Minca und Palomino

Mit einem netten Frühstück beginnt der neue Tag auf der Dachterrasse mit Blick über das kleine Tal. Bald darauf geht es dann auf in die Natur. Mit leichtem Anstieg geht es einen Weg entlag, immer weiter in den Dschungel. Nach einer guten Weile erreichen wir unser erstes Ziel, einen kleinen Wasserfall. Während die verschiedenen Schmetterlinge sich um uns versammeln, gehen wir ein paar Schritte hinauf zur zweiten Ebene. Hier geht es dann auch endlich in die Fluten. Zunächst überraschend kalt aber nach kurzer Zeit unglaublich erfrischend. Zum trocknen dauert es danach nicht lang, so machen wir uns auf weiter zu gehen. Jedoch nach ein paar Minuten kommen uns ein paar Leute entgegen die wir fragen wie lange es bis zu der Kaffeefarm ist. Eine gute Stunde erhalten wir als Antwort, mit dem Zusatz das es heute geschlossen ist da es ein Todesfall in der Familie gab – ok, wir drehen also um und erreichen nach einer kleinen Stärkung unser Hostel.

Bevor es zum Sonnenuntergang wieder auf die Terrasse geht schauen wir uns noch ein paar Stromschnellen und den dazugehörigen Fluss an. Mit der verschwindenen Sonne kommen dann auch langsam die Sterne zum vorschein – bei weitem nicht so intensiv wie in ich Sie in den Philippinen erblicken konnte, dennoch kann man die Milchstraße gut erkennen.
Mit erneut gutem Frühstück geht es am nächsten Tag auch schon weiter – zunächst zurück nach Santa Marta, darauf folgend ein Bus Richtung Palomino. Auf etwas mehr als der halben Strecke steigt dann der Portugiese aus um einen Freund zu besuchen, für mich geht es bis zur Endhaltestelle. Palomino selbst ist, wie ich es gerade in einem Reiseführer noch gelesen habe, eigentlich nicht viel mehr als eine Haltestelle auf dem Weg Richtung Osten, der schöne Strand sorgt dann aber dafür das sich dutzende Bars, Restaurants und Hostels angesiedelt haben.

Irgendwo zwischen Durchfahrtsstrasse und besagten Strand befindet sich dann auch meine Unterkunft. Da die Sonne nicht ganz so hoch steht mache ich mich relativ direkt auf zum Meer. Angekommen werde ich dann von einem schmalen Sandstreifen zwischen Palmen und Fluten begrüßt. Gemütich mache ich mich nach Links auf, in Richtung der Sonne und dem Fluss der neben dem Dorf in den Ozean fließt.
An ein etwas steileren Stelle lehne ich mich gegen den Sand und genieße den Sonnenuntergang. Dabei denke ich an meinen letzten Strandbesuch, der in Malaysien gewesen sein müsste, davor mehr oder weniger die Philippinen. Viel Strand hatte ich in den letzten Monaten nicht, brauche ich aber auch nicht – dennoch genieße ich es jetzt noch einmal ein wenig „Paradis“ genießen zu können.

Zurück im Hostel erfrischt mich eine kalte Dusche um mich danach endlich mit meinen Fotos aus Kolumbien zu beschäftigen – die sind auch schon online. Zu dem plane ich die nächsten Tage, eine weitere Unterkunft und ein Flug nach Bogota sind schnell gebucht. Warum ein Flug? Zum einen kostet er etwa so viel wie mich der Bus Kosten würde, Transport ist überraschend teuer hier, zu dem brauche ich so nur 90 Minuten anstelle von bestimmt 15+ Stunden.

Kolumbiens schönste Stadt

Erneut ohne Sitznachbar aber im wohl zweitkältesten Bus der letzten Monate, mache ich mich auf den Weg nach Cartagena. Etwa 13 Stunden später, so genau weiß ich es nicht nachdem ich kurz vor Ankunft wieder eingeschlafen bin und nun nur müde aus den Augen schaue. Beim aussteigen erschlägt einen die schwülwarme Luft und auf der kalten Haut sammelt sich die Feuchtigkeit der Umgebung.
Vor dem Busbahnhof, der dieses Mal wirklich weit ausserhalb ist, stehen Busse die einen in die Altstadt bringen. Den Fahrer zu dem einige aus dem Nachtbus steigen braucht aber noch mehr Gäste damit sich seine Fahrt rentiert. So gurken wir langsam die Straße hinunter, selbst Fahrradrickschas sind schneller als wir – jedoch mit jedem neuen Mitfahrer scheint der Bus einen Boost zu bekommen, so sind wir dann doch bald auf normaler Fahrt.

