, mehr oder weniger nötig, das ich mir eine Autobahnplakete besorge. Also zurück nach Bled zur Tankstelle, das ist so oder so der kürzeste Weg. Getankt wird dann gleich auch noch – auf die Frage „Muss ich den Sticker wirklich an meinem Motorrad befestigen“ entschuldig sich der Tankstellen Mitarbeiter und bestätigt dies. Ungern setzte ich dies dann draußen um.
Dann kommen die Kopfhörer in die Ohren, Navigation so wie leise Musik gestartet und nach ein paar Minute bin ich auch schon auf der Bahn.

An Ljubljana vorbei bin ich nach einer guten dreiviertel Stunde an der Burg angekommen. Nach dem die Kamera ausgepackt ist geht es zum Eingang. Eine gute Stunde verbringe ich samt Audioguide(Iinklusive) zwischen Mauern und Höhlenwand, definitiv mal ein etwas anderer Aufbau einer Burg, mit alternativen Eingang durch ein Höhlensystem und Frischwasser das von Stalaktiten aufgefangen wird.

Es ist gerade Mittag als ich wieder auf meinem Motorrad sitze, somit bleibt mir noch einiges an Zeit für den Tag – Warum also nicht auch noch am Mittelmeer vorbei schauen. Eine weitere dreiviertelstunde später spüre ich dann schon die deutlich wärmere Luft die mir um den Helm weht.
In Piran – meinem Ziel – angekommen, mache ich kurz Mittagspause bevor ich mir einen Parkplatz möglichst nah am Zentrum raus suche. Meinen Helm und meine Jacke lasse ich am Motorrad zurück als ich langsam den Hügel runter in die Altstadt beschreite.

Durch kleine Gassen und über große Plätze führt mich der Weg, bis ich am Ende der Landzunge angekommen bin. Schon auf den letzen Metern in die Stadt herein, sind mir die Olivenbäume, Zypressen und Weinreben aufgefallen, in der Stadt kommt dann noch die Architektur, vor allem mit den roten Ziegeldächern, dazu, die einen davon überzeugt in Italien zu sein.
Ein wenig verliere ich mich in den Gässchen bis ich endlich wieder auf dem Motorrad sitze und den Wind spüre. Die nassgeschwitzte Haut hilft dabei abzukühlen. Kurz halte ich aber noch einmal an, um mir ein paar Feigen und Pfirsiche am Straßenrand zu kaufen. Darauf folgend mache ich mich auf den Weg in die Hauptstadt.

Deutlich ermüdet erreiche ich nach einer guten Stunde mein Hostel. Eine Dusche später lande ich dann doch noch im Zentrum und spontan auf einem Konzert, danach falle ich aber auch bald ins Bett.

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