Lange Wege in Lesotho

5:00 Uhr morgens – der Wecker klingelt und ich stelle Ihn schnellst möglich aus. Während ich mich anziehe wecke ich den Koreaner auf und mache mich auf den Weg mir die Zähne zu putzen. Meinen Rucksack habe ich dabei schon aus dem Zimmer raus befördert um Ihn nach der Morgentoilette fertig zu packen.
Draußen ist es frisch, aber deutlich angenehmer als in der letzen Nacht. Auf dem Weg zum Treffpunkt mit unserem Fahrer kommt uns schon jemand entgegen – der Fahrer wartet. 15 Minuten vor der Zeit, nicht schlecht für meine bisherigen Erfahrungen – vielleicht ist es das Taxi welches wir am Abend zuvor schon gesehen haben, wir sind uns nicht sicher.
Recht angenehm fahren wir gute anderthalb Stunden bis zur nächsten Stadt. Einen großen Teil zum Komfort trägt die gute Straße bei – gebaut durch China.
Unterwegs sehen wir Schafshirten mit Tieren und Männern die auf Pferden oder Eseln unterwegs sind.

Unser Fahrer läßt uns direkt neben unserem Minibus raus, welcher mit uns beiden auch voll ist und es nach wenigen Minuten schon weiter geht. Zu viert sitzen wir so in der letzen Reise, Der Koreaner mit seinem schweren Rucksack auf dem Schoß, während ich zumindest den PLatz ergatern konnte der in der Mitte des Ganges ist – was mir aber nicht zu viel Beinfreiheit beschert, anderes Gepäck ist dafür zu zahlreich.
Die Fahrt verläuft insgesamt gut, die Musik ist nicht zu laut und ich kann mich auf Dinge in meinem Smartphone konzentrieren – zumindest bis zu dem Zeitpunkt als wir plötzlich halten. Ein paar steigen aus, ich bleibe zunächst sitzen. Mit der Zeit stellt sich raus das anscheinend ein Problem mit der Bremse hinten links besteht – wirklich reden tut mit uns aber niemand, alle reden in einer lokalen Sprache. Eine gute halbe Stunde später und viel auf die Bremse hämmern später, geht es weiter – aber nur etwa die gleiche Zeit, dann ist es die Bremse vorne links. Hier scheint man dann aber schnell auf zu geben – der Fahrer verschwindet für ein paar Minuten mit einem Wagen der angehalten hat … vielleicht holt er ein Ersatzteil? …. wieder erfahren wir nichts.
Als er wieder kommt wird nocheinmal kurz auf die Bremse gehauen und wir bewegen uns bis zum nächst besten Ort um den Minibuss für eine längere Zeit abzustellen – denn genau das tuen wir, stehe und warten. Nach einer gefühlten Stunde holt uns dann ein anderer Minibus ab.

Ok, alles klar, dann kann es ja nun zum ersten Ziel gehen. Aus unerklärlichen Gründen wechseln wir den Minibus nach einer knappen Stunde noch einmal. Eine gefühlte halbe Stunde noch einmal und nocheinmal eine Stunde später. An dieser stelle bin ich mir noch nicht einmal sicher ob da nicht noch ein weiter Wechsel war. Ich versuche einfach nur noch alles zu ignorieren – besonders nachdem der letzte Bus auch noch wesentlich enger ist und die Damen vor mir, bei einem kurzen Stopp, den Sitz gegen meine eh schon schmerzenden Kniee schlagen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir dann aber doch entlich die Hauptstadt. Zeit einen planmäßigen Wechseln zu vollziehen.
Während der Koreaner sich dazu entscheidet lediglich bis nach Roma zu fahren, mache ich mich noch auf den Weg nach Semonkong. Ich zweifelte mehrfach ob ich hier heute noch ankommen würde. Mit einem angenehmen Platz gehen die zwei Stunden dann relativ schnell vorbei. Generell hat die Landschaft von Lesotho viel dazu beigetragen das der Tag erträglich war. Zwischen Hochland und einer Landschaft die ein wenig an Monument Valley in den USA erinnert.

An meinem Ziel angekommen brauche ich noch ein paar Minuten um zu meiner Unterkunft zu kommen. Ich glaube die meisten Touristen kommen hier per Auto an, zumindest werde ich wie ein Alien von allen beobachtet und teilweise befragt wo ich denn hin möchte.
Nach einer Dusche, einem Steak und dem ein oder andern Bier sieht die Welt dann schon wieder ganz in Ordnung aus und der lange Reisetag hat sich gelohnt.

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