An meiner Haltestelle angekommen entscheide ich mich gegen eine Empfehlung für ein Hostel und schaue mir zunächst die Unterkunft der Österreichers an, die er ansteuert. Hier ist jedoch kein Bett mehr frei – nach kurzer Recherche finde ich aber etwas nettes um die Ecke.
In angenehmer, klimatisierter Luft erhole ich mich kurz bevor es mit der Kamera durch die Straßen geht.
Dort erwarten mich dann wunderschöne alte Gebäude und das ausschließlich, oder neueren Gebäude sind so dezent das Sie mir nicht auffallen. Neben mir laufen auch noch hundert weitere Touristen umher, Cartagena ist nunmal einer der größten Touristenstädte in Kolumbien – zu recht. Ich genieße es sehr durch die Gassen zu laufen, auch wenn Sonnenbrillenverkäufer und Touranbieter etwas nerven.

Für den Sonnenuntergang geht es dann zu einer Befestigungsanlage im Westen der Stadt, bevor ich mich wieder auf den Weg zum Hostel mache. Dort starten die Planungen für den Abend von zwei meiner Zimmernachbarn und zwei Mitarbeiterinen des Hostels. Zunächst halten wir uns am Trinidad Platz auf, essen und trinken ein wenig, darauf folgt dann der Besuch eines kleinen Clubs.
Entsprechend ruhig starte ich in den nächsten Tag, Wäsche abholen, essen und ein ruhigen Tag machen – am Abend geht es dann mit einem Bier und den beiden Zimmergenossen auf die Sadtmauer.

Der nächste Morgen bricht zumindest ein wenig früher an. Zusammen mit einem Portugiesen geht es heute nach Minca, ein kleines Dorf in den Hügeln der Sierra Nevada de Santa Marta. Ein Taxi zum Busanbieter mit Klimaanlage und dann zunächst in Richtung Santa Marta. Zwischendurch erblicken wir zu unserer Linken den Ozean und zu unserer Rechten erstrecken sich mangrovenartige Gebiete.
Am Zwischenziel angekommen geht es erneut mit einem Taxi zur Haltestelle für den Bus nach Minca. Also schnell dort eingestiegen und nach ein paar Minuten eingeschlafen während sich der Wagen langsam hoch und um die Kurven bewegt.

Diesen Abend genießen wir dann einfach auf der Tachterrasse und überlegen was für den nächsten Tag ansteht.

Lange Wege

Ein Uber bringt mich am Morgen zum Busterminal von Cali. Nach kurzer Zeit ist auch ein Anbieter gefunden der heute noch nach Medellin fährt – passt. An dieser Stelle könnte der Kolumbien Kundige sich natürlich wundern warum ich nicht in Salento halte: kommt noch.
Bis der Bus abfährt bleibt noch mehr als genug Zeit sich ein Wasser zu besorgen, dann heißt es ein wenig warten.
Einigermaßen pünktlich geht es dann los, es ist kurz nach 10 Uhr.
Es vergehen ein paar Stunden bis wir anhalten um zwei Polizisten eine Kontrolle durchführen zu lassen, an mir scheinen Sie dabei nicht interessiert zu sein – einer von Ihnen reicht mir die Hand und fragt ob es mir gut geht, ich bejahe, bald darauf geht es auch schon weiter.
Wieder ein paar Stunden später, eine weitere Kontrolle, dann Mittagspause und später eine dritte Kontrolle – bei dieser werde ich dann zumindest nach meinem Pass gefragt.

Nach gut 8 Stunden fahrt scheint es einige Probleme mit der Strasse zu geben, wir werden deutich langsamer. Diese Situtation verändert sich dann bis wir am Terminal in Medellin ankommen nicht mehr wirklich. So dauerte es gut 12 Stunden bis ich ankomme. Mit Hilfe des öfentlichen WLANs besorge ich mir ein Uber zu einer der Unterkünfte die ich mir raus gesucht habe und haue mich nur noch ins Bett.

Ausgeschlafen spaziere ich zum Startpunkt einer Stadttour durch eines der gefährlichsten Nachbarschaften der Welt – nun zumindest vor 15 Jahre wurde hier täglich zwei Menschen umgebracht. Die Toten mussten dann von den Anwohnern in ein benachbartes Gebiet tragen, da die Krankenwagen als auch die Polizei sich nicht hier her gewagt haben.Für gut zwei Stunden erhalten wir ein interessanten Einblick in die Geschichte, ein Mangoeis und in einem Kaffee probiere ich „Limonad de Caffee“ – ein gekühlter Kaffee mit Limonen Saft, überraschend gut.

