Ein Zug nach Nirgendwo

Der heutige Tag steht ganz im Sinne einer Zugfahrt. Wo es hin geht? Genau gemnommen einmal im Kreis. In Yangon gibt es eine „bekannte“ Zugstrecke die sich einmal aus dem Zentrum hinaus in den Norden der Stadt bewegt und dann mit einem großen ovalen Rundkurs wieder im Zentrum ankommt um erneut durch zu starten. Circa zweieinhalb bis drei Stunden dauert eine Runde – hängt ein wenig von der Geschwindigkeit des jeweiligen Zug ab.
Ein Spaziergang führt uns gegen Mittag zum Zentralbahnhof, wir nur keine Ahnung wo wir unser Ticket bekommen, nur wenig ist in Englisch beschrieben. Allen Leuten um uns herum ist aber schon bewusst wo wir hin wollen und helfen uns gern dorthin zu gelangen.
Direkt am Gleis erhalten wir dann für 200 Kyat(12 Cent) den Fahrschein. „That Train – quick“ entgegend der Mitarbeiter zum Ende und deutet auf einen alten Zug der kurz davor ist den Bahnhof zu verlassen.

Im Moment als sich der Stahl langsam in Bewegung setzt ziehen wir uns die Treppen hinauf und stehen kurz darauf im Großraumabteil, alle Augen sind auf uns gerichtet – man fühlt sich wie in einem Zoo, nur ist man selbst das Tier welches es zu bestaunen gilt. Es scheint relativ voll zu sein, daher begeben wir uns ein wenig weiter nach vorne, durchschreiten dabei einen weiteren Wagon in dem uns die Augen auf die gleiche weise anschauen – kurz darauf haben wir unseren Sitzplatz gefunden. Direkt beginnen auch schon die ersten Händler ihre Waren an die Kundschaft zu vertreiben – Avocado, Mango, Limetten, Mais, Klementinen, das Zeug zum Kauen und vieles mehr. Mit jeder Station steigen einige von Ihnen aus und werden durch neue Händler und Waren ersetzt.

Die ersten Stationen haben wir schnell hinter uns gelassen, eigentlich wundern wir uns sogar wie schnell diese Fahrt vergeht – es ist aber immer etwas los, immer gibt es etwas zu beobachten. Mit der Zeit entscheiden wir uns für eine Station an der wir aussteigen und ein wenig die Umgebung erkunden werden. Unsere Sation: Insein – ließt sich englisch wie Insane(Wahnsinnig) mal sehen wie gut die Wahl war.
Zunächst führt uns eine Hoilzbrücke über die Gleise in eine kleine Wohngegen – insgesamt gibt es nicht viel besonderes zu sehen: Lächelnde Menschen, interessante Einblicke in lokales Leben und frittierte Bannane von einer umherlaufenden Händlerin – lecker.

Zurück im Zug haben wir nur noch ein Paar Stationen vor uns, bevor wir nahe der Shwedagon Pagode aussteigen. Dies ist eine riesige goldene Pagode die schon von weitem den Weg weist. Wie gewohnt ziehen wir unsere Schuhe aus bevor unsere Füße die Fliesen betreten, darauf folgen ein paar Stufen und wohl die ersten Rolltreppen die ich Barfuß betrete.
Oben angekommen setzt gerade der Sonnenuntergang ein, das Geld und Orange der Sonne reflektiert sich im Gold der Pagode – das erste Mal dass wir wirklich einige Touristen antreffen.Nachdem die Dunkelheit eingesetzt hat und die künstliche Beleuchtung die reflektionen auf dergoldenen Oberfläche übernommen hat, machen wir uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft.
Der Abend bringt uns dann noch ein gutes indisches Essen, welches in Myanmar scheinbar häufig zu finden ist.

Der folgende Tag führt uns dann weiter oder für mich ehr ein Stück zurück – es geht nach Hpa-an, durch welches ich schon auf meinem Weg von der Grenze nach Yangon durchgefahren bin. Der Bus bringt uns bequem und sicher an, die Unterkunft ist schnell gefunden und Abends gibt es dann nicht mehr viel als eine Mahlzeit.

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Ein Kommentar

  1. Klingt gut. 🙂

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