Aufregendes Hanoi

Es dauert noch ein wenig bevor mein Flieger geht, genug Zeit um Stranger Things Staffel 2 zu Ende zu schauen. Dieses Mal bin ich auch wieder mit meinem Handgebäck durchgekommen, somit blieb es bei den ~66€ für Manila nach Hanoi.

Eigentlich versuche ich ein wenig im Flieger zu schlafen, was nicht so recht funktionieren möchte und schneller als gedacht landen wir auch schon in Vietnam. An der Immigration wird ein Christophe ausgerufen, ich drehe mich um und sehe ihn auf einem Stuhl sitzen, kurz rufe ich Ihn rüber und er holt sein Visum ab – danach kann auch ich meinen Pass wieder endgegen nehmen und schon bin ich eingereist. Direkt am Flughafen konnte ich auch meine letzten PHP in Vietnamesische Dong wechseln(1€ = ca. 26.000 Dong) – eine SIM Karte mit 8GB Daten für ~12€ habe ich mir auch gleich besorgt und bekam Sie von der Verkäuferin auch eingelegt und aktiviert. Christophe treffe ich hier wieder, auf der Suche nach einem Bankautomaten. Warum ich diesen Christophe schon zweimal erwähne – kommt noch.
Für die Nacht mache ich es mir auf einer Couch in einem geschlossenem Fast Food Restaurant bequem, dort liege ich nicht allein. Das Gebäck angebunden und 5 Stunden später wache ich in der Morgendämmerung auf. Einer der ersten Flieger am Morgen scheint angekommen zu sein – wie sich rausstellt aus London. Mit ein paar der Passagieren machen wir uns auf die Suche nach der Busverbindung Richtung Innenstadt – die Nr. 86 fährt uns in ca. 45 Minuten an das nördliche Ende der Altstadt, ich habe nur noch einen guten Kilometer zu laufen bevor ich mein Hostel erreiche. Das Zimmer ist natürlich noch nicht fertig, aber zumindest kann ich mein Gebäck abstellen. Erstes Ziel ausserhalb des Hostels: Frühstück – es erwartet mich zwei Strassen weiter ein Baguette und ein Avocado Smoothie, der fast wie die innere Creme eines Raffaellos schmeckt.

Frisch gestärkt stürze ich mich in die kleinen Strassen der Altstadt, viele kleine Geschäfte, Restaurants und Strassenverkäufer(ja auch die sind Klein) zeigen sich mir. Schon nach kurzer Zeit bin ich sehr angetahn von dieser Stadt, mit Peking sicher die interessanteste Stadt mit dem schönsten Flair so weit. Die Sehenswürdigkeiten von Hanoi sind relativ begrenzt und die meisten lassen sich innerhalb ein paar Stunden ablaufen, was ich dann auch mache. Unterwegs treffe ich noch Philipp aus dem Schwarzwald, zusammen erkunden wir dann Hanoi Hilton: Kriegsgefängnis in dem amerikanische Flieger eingesperrt wurden, davor wurde es von den Franzosen benutzt. Der Einfluss der Franzosen ist so wie so an vielen Stellen zu erkennen, sei es das Baguette als auch viel an Architektur in der Altstadt. Danach schauen wir uns zumindest das Ho Chi Min Mausoleum von aussen an und gehen noch in den Literaturtempel. Danach trennen sich unsere Wege zunächst.

Ich lege mich ein wenig hin und mache mich Abends eigentlich nur noch auf die Suche nach etwas zu Essen – mehr oder minder spontan finde ich dann aber auch ein Motorrad, welches gerade von einem Neu Seeländer von Ho-Chi Min Stadt(Saigon) nach Hanoi gefahren wurde. Damit möchte ich in den nächsten Wochen Unterwegs sein.

Es ist Samstag, neben ein paar Besorgungen für die Motorradfahrt sitze ich vor allem das eine oder andere Mal einfach in einem Cafe mit einem eisgekühlten, vietnamesischen Milchkaffee und beobachte das Geschehen auf der Kreuzung vor mir. Hierbei beobachtetet man vor allem viele Scooter und Motorräder die scheinbar wahllos durch die Gegend fahren, dazu gesellen sich ein paar Touristen und auch die typischen Frauen mit spitzen Hut die Ihre Waren entweden über die Schulter oder auf einem Fahrrad abgelegt haben und versuchen diese an den Mann zu bringen.
Später gibt es anstelle des Milchkaffees einen heißen Katzenkaffee, die Szene bleibt aber die gleiche. Der Kaffee ist intensiv und hat eine leichte Note von Bitterschokolade. Gegen Abend setze ich mich an einen kleinen Stand am Straßenrand um mir ein paar frittierte Frühlingsrollen schmecken zu lassen. Beim Bier danach in einer Bar schaue ich spontan ob jemand von Couchsurfing ebenfalls unterwegs ist, es stellt sich raus das eine Gruppe sich auf ein paar Bier getroffen hat – Sie sitzen in der gleichen Bar nur 5 Meter weiter. Zwei Franzosen, ein Tunesier der in Paris lebt, zwei Vietnamesen und eine in Belgien lebenden aber in Vietnam geborenen Frau. Schnell kommt man ins Gespräch – wo warst du, wo gehts hin … Nach einem weiteren Bier geht es in einen kleinen Club, in diesem gesellen sich dann noch weitere Couchsurfer dazu, zwei Belgier und … Christophe. Beide schauen wir uns etwas überrascht an und fangen an zu lachen – lustiger wird es dann nur noch als wir festellen das wir beide einen Tag zuvor ein Mottorrad gekauft haben und zunächst eine Runde über Sapa machen möchten bevor es in den Süden gehen soll – schnell wird der Kontakt ausgetauscht. Er macht sich schon am Sonntag auf den Weg – mal sehen ob man sich wieder trifft.

Nach dem Club geht es etwas ausserhalb der Altstadt in einen größeren Club – Christophe seilt sich an der Stelle schon mal ab, er möchte Früh aufbrechen. Irgendwann zieht es dann auch den Rest der Gruppe ins Bett und man trennt sich nach einer kurzen Taxi Fahrt in der Altstadt.
Eben an dieser Stelle treffe ich noch zwei Deutsche aus Köln – Sie sind gerade angekommen und warten nur auf den Bus zur Weiterfahrt. Sie waren zuvor selber auf einer Motorrad Tour im Norden. Schöne Grüße falls Ihr es wirklich in den Blog geschafft habt. Nach einem kurzen Abriss meiner bisherigen Reise und ein Motivationsversuch meiner Seits, Ihre Pläne für eine Langzeitreise in die Realität um zu setzen,  geht es für mich ins Hostel und ins Bett. Naja, ich unterhalte mich noch kurz mit zwei Neu Seeländern auf der Dachterasse.

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2 Kommentare

  1. Ist die weiße Maschine jetzt deine?

    • Leider Nein, Fotos folgen. In den Straßen stehen nur ein paar schöne Maschinen, neben vielen Scootern und anderen Motorrädern.

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