Auf dem Rückweg entcheide ich mich dafür ein Stück mit der Metro hinter mich zu bringen. Für 70 Cent komme ich meiner Unterkunft deutlich näher, laufe aber noch durch ein Gebiet in dem die Leute schon beginnen zu feiern – es beginnt gerade das Blumenfest in Medellin. Eben aufgrund dessen fahren kurz darauf auch hunderte von Fahrrädern an mir vorbei, mit Musik und teilweise verkleidet.

Für den nächsten Tag habe ich nicht mehr viel geplant. also kümmere ich mich erst einmal um meine Weiterreise. Gut zwei Kilometer bis zur Metro Station und von dort ein paar Stopps bis zum Busterminal im Norden. Ticket besorgt, Rucksack an einem sicheren Ort hinterlegt und zurück in die Stadt. Nach einem Frühstück, eigentlich Mittagessen, wandere ich durch die Straßen, ein paar alte Gebäude, ein wenig Kunst, nicht ausswergewöhnlich viel zu entdecken. Interessant wird dann aber ein Flohmarkt und ein wenig weiter ein Markt für Handwerksarbeiten. Meine Aufmerksamkeit zieht vor allem ein Stand von zwei Venezuelanern an sich. Sie verkaufen Handtaschen, eigentlich nicht so mein Thema, diese Handtaschen, als auch ein paar andere Dinge an ihrem Stand, sind aber aus venezuelanischen Geldscheinen gefaltet. Wohl ein sehr kreativer Weg seine „wertlosen“ Scheine zu recyclen. Auf der anderen Seite aber auch sehr traurig zu sehen das die Berge von Geld nicht mehr zum einkaufen zu gebrauchen sind. An den Taschen bin ich nun nicht interessiert, kaufe aber einen der Scheine – für mich kann es zumindest gerade nicht nach Venezuela gehen.

Für 20 Cent gibt es dann noch ein kleinen, guten Kaffee bevor ich wieder zum Terminal fahre, meinen Rucksack abhole und mir einen „gemütlichen“ Platz zu suchen um ein wenig zu schreiben. Mal schauen wie der Nachtbus wird und welch heißes Wetter mich an der Karibikküste erwarten wird.

Auf in die Wärme

Nach dem mein Reisepass um einen Ausreisestempel reicher geworden ist, spaziere ich mit zwei Engländern, die ich in der Warteschlange kennen gelernt habe, über die Brücke. Die Einreise nach Kolumbien geht dann innerhalb von wenigen Minuten, wie gewohnt. Danach sammeln wir auch noch den Kolumbier ein mit dem ich zur Grenze bin und eine Deutsche die ebenfalls in der Schlange gestanden hat. Mit fünf Leuten plus Taxifahrer geht es nach Ipiales, dort schnappe ich mir ein Bett in der selben Unterkunft wie die Engländer, während die anderen Beiden direkt weiter mit dem Bus fahren.

Am Morgen geht es dann für uns drei noch kurz zur einer Kirche bevor auch wir uns auch weiter mit dem Bus auf den Weg machen. Nach gut sieben Stunden erreichen wir dann Popayán. Vom Busbahnhof ist es nicht weit zu meiner Unterkunft, ein anders Pärchen aus dem Bus macht sich mit mir auf den Weg. Diesen Abend wollen ein Deutscher und eine Japanerin nutzen um den im Hostel befindlichen Grill zu benutzen, also geht es auf zum Supermarkt – Kohle, Baguette, Salat und Grillgut besorgt. Eine Farzösin gesellt sich mit Ihrem Essen auch noch dazu, ein unterhaltsamer Abend.

Der nächste Tag bricht spät für mich an, immer noch bin ich nicht ganz fit. Nachdem ich es dann endlich aus dem Bett schaffe und gefrühstückt habe, wechselt das Wetter und es beginnt zu regnen. Mit der Engländern geht es dann also in ein Café und nachdem es besser wird zu einer Anhöhe mit Blick über die Stadt.

Für den nächsten Tag steht bei mir dann schon wieder Reisen an der Tagesordnung. Den bekannten Spaziergang geht es zurück zum Terminal und in den Bus nach Cali. Die Fahrt dauert knapp drei Stunden und wenn mir die Französin nicht gesagt hätte das ich wenigstens eine Nacht in Cali verbringen muss, dann währe ich wohl auch noch weiter in den Norden gefahren.
So steige ich also aus und laufe zum Hostel welches ich mir raus gesucht habe. Hier kann ich dann auch direkt sehen wofür Cali bekannt ist: Salsa tanzen. Das Hostel bietet sogar kostenlose Gruppenunterrichte an.

