Aussicht auf Flammen

Im inneren der Stadtmauern mache ich zunächst halt an einem der ältesten Gebäuden der Stadt: dem „Maiden Tower“(Mädchen Turm). Scheinbar hat Jeder andere Ansichten zu seinem Ursprünglichen Zweck – Verteidigungsanlage, Tempel, Observatorium,…. Interessant ist der Besuch allemal, wenngleich der deutlich höhere Eintrittspreis für Ausländer, mal wieder etwas unschön ist.
Am Ende der Altstadt schreite ich erneut durch ein Tor um von dort aus eine ganze weile Bergauf zu gehen. Nach einer Weile, passiere ich dabei die Flame Towers, die hochmodern über alles in Baku ragen. Nun, genau genommen ragt der Fernsehturm dahinter noch höher hinaus, welcher auch mein Ziel ist, aber diesen beachtet man eigentlich nicht wirklich.

Nach den Türmen brauche ich noch knapp 15 Minuten bevor es hoch, in das drehende Restaurant im Fernsehturm geht. 10 Euro Mindesverzehr ist zwar nicht super günstig, aber die Aussicht ist, auch trotz dreckiger Fenster, überragend. Nach ein paar Minuten ist mein Blick direkt auf die Innenstadt gerichtet, an den Flammentürmen vorbei, mit der Innenstadt im Zentrum und darüber hinaus viele weitere Stadtviertel. Während sich das Restaurant weiter dreht kann ich zunächst auf das Kaspische Meer hinaus sehen, darauf folgend ist dann der Süden und Südwesten der Stadt – in diese Richtungen ist es nicht weit bis das Ende erreicht ist und hinter den letzten Gebäuden erblicke ich nur Wüstenlandschaft. Als sich langsam mein Sitzplatz wieder in Richtung Zentrum dreht, beginnt auch der Sonnenuntergang und die goldene Sonne wird in den hunderten von Fenstern, der Flammentürme, reflektiert.

Bevor die Dunkelheit komplett einsetzt mache ich mich auf den Weg zurück zu meiner Unterkunft. Ich halte noch an einem Denkmal, bevor es dann endgültig hinab geht. Am Abend geht es dann mit ein paar anderen Deutschen auf ein Bier raus. Der aus meinem Zimmer ist bis Georgien mit einem Auto gefahren, welches er dort verkauft hat und nun durch Azerbaijan in den Iran unterwegs ist, per Anhalter. Für Ihn der erste Abend mit Deutschen – schwer zu glauben, wenn ich an die Mengen denke, die mir so über den Weg laufen.
Als wir die Kneipe verlassen hat es angefangen zu Regnen, somit beeile wir uns etwas auf dem Rückweg zum Hostel.

Auch am nächsten Morgen ist das Wetter nicht viel besser, daher nehme ich zu der Free Walking Tour, bei der ich mich für den Mittag angemeldet habe, meine Kamera erst gar nicht mit. Die Tour selber ist dann aber sehr interessant.
Bei meinem Abendessen vertraue ich auf die Empfehlung des Walking Tour Guides und werde nicht enttäuscht. In einem kleinen Restaurant, welches sich im Keller befindet, genieße ich vor allem Dolma(Fleisch in Weinblättern) mit frischem Joghurt. Darauf schaue ich mich noch ein wenig in der ein oder andere Kneipe um, teils mit Live Musik, teils nicht aber alle im Kellergeschoss.

Am nächsten  Morgen steht eine Tour an – einmal Alles was touristisch ist und nicht direkt im Zentrum von Baku liegt. Na dann bin ich ja mal gespannt.

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