Entspannung und Anstrengung

Der neue Tag bricht entspannt an, langsam schiebe ich mich dabei aus dem Bett und mache mich auf das Frühstück zu genießen. Darauf folgen ein paar Stunden in der Hängematte, zwischendurch positionswechsel und auch mal auf eine der Bänke. Kein sehr produktiver Tag, aber bei dem sonnigen Wetter genau richtig.
Zumindest zum Abendessen schaffe ich es noch ein paar Meter zu gehen. Auf der anderen Seite der Hauptstraße ist ein Lokal mit angeblich sehr guten Empenadas. Es dauert circa 10 Minuten bis ich ankomme und mich dann mit der schweizer Mitbesitzerin unterhalten kann. Die Empenadas sind wirklich gut – so geht es zufrieden zurück. Ein wenig mehr Entspannung bevor es wieder ins Bett geht.

Ebenfalls ruhig beginnt der nächste Tag – Tasche packen, Frühstücken und dann langsam zur Straße auf machen um einen der vorbeifahrenen Busse zu schnappen. Genau genommen steht gerade sogar einer dort und ich werde schon herangewunken.
Es dauert nicht mehr als 40 Minuten bis es für mich schon wieder raus geht. Ein kleines Hostel am Rand des Tayrona National Parks.

Da mein Bett noch nicht bereit ist als ich ankomme, unterhalte ich mich ein wenig mit den Anwesenden. Mit einer US-Amerikanerin steht für später schon mal der „Monkey Walk“ an – ein kleiner Rundweg in der Nähe der Unterkunft. Dies gehen wir dann auch so gleich an, nachdem ich meine Sachen untergestellt habe. Über die Straße, durch einen Fluss und an ein paar Bananenpalmen vorbei landen wir dann in einem Wald, in dem man ab und zu Affen entdecken kann – daher auch der Name des Weges. Wir haben nicht viel Erfolg und landen um so schneller am Strand. Die relativ hohen Wellen schieben sich weit landeinwärts und laden nicht wirklich zum schwimmen ein, eine Abkühlung ist aber zumindest möglich.

Nach ein paar Minuten im Wasser und ein paar weiteren im Schatten, um abzutrocknen, geht es wieder zurück zum Hostel. Hier wartet dann auch bald das Abendessen.
Darauf folgend finde ich dann noch einen Engländer, der hier gerade ein paar Wochen im Hostel arbeitet, um mit mir am nächsten Tag in in den National Park zu gehen.

Gemeinsam geht es nach dem Frühstück zum Eingang. Einer der mehreren Möglichkeiten in den Park hinein zu kommen liegt auch nur ein paar Meter entfernt, wir entscheiden uns aber dazu zunächst ein Stück die Straße hinunter zu fahren um einen anderen Weg zu wählen. Dafür passen hält gerade ein Anwohner der uns auf seinem Motorrad/Transport mit nimmt.
Ganz genau verstehen wir zwar nicht das Problem, aber eine Gruppe von Italienern diskutiert am Eingang über den Preis – wir schaffen kurz dazwischen zu gehen um einfach zu bezahlen und hinein zu gehen.
Gesagt getan finden wir uns ein paar Minuten später im Dschungel. Die Geräusche der Straße sind schon lange verschwunden und auch von der kleinen Ansiedlung an eben dieser, ist nichts mehr zu hören.

Auf und ab geht es zwischen den massiven Bäumen und diversen anderen Pflanzen umher. Zwischendurch können wir in der Ferne auch ein paar Äffchen entdecken. Ansonsten bleibt es dabei das wir hauptsächlich Vögel sehen oder hören.
Nach einer weile stößt noch eine Deutsche dazu, Sie verbringt ein paar Tage mehr im Park. Kurz darauf landen wir in Pueblito, ein antikes Dorf, das scheinbar noch bzw. wieder von ein paar indigenen Menschen bevölkert ist. Von hier geht es bis zum Strand kontinuirlich bergab, im Bett eines alten Flußes. Von Stein zu Stein wird dabei geschritten, gesprungen oder sich langsam herunter gelassen.

Gut durchgeschwitzt landen wir dann plötzlich an ein paar Hütten am Strand, gefüllt mit dutzenden von Touristen, die größtenteils mit dem Boot angereist sind. Wer mag kann dann hier auch nächtigen, in einem der aufgreihten Zelte oder, ein wenig einfacher, in einer der Hängematten – aber selbst zweiteres kostet noch circa 13€ die Nacht.
Der Engländer machen eine längere Pause und verabschieden uns danach von der Deutschen, die bis zum nächsten Tag verweilt.

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