Für mich heißt es aber erst einmal an die Wärme zu gewöhnen, es ist lange her das ich in so einem warmen Klima gewesen bin, aber ich freue mich darüber – auch wenn ich weiß das sich in Europa gerade über kühleres Wetter freuen würden.
Ein kleines Mittagessen und eine Begegnung mit Jemanden aus meiner Spanischschule später sitze ich hier und schreibe über die letzten Tage. Gleich werde ich mich wohl noch fünf Minuten hin legen bevor ich, zumindest ein wenig, das Nachtleben erkunden werde.

Auf zum letzten Grenzwechsel über Land

Möglichst früh mache ich mich auf um zum nördlichen Busterminal zu kommen. Nach einer guten Stunde ist dieser auch erreicht und der Bus nach Otavalo ist auch nicht schwer zu finden. Gute zwei Stunden kurven wir Richtung Norden. Dabei kreuze ich dann das vierte mal den Äquator.
In Otavalo geht es dann zum dem bekannten Markt für Handwerksarbeiten. Samstags soll dieser zwar noch größer und interessanter sein, es ist aber Montag. Wie zu erwarten ist auch vieles das ich sehe, mehr oder minder das Gleiches welches ich schon auf anderen Märkten entdekcen konnte. Dennoch finde ich zumindest eine alte Banknote von Ecuador. Währenddessen hat es begonnen zu regnen – es gibt zwar auch in dieser Nähe noch einen See/Krater den man besichtigen kann, aber irgendwie zieht es mich dann doch weiter. Also auf in den nächsten Bus, mit einem Wechsel zwischendurch finde ich mich dann im Grenzort wieder.
Eigentlich plane ich die Nacht hier zu verbringen um dann früh am Morgen zur Grenze zu gehen, ein Kolumbianer will sich aber noch direkt auf den Weg machen, so lasse ich mich mitziehen und finde mich dann in einer Schlange von Leuten wieder.

Generell gibt es zwei Grenzübergänge zwischen Ecuador und Kolumbien, der weiter im Osten wird aber als sehr unsicher eingestuft und die Versicherung der Australier(mit Motorrad) würde einen Grenzwechsel dort z.B. auch nicht absichern. Von diesem, an dem ich nun stehe, habe ich die letzten Wochen schon das ein oder andere Mal gehört. Berühmt ist Er nämlich aufgrund der dutzenden und hunderten von Venezuelanern die hier täglich nach Ecuador wechseln möchten.
Und ja, es ist voll – wahrscheinlich die meisten Menschen die ich bisher an einer Grenze gesehen habe. Generell ist es auch sehr chaotisch, dennoch finde ich meine Warteschlange. Am schlimmsten scheint es gewesen zu sein als es nur zwei Schlangen gab, eine für Ecuadorianer und eine für alle Anderen  – nun scheinen die Venezuelaner ihre eigene zu haben.

Gut zwei Stunden dauert es bis ich endlich zum Schalter gelange … kurz schaut der Mitarbeiter in meinen Pass und fragt mich dann ob ich bei La Balza in das Land gewechselt bin – ich bestätige und dann verschwindet er nach hinten. Ganz verstanden habe ich zwar nicht was daran jetzt besonders ist, aber nach gut fünf Minuten kommt er dann mit Pass und Kopie wieder, schaut kurz noch etwas in seinem Computer und stempelt dann meine Ausreise.

 

Ecuador:

Mir hat es in Ecuador sehr gefallen, es fällt mir nur schwer zu sagen warum genau – wahrscheinlich die Stimmung, es war sehr entspannd und die Leute etwas freundlicher und offener als in Peru. Zu dem war alles ein wenig ordentlicher, bessere Straßen, weniger Müll(immer noch zu viel), nicht so Staubig und die Häuser sahen nicht halb fertig aus. Auf der anderen Seite hat mir aber ein wenig ein Highlight in Ecuador gefehlt, es war alles schön aber nichts hat mich so richtig begeistern können – die Buckelwale vielleicht.

Ausgaben:
Es war einfach immer zu verlockend Abends Essen zu gehen, zu dem waren die Mahlzeiten auch ein wenig teurer als in Peru. Viele Kleinigkeiten haben dann auch schnell einfach 1 Dollar gekostet, während es in Peru dann vielleicht nur 80 Penny gewesen wären.

