Ubud und seine Umgebung

Franzosen scheinen sich zu riechen, wie Simon zuvor hat auch meine derzeitige Reisebegleitung gleich eine Französin und ein Frankokanadier gefunden. Zusammen geht es einen kleinen Pfad endlang, durch Reisfelder mit einem kleinen Snack und Kaffee am Ende. Ein gemütlicher Nachmittagsspaziergang. Den die Französin und ich dann auf einem anderen Pfad am Abend noch einmal wiederholen.
Ein Sonnenuntergang und Abendessen später steht auch schon der Plan für den nächsten Tag.

Den Roller hat mir dieses Mal der Hostelmitarbeiter besorgt, der generell ausgesprochen freundlich und hilfsbereit ist. Doch bevor es richtig los geht, halten wir noch kurz bei einem Spanferkel Restaurant, scheint typisch für Bali zu sein und es ist auch wirklich lecker.
Nun kann es aber los gehen, ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt ist ein relativ bekannter Tempel in dessen Wasser die Leute sich unter verschiedenen kleinen Brunnen „rein Waschen“, „für zukünftiges schützen“ – vielleicht hätte ich das mal genauer nachschlagen sollen. Einer der Brunnen wird nach dem anderen abgegangen und sich darin „gewaschen“.

Beim verlassen der Tempelanlage weißt uns einer der Paklplatzmitarbeiter auf eine Kaffeeplantage, nur ein paar Kilometer nördlich, hin. Das klingt gut und Zeit haben wir auch, also kurze Planändeurng. Leider stellt es sich aber nicht wirklich als Kaffeeplantage heraus. Es ist mehr eine Museumsartige Umgebung mit Shop und Café – inklusiver einiger Wiesel die für die Produktion von „Katzenkaffee“ eingesetzt werden. Die Tiere hier verhalten sich schon auffällig und haben wahrscheinlich dabei mehr Platz in Ihrem Käfig als ihre Artgenossen in der „Produktion“. Ich bin froh das ich eine Tasse in Hanoi probiert habe und hier darauf verzichten kann.
Der normale Kaffee überzeugt auch nicht wirklich, so geht es bald auf den Weg zu unserem letzten Ziel für den Tag – Reisfelder. Stark besuchte Reisefelder, mit schlechten Lichtverhältnisen. Dennoch sind es sehr schön angeordnete Reisefelder in einem strahlenden Grün. Es gibt auch einige Schaukeln, mit denen man über die, davor liegenden, Abgründe hinaus schwingen kann. Natürlich gegen eine kleine Gebühr an den Anbieter.

Lange halten uns diese Felder nicht auf, so dass wir uns bald wieder im Hostel wiederfinden. Ein Abendessen, eine Nacht und eine Verabschiedung später sitze ich dann allein auf dem Roller. Auf meinen Weg weiter in den Norden von Bali, das Wetter scheint sich beruhigt zu haben und die Regenzeit so langsam auszuklingen.
Munduk ist das heutige Ziel, ein kleiner Stopp an einem Tempel liegt auf dem Weg, ein weiteren Halt gibt es spontan bei ein paar Wasserfällen. Ähnlich läuft dann auch am nächsten Tag der Weg zurück ab. Ein schöner kleiner Ausflug, wenn gleich mein Magen auf dem Weg zurück mich ein wenig ärgern wollte. Zwangsläufig lege ich eine Pause ein, trinke etwas und schnappe mir ein paar Erdnüsse.
Mit ein wenig verspätung komme ich dann aber wieder in Ubud an, gebe den Roller zurück bevor es zur scheinbar letzten Verbidung nach Kuta geht – ein Bus eines kleinen Anbieters.
Ticket besorgt und warten – der Bus fährt an sich eigentlich zum Flughafen, ich springe aber einfach ein paar Kilometer vorher aus.

Kuta selber ist dann die Touristenhochburg wie ich sie befürchtet habe. Nie war ich auf Mallorca, aber ich glaube es finden sich viele Parallelen – man muss hier Deutsche und Engländer nur durch Australier und ein paar aus Singapur austauschen – wobei sich auch Europäer finden lassen. Bis auf ein deutsches Restaurant, welches ich mir nach 6,5 Monaten mal gönne ist nicht viel erwähnenswert in Kuta, ich wollte einfach nur näher am Flughafen sein, der mich nach zwei Nächten nach Flores bringt – genauer nach Labuan Bajo direkt neben dem Komodo National Park.

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