Komodo National Park

Das kleine Probellerflugzeug bringt mich mit wunderschönen Aussichten von Bali auf die Insel Flores. Auf dem relativ kleinen Flughafen angekommen geht es das erste Mal für ich zu Fuß zu meiner Unterkunft. Das Dorf Labuan Bajo liegt knapp zwei Kilometer entfernt, direkt am Meer, mein Hostel sogar noch etwas näher auf einer Anhöhe mit einem wunderbaren Blick über die Bucht.
Die ganze Insel Flores hat scheinbar einges zu bieten und läd zum entdecken ein, ich habe aber genug allein in diesem Dorf zu tun. Noch am ersten Abend geht es für mich den Hügel hinunter. Ich bin auf der Suche nach einer Tauchschule die ich mit Uber Scuba auch schnell gefunden habe. Es dauert nur ein paar Minuten dann ist alles geregelt: Open Water Diver, drei Tage, morgen die Unterlagen abholen und verinnerlichen. Danach geht es nach einem Abendessen bald ins Bett, Reisetage sind immer anstrengend.

Am nächsten Morgen geht es direkt wieder runter um das Handbuch und ein Tablet mit Video abzuholen – zurück im Hostel schnappe ich mir ein Frühstück und beginne mit dem Film. Danach lesen und lesen und lesen und Fragebogen ausfüllen. So geht der Tag auch schnell dahin.
Nach einem nicht ganz so langen Schlaf finde ich mich morgens an der Tauchschule wieder, heute stehen die ersten Übungen und ein Tauchgang an. Bei den Übungen geht es hauptsächlich um Ausrüstung, Brille abnehmen, Luftversorgung unterbrechen, Luftversorgung von jemand Anderem erhalten, etc… nebenbei ein Gefühl dafür zu bekommen unter Wasser zu atmen. Wir sind drei im Kurs, neben mir ist noch ein Engländer und ein Däne. Vor ein paar Jahren bin ich bereits zwei Mal in einem Pool untergetaucht, was mir jetzt zumindest ein wenig mit dem ruhig bleiben hilft – daher schaffe ich es auch kontinurirlich mehr Luft in meiner Flasche über zu haben.
Noch an diesem Tag muss der Däne auch feststellen das seine leichte Klaustrophobie ihn beim Tauchen sehr beeinflusst und er abbrechen muss.

Eine kleine Mittagspause hält uns dann nur noch davon ab den ersten Tauchgang durchzuführen. Auf circa 10 Meter trainieren wir dann aber nocheinmal einige der Übungen bevor es weiter auf 12 Meter geht.
Gut erschöpft geht es dann bald wieder in den Hafen, kurzes Abschlussgespräch und dann muss ich mich wieder an den Rest der Theorie setzen. Welches auch den mir bleibenden Abend gut füllt.

Dann ist es auch schon der dritte Tag angebrochen, zusammen mit den regulären Tauchern geht es mit dem großen Boot raus in den Komodo National Park. Ausgiebig wird über Boot und Tauchstellen gesprochen – dafür bleibt auch genug Zeit, da die Anfahrt eine gute Stunde braucht.
Der erste Tauchgang für den Tag wird uns erneut auf „nur“ 12 Meter bringen, Wiederholungen des gelernten und ein wenig umschauen – wobei wir ein paar Korallen sehen, diverse Fische und eine Schildkröte die friedlich an uns vorbei schwimmt.
Die nächste Tauchstelle ist Manta Point, die wahrscheinlichkeit Mantas hier zu entdecken ist ziemlich hoch. Die Wiederholen werden dieses Mal ans Ende des Tauchgang gelegt, es wird um die Luftversorgung gehen, doch zunächst tauchen wir ein. Es dauert keine Minute um den ersten Rochen zu sehen, auch der Zweite und Dritte lassen nicht lange auf sich warten. Die gesammten ca. 40 Minuten die wir unter Wasser sind schwimmen, besser gesagt fliegen die Manta Rochen aus allen Richtungen auf uns zu, schwimmen unter uns und einer gleitet über uns hinweg. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Gerade als wir ablegen und bereit sind zum letzten Tauchpunkt zu fahren, springe einige der Mantas aus dem Wasser und lassen sich auf eben dieses hinabfallen. Ein guter Tag um an diesem Punkt zu sein, selbst die meisten Tauchlehrer haben nie so viele Rochen an einem Ort gesehen.

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