Essen & Trinken: ~263€ (46%)
Unterkünfte: ~155€ (27%)
Transport: ~81€ (14%)
Unterhaltung: ~56€ (10%)
Sonstiges: ~15€ (2%)

Insgesamt ~571€ was Durchschnittlich 30€ pro Tag sind bei 19 Tagen

Einmal im Kreis und ab nach Quito

Das Abendessen mit den beiden Deutschen hat geklappt. Gemütlich geht es dann am nächsten Tag weiter Richtung Norden. Ein Bus, dann noch ein Bus und eine letzte Verbindung zu meinem Ziel: Quilotoa.
Auf dem Weg nach hier habe ich mir Zeit gelassen, dem entsprechend ist es Dunkel, dennoch bin ich überrascht das es im Hostel noch kälter ist als außerhalb. Also schmeiße ich mich schon bald unter die drei Decken – viel mehr gibt es hier Abends auch nicht zu tun.

Einigermaßen früh geht es aus dem Bett und nach dem Frühstück zu dem größeren Spaziergang: Einmal um den Krater und den sich darin befindlichen See herum. Auf und Ab geht es immer am Rand entlang mit dem Höhepunkt kurz vor Ende auf knapp 4000 Metern. Auch wenn ich mich durch die letzten Wochen sehr gut an die Höhe gewöhnt habe, ist es doch ein wenig anstrengender als auf Meeresspiegel.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle bzw. zur Straße an dem der Bus vorbei fährt, greife ich mir meinen Rucksack, den ich in der Unterkunft zurückgelassen habe. Noch bevor ich die Durchfahrtstraße erreiche fährt ein Bus eben Diese hinab, hält dann aber an der Kreuzung um mich mit zu nehmen.
Einen Umstieg und knapp vier Stunden später finde ich mich dann in Quito wieder, die Hauptstadt von Ecuador, durch deren nördlichen Randgebiete auch der Äquator verläuft.
Mein Hostel liegt am Rand der Altstadt für den nächsten Tag steht aber zunächst ein Gebiet weiter im Norden auf meinem Plan. Abends finde ich ein kleines Café in dem es für mich eine leckere Lasagne gibt und dort entdecke ich auch zwei Gesichter wieder – so recht können wir uns aber alle nicht erinnern wo wir uns getroffen haben.
Der nächste Morgen beginnt dann mit einm nicht unüblichen Marktbesuch, in dem es ein ausgiebiges Frühstück gibt. Von hier laufe ich dann durch zwei Parks um dann festzustellen das dies Gegend hauptsächlich aus Bars und Clubs besteht, welches mich zumindest dazu verleitet in einem „Brauhaus“ ein paar Deutsche Biere zu probieren.

Des Abends treffe ich dann eine Engländerin in ihrem Hostel an, Sie hatte ich in Huaraz kennen gelernt. Nach ein paar Bier mache ich mich bald wieder auf den Weg zu meinem Hostel, während es für Sie weiter nach Kolumbien geht.

In den zwei weiteren Tagen erkunde ich dann noch ein wenig Quito. Eine Kirche ist dabei die man erklimmen kann und eine andere in der ohne Ende Blattgold verarbeitet wurde. Ich schaue auch noch in einem Bankmuseum, inklusive alter Währung vorbei.
Quito insgesamt ganz nett, ein wenig verschlafen kommt es mir zumindest in der Altstadt vor, gegen 20 Uhr wird es deutlich ruhiger und fast alle Geschäfte schließen.
Am letzten Abend entdecke ich dann zwar noch eine Party und Kneipen Straße, fühle mich aber nicht besonders gut, was auch die nächsten Tage noch ein wenig anhalten wird – anscheind habe ich den Wind am Abend doch unterschätzt.

Ein wenig grübel ich noch wie genau mein Plan aussieht für die nächsten Tage. Fest steht aber das Otavalo das erste Ziel am nächsten Tag sein wird.

Baños

Viel weiter bin ich zwar noch nicht was ich in Baños machen soll, es ist aber auf jeden Fall ein gemütlicher kleiner Ort. Es ist auch genau so touristisch wie mir jemand gesagt hat, aber man kann durch die Straßen laufen ohne dauernd angesprochen zu werden – mit Ausnahme einiger Massage Salons, die mich wohl für immer an Südostasien und seine „besonderen“ Massage Angebote erinnern werden.
Für den nächsten Tag stelle ich mir aber ein Wecker, den ich direkt etwas verschlafe um dann fest zu stellen das es in strömen regnet. Nach ein bisschen mehr Zeit im Bett schnappe ich mir mein Laptop und teste ein weiteres Café um meine Bilder der letzten Tage zu bearbeiten. Davor gibt es aber noch ein Frühstück in der Markthalle, genau so habe ich es auch schon Gestern gemacht.
Nachdem es ein wenig aufgehört hat zu regnen laufe ich noch ein wenig durch die Straßen.
Am Abend schnappe ich mir dann meine Badehose und mache mich auf zu einem der Thermal Bäder(Baños). Bevor ich mein Hostel verlasse werde ich aber vom Inhaber aufgehalten, ich brauche eine Badekappe, die er mir so gleich ausleiht. Nebenbei musste ich an diesem Tag festellen das er auch Deutsch spricht, nachdem ich mich mit meinem Spanisch für fast zwei Tage mit Ihm unterhalten habe. Lustig ist dann dabei noch sein schweizer Akzent den er sich in den acht Jahren, die er dort verbracht hat, angeeingnet hat.

