Ein langer Weg und wenig Zeit

Ninh Binh ist schnell erreicht, nach circa zwei Stunden erreiche ich mein Hostel und lade mein Gebäck ab. Die Betten haben wieder einmal Vorhänge, die für ein wenig Privatsphäre sorgen – wohl eines der Dinge die etwas zu kurz kommen auf solchen Reisen.
Zunächst glaube ich allein zu sein, doch ein einsamer Rucksack vor einem anderen Bett belehrt mich eines besseren. Mit einem kurzen Blick auf den kleinen Balkon ist die Person auch schnell gefunden. Eine Schweizerin aus Chur – Sie ist ziemlich beeindruckt das ich weiß wo das ist und erst recht davon, dass ich bereits zwei Mal dort war.

Es ist noch früh und ich schaue ob ich schon an diesem Tag etwas entdecken kann – eine meiner Google Maps Markierungen liegt etwas ausserhalb – eine Tempelanlage – also direkt los. Nach kurzer Nachfrage schwingt sich auch die Schweizerin auf mein Motorrad und nach einer knappen halben Stunde sind wir bei Bái Đính angekommen. Den Eingang zu finden erweist sich nur zunächst ein wenig schwierig. Es stellt sich raus das er sich auf der anderen Strassenseite befindet und man durch einen Tunnel innerhalb der Mauern kommt. Diesen Weg nehmen wir aber gar nicht… auf dem ersten Weg fahren wir am Parkplatz vorbei und nach ein paar Metern winkt uns eine Frau auf der linken Straßenseite zu. Zu schnell um direkt zu halten muss ich wenden. Generell winken einem einige Leute hier zu um etwas zu verkaufen, was diese Frau auch mehr oder weniger tun wird, aber irgendwas sagte mir dass Sie weiß was wir wollen – viel mehr als die Tempelanlage gibt es in diesem Dorf aber auch nicht.
Das Motorrad neben Ihr angehalten deutet Sie auf einen Weg und macht uns klar das wir hier parken können. Skeptisch aber interessiert stelle ich mein Motorrad ab, Sie verlangt 15.000 Dong Parkgebühr, danach geht Sie den eben genannten Weg vorraus und deutet am Ende auf ein Stück in der Mauer.
Die letzten Meter gehen wir allein und kommen an ein niedriges Stück der Mauer an – ein paar Steine bilden so etwas wie eine Treppe. Diese hinauf und über die Mauer finden wir uns innerhalb der Mauern wieder, etwa 70 Meter hinter dem Ticketschalter…

Die ersten Minuten fühlen sich etwas merkwürdig an, wir hoffen das nicht ausgerechnet dies die erste Anlage ist in der man mal wieder nach seinem Ticket gefragt wird – es ist Sie nicht und so schauen wir uns in Ruhe um. Für eine ganze Zeit schlendern wir umher, bestaunen Gebäude, Statuen und Gartenanlagen bevor es uns wieder auf den Rückweg machen.

Der Tag endet mit der Planung für die nächsten Tage – unter anderem mit der Veststellung das ich mich ein wenig beeilen muss um rechtzeitig in Ho-Chi-Minh Stadt zu sein. Rechtzeitig? – Mein Visum läuft am 3. Dezember aus und Jenna, mit der ich Peking und Xi an zusammen erkundet habe, wird am 1. Dezemer in Phnom Penh Kambodscha ankommen.
Das Sinvolste scheint es zu sein einen Bus zu nehmen um einige Kilometer zu überspringen. Meine Planung wird zwar dafür sorgen das ich nicht in einen National Park kann, zu dem ich wollte, aber die Tour im Norden hat einfach lange gedauert. Schnell suche ich mir einen Busbahnhof raus und besorge mir flott ein Ticket. Aber was ist mit meinem Motorrad? Das kommt ins Gebäckfach – wirklich.

Nun bin ich aber noch in Ninh Binh und so mache ich mich am nächsten Tag auf dies zu erkunden, der Nachtbus wird um 19:00 Uhr starten.
Nach einem Frühstück geht es nach Tam Coc, DEM Ausgangspunkt für die trockene Ha Long Bay. Nahe des Dorfes mache ich mich zunächst auf um die Stufen zu einem Aussichtspunkt zu erklimmen. Die Aussicht ist, trotz wetterbedingter bescheidener Sicht, wieder einmal beeindruckend.
Als nächstes mache ich mich auf zu einem kleinen Tempel, wobei die kurze Straße dorthin wohl Teil des Erlebnis ist, von Ihr läßt sich wunderbar die Natur genießen. Doch zunächst schaffe ich es gerade einmal aus dem Dorf hinaus als Killean und andere von der Cat Ba Tour auf Fahrrädern mir entgegen kommen. Nach einem kurzen Gespräch sagen wir erneut Auf Wiedersehen. Wenige Minuten Später treffe ich dann erneut auf Jemanden aus der Cat Ba Tour, unabhängig von Killean und dem Rest. Wir besichtigen zusammen den kleinen Tempel und verabschieden uns danach ebenfalls.

Auf dem Rückweg zum Hostel, um mein dort gelagertes Gebäck abzuholen, mache ich noch ein  schlenker über andere Strassen durch dieses Gebiet. Das Gebäck aufgeschnallt geht es erneut zum Busbahnhof – die Fahrt verläuft aber ein wenig anders als erwartet…

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2 Kommentare

  1. Wie witzig. Erstmal ne Schweizerin treffen 😀

    Darf man überhaupt noch was zu den Fotos schreiben? Sind wie immer toll. In echt wars sicher noch 100x besser.

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