Hätte, hätte … auf nach Bali

Ein neuer Tag komplet zu füllen mit Entsannung steht an. Da keiner sich in der Lage gefühlt hatte in der letzten Nacht den anstehenden Plan umzusetzen, geht es in der nächsten Nacht los. So verbringen wir den Tag mit anderen Dingen, bis wir uns um zwei Roller und Verpflegung kümmern. Diese Nacht soll es wieder früh raus gehen um zum Ijen Vulkan hoch zu fahren. Dieser Vulkan ist bekannt für sein Schwefel, daher braucht man auch eine Gasmaske – für einige Anwohner ist das Abbauen die einzige Geldquelle, viele von Ihnen tragen lediglich Stoffmasken und haben eine deutlich kürzere Lebenserwartung.
Abgesehen von wahrscheinlich einem starken Geruch, kann man Nachts auch blaues Feuer beobachten – hierfür muss man aber mitten in der Nacht oben sein.
Unsere Wecker sind für 0:30 Uhr gestellt und alle vorbereitet.

Der Wecker klingelt wieder einmal viel zu früh – erneut macht sich jeder Bereit und schon geht es los. Die Fahrt verläuft Problemlos bis wir kurz vor unserem Ziel plötzlich angehalten werden. Eine große Ansammlung von Leuten steht auf der Straße, die für die Weiterfahrt abgesperrt ist. Heute können wir nicht hoch, sagt man uns – die Luft im und um den Krater ist zu stark konzentriert mit Toxinen – mehrere Arbeiter wurden ins Krankenhaus eingeliefert und auch Anwohner in der Nähe wurden evakuiert.
Lediglich ein paar Stunden vor unserem Eintreffen ist der Zugang gesperrt worden … da fangen auch schon die Überlegungen an, hätten wir den Zug genommen, hätten wir letzte Nacht schon hoch gekonnt, hätte ich in Surabaya nicht angehalten…. Es bringt nichts, hier geht es heute nicht weiter(und wie sich später raus stellt, auch zumindest die nächsten zwei Wochen nicht).
Traurig geht es auf den Rückweg und wieder in Bett.

Nach einem angenehmen Schlaf geht es dann mit der normalen Planung weiter, es macht wenig sinn zu hoffen das die Sperre bald aufgehoben wird. Daher werden alle drei heute nach Bali reisen, der Deutsche schnappt sich aber einen der Roller dafür, er muss ein paar Tage später wieder in Banyuwangi sein um seinen Flug zu nehmen. Die Französin und ich machen uns mit einem Grap zum Fährhafen. Problemlos ist das Ticket besorgt, wir auf der Fähre und wieder zu Dritt – zumindest für die Fahrt.

Vom Fährhafen auf Bali geht es dann nach .. ja wohin soll es gehen. Gerüchte das es im Norden von Bali viel geregnet hat und es schwer ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln dort hin zu kommen sorgt für Planänderungen – also auf nach Ubud, „das kulturelle Zentrum“ von Bali. Der kleine Bus fährt für ein paar Stunden die Straße hinunter. Schnell zeigt sich wie unterschiedlich Bali von Java ist, Menschen, Vegetation, Bauweise, Religion… – gerade letzteres ist interessant, immer wieder halten wir an und ein Mitarbeiter legt ein paar Gaben auf ein kleinen Schrein – so weit wir es verstehen für eine sichere Reise. Nun schaden kann es sicherlich nicht. Unterwegs wird dann noch die Uterkunft gebucht und entspannt die Fahrt genossen.

Ubud zeigt sich dann in der Dämmerung ein wenig wie ich Bali erwartet habe, wieder einmal voll mit Touristen – erinnert ein wenig an Chiang Mai oder Pai in Thailand. Sicherlich gibt es aber auch dieses Mal einen guten Grund warum so viele Menschen hier hin wollen.

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