Das Bad bietet zwei Becken zum entspannen, ein warmes und ein heißes – danben noch ein paar Kalte zum runterkühlen. Entspannen will sich aber erst gar nicht einstellen, es ist relativ voll und gerade im warmen Becken springen viele Kinder umher – Eine Neunjährige übt dabei Ihr englisch mit mir.
Nach ein paar Minuten wechsel ich in das wirklich heiße Becken – es ist zunächst etwas voll, wird aber mit der Zeit besser. Mehrere Male wechsel ich zwischen heiß und kalt, bis es wieder zurück zum Hostel geht.

Der nächste Tag bricht ohne Regen an, also mache ich dahin auf wohin mich schon der Tag zuvor führen sollte: Casa del Arbol – ein Baumhaus – Warum? Hier ein paar Bilder von dem was ich erwarte.
Mein Weg führt mich, am Markt für das Frühstück vorbei, an ein Ende des Städtchen – von hier geht es dann zunächst steil bergauf. Darauf folgt ein etwas flacheres Stück, auf dem ich dann festellen muss das ich eine Abbiegung verpasst habe, der Spaziergang wird also etwas länger. Ohne umzukehren folge ich dem Weg, biege ab und es geht wieder hinauf, ein kleiner Balkon mit Blick auf Baños – weiter bergauf und angekommen.
Dann folgt die Überraschung, zunächst ein großer Parkplatz, ein Ticketoffice(0,85€) und ein ganzer, wenn auch kleiner, Park der hier mittlerweile angelegt wurde. Das Baumhaus mit seiner Schaukul wurde ebenfalls verändert. Eine zweite Schaukel, Rampen zum leichteren anschubsen(beim Schaukeln) und ein Restaurant zerstören meine Erwartungen – das passiert wohl wenn etwas zu bekannt wird.
Ich verweile ein wenig und mache mich dann langsam auf dem Weg zurück, den kürzeren Weg.

Wohin es weiter geht ist mir zwar klar, aber Baños ist auch einfach ein sehr angenehmer Ort um zu verweilen. So hänge ich noch eine weitere Nacht an, so sollte ich heute Abend auch David und Anni noch einmal treffen. Heute wird dann ein wenig geplant, vor allem wie es eigentlich nach der Reise weiter gehen soll.

Es gibt immer einen Weg

Da sitzen wir also mit unserem Plan aber keine Möglichkeit ein Platz auf einem der Boote. Zur besseren Verständiung holt die Besizterin ihre Schwiegertochter(?) dazu, diese kommt zufälligerweise aus Deutschland. Und dann zumindest eine Hoffnung, vielleicht gibt werden am Freitag ein paar Plätze frei – bei 160 Personen pro Tag auf der Insel, scheinen die 10 Bootsfahrer gut vernetzt zu sein um den ein oder anderen Kunden unter zu bringen.
Entspannt und überzeugt das wir eine Lösung gefunden haben geht es zum Abendessen. Als neben uns die lustige deutsche Touristengruppe platz nimmt und Ihre Touri Unterhaltung genießt machen wir uns schnell zurück zum Hostel und quatschen bei ein paar Gläsern Rum – der nächste Tag dürfte entspannt werden.

Am nächsten Morgen höre ich nur wie den Beiden zwei Plätze angeboten werden, ich drehe mich dabei noch einmal um und genieße den gemütlichen Tag. Erst plane ich zu schreiben, schaue dann aber doch die meiste Zeit Videos und genieße den Blick auf einen Kolibri, der sich nur wenige Meter von mir entfernt, mit einem Strauch und seinen Blüten beschäftigt.
Nach dem wir wieder zu dritt sind gibt es Abendessen an einem der Straßenstände und für den nächsten Tag ist auch mein Platz gesichert.

Gegen 9:00 Uhr werde ich abgeholt, es geht – wenig überraschend – zum Hafen. Auf der Fahrt zur Isla de Plata(Silberinsel – der Name hat etwas mit dem weißen, im Dunkel leicht flureszierenden Farbe des Vogelkots zu tun, der überall auf der Insel ist) kann ich am Horizont auch schon ein n Wahl sehen der mit einer seiner großen Flossen aus dem Wasser ragt – denn zwischen Juni und August befinden sich einige Wahle in diesem Gebiet um sich zu paaren oder/und zu gebähren.
Auf der Insel werden wir von kleinen Krabben begrüßt bevor es los gehen kann die Vögel zu besuchen. Leider müssen wir uns an einer Stelle entscheiden welchen der Wege wir einschlagen wollen, hier trennt sich unsere Gruppe in zwei. Auf meinem Weg befinden sich dann größtenteils Blaufußtölpel. Diese sind gerade entweder damit beschäftigt Ihre kleinen groß zu ziehen wenn die Mänchen nicht noch damit beschäftigt sind für die Weibchen zu tanzen.
An den Klippen finden sich dann auch noch ein paar Tropicbirds(Phaethontidae).

Kurz bevor es wieder zurück geht schwimmen ein paar Schildkröten um unser Boot. Auf dem Rückweg nach Puerto Lopez konzentrieren wir uns dann auf die Whale. Ein weile folgen wir einer Gruppe die sicher immer wieder an der Wasserobefläche zeigt. Springende Whale kann ich leider nur am Horizont erblicken, beeindruckend bleibt es dennoch. Ein wenig später, bei einer anderen Whalgruppe gesellen sich auch noch ein paar Delphine dazu. Eine tolle Fahrt, aber auch wenn diese Insel(wie auch die bei Paracas) „des armen Mannes Galapagos“ genannt wird, ist es wohl kein Ersatz.

Anni und David machen sich am Abend mit dem Nachtbus auf den Weg nach Quito, ich begleite Sie zumindest bis zum Terminal um mein Ticket für den nächsten Tag zu buchen. Spontan entscheide ich mich dabei für die Fahrt am Tag. Diese Startet gegen 8:00 Uhr und endet zwei Stunden als geplant gegen 20:00 Uhr ebenfalls in Quito, von dort mache ich mich dann aber direkt auf nach Banos, etwas südlicher.
Diese Fahrt bleibt in Ihrem Zeitplan, so bin ich gegen 11:00 Uhr dort nach einem langen Tag brauche ich dann nur noch ein Bett um am nächsten Tag aus zuschalfen, ein wenig über die letzten Tage zu schreiben und heraus zu finden was ich hier eigentlich machen möchte.

Auf dem Weg zum Meer

Ohne Probleme erreiche ich Guyaqil, was irgendwie der Stopp auf dem Weg nach Puerto Lopez geworden ist. Ein paar Blocks muss ich zu meinem Hostel laufen und kann dabei schon erkennen das es auch wenig gründe gibt hier einen regulären Stopp ein zu legen.
Die kurzen Höhepunkte sind eine Uferpromenade, ein bunter Stadteil mit Leuchturm auf einem Hügel und man kann gut shoppen. Ich brauche zwar neue Schuhe, habe aber auch einfach keine Lust mich zum Einkaufszentrum auf zu machen.
Im Hostel treffe ich noch zwei deutsche Mädchen die ich mit einem Graubrot entdecke – man schmeckt das mal wieder gut.
Ebenfalls gut schmeckt das Abendessen welches ich mit David und Anni genieße, hierbei sprechen wir uns zwar auch für den nächsten Tag ab, sind uns aber nicht ganz sicher über Zeitpläne – im Zweifel werden wir uns in Puerto Lopez wieder sehen.

Am Morgen gehe ich noch kurz bei der Bäckerei vorbei, von der die Mädchen das Brot hatten, Brot gibt es aber erst später – komischer Bäcker. Zumindest schneppe ich mir noch ein leckeres Brötchen für den Weg zum Busbahnhof.
Ein wenig bin ich verwirrt, finde dann aber doch den richtigen Anbieter für meine Route, von hier werde ich auch direkt zum Bus geführt, dieser möchte nämlich bald los fahren. Und im Moment als ich als ich in den Bus steige blicke ich in zwei bekannte Gesicherter – manchmal passt es einfach.
Gemeinsam steigen wir nach knapp anderthalb Stunden, mitten im Nirgendwo, aus den Bus. Auf der anderen Straßenseite geht es dann durch ein Tor und eine lange Einfahrt hinauf. Dort stehen wir dann, in einer Kakaoplantage, relativ verlassen. Nach einer weile teilt uns jemand aus der Küche mit das eine Tour mit Reservierung durchgeführt wird. Aber es gibt natürlich für alles eine Lösung, so findet sich doch jemand der uns ein wenig herum führen kann.

Zunächst gibt es aber noch ein paar Snacks und einen Cacaosaft aus der Frucht nicht den „Bohnen“, dieser ist überraschend erfrischend. Unser Führer danach ist zwar nicht sonderlich motiviert, dennoch ist es ganz interessant ein wenig Einblick in die Prozesse zu bekommen. Nach einer guten Stunde stehen wir dann mit unseren Rucksäcken wieder an der Straße und versuchen einen der vorbeifahrenden Busse an zu halten – ohne Erfolg. Dann nimmt uns aber Fausto aus Cuenca ein Stück mit, ein ganzes Stück. In Santa Elena angekommen suchen wir sogar noch den Busbahnhof mit Ihm – glücklich bedanken wir uns und suchen einen Anbieter für unsere letzte Etappe des Tages.

Zwei Stunden später werden wir dann am Hauptplatz in Puerto Lopez ausgeworfen, von dem sind es nur ein paar Meter zur Villa Columbia, unserer gewählten Unterkunft. Die Dame empfängt uns freundlich, die Zimmer sind nett sauber, somit bleiben wir hier.
Dann müssen wir aber feststellen das unser Plan mit der Isla de Plata etwas schwieriger werden könnte als geplant. Diese Woche scheint ausgebucht zu sein, es gibt einige Studentenausflüge die alle Plätze blockieren – pro Tag werden maximal 160 Personen auf die Insel gelassen.

Schöne Stadt aber was dann?

An diesem Tag soll es nach Cuenca gehen und da der Shuttle Service des Hotels/Hostels nur geringfügig mehr kostet, schneller ist und ich nicht umsteigen muss, entscheide ich mich für diesen. Zwei Mädchen aus meinem Zimmer und drei ältere Damen aus den USA sind ebenfalls in dem 15-Sitzer. Ich unterhalte mich eine Weile mit dem deutschen Mädchen, die zunächst ein Monat auf einer Farm gearbeitet hat und jetzt Ecuador erkundet. Währenddessen genieße ich die Aussicht durchs Fenster. Als wir in den Serpentinen und Kurven hin und her geworfen werden, wird schnell klar warum diese Fahrt deutlich schneller ist.
An einem kuren Stopp decken die Damen sich mit lokalem Tequila ein, dann kann es weiter gehen.

Interessant wird es dann die letzten Kilometer vor der Stadt. Wenn man nicht genau hinschaut oder ein paar kleine Änderungen vornehmen würde, könnte man glauben man fährt gerade durchs Allgäu oder Ähnliches. Grüne Wiesen, Kühe, Schafe, Wälder und kleine Flüße machen die Illusion fast komplet – selbst ein paar der Häuser sehen nicht komplett anders aus. Generell stellt sich jetzt schon raus das in Ecuador deutlich ordentlicher gebaut wird als in Peru, es liegt auch weit weniger Müll in der Gegend herum, das gefällt mir so weit schon einmal sehr gut.
Dann erreichen wir Cuenca, eine Stadt etwa in der größe von Münster und es ist auch ähnlich gemütlich. Mein Hostel ist nur ein paar Blocks entfernt. Angekommen suche mir eines der drei Betten in meinem Zimmer aus.
Kurz organisiert und geschaut was man in dieser Stadt so machen kann… nicht viel. Also gehe ich einfach raus auf die Straße und schaue mich um. Es ist eine schöne Stadt, doch ich weiß nicht so recht etwas mit mir an zu fangen.

Nach einer Weile laufe ich dem deutschen Mädchen wieder über den Weg, Sie hat eine nette Bäckerrei gefunden die gerade dabei war frische Waren zu backen. Gemeisam kehren wir dahin zurück. Alles was ich dort probiert habe ist wirklich gut, doch alles süße Backwaren. Der Tag vergeht und am nächsten Morgen treffe ich das Motorradpaar aus Australien wieder – gemeinsam schauen wir das Finale und machen uns danach auf einen der Märkte zu erkunden. Hier gibt es dann ein zweites Frühstück – gegrilltes Schwein, also das ganze, mit ein par Beilagen – schon am Vortag habe ich manchmal ganze Schweine auf dem Grill, am Straßenrand gesehen – angeblich gibt es dies überall in Ecador, ich sollte die Augen offen halten.

Am Nachmittag schlendern wir gemeinsam durch die Straßen, genießen ein Bier am Fluss und treffen dann auf die älteren Damen aus meinem Transport am Vortag. Sie erzählen mir davon wie betrunken Sie von dem Tequila waren. Der Tag vergeht weiter, weiteres Bier im Hostel und Abendessen, zwischendurch laufen uns auch noch Anni und David(das deutsche Paar welches ich in Trujillo und Chachapoyas getroffen habe) über den Weg. Den beiden fahre ich dann am nächsten Tag, mehr oder weniger, hinterher nach Guyaquil.