Ica und die Oase Huacachina

Flott und bequem bringt mich der Bus nach Ica, von der Bushaltestelle geht es dann zu Fuß zu meinem Hostel. Auf dem Weg dorthin begegne ich einigen Laufgruppen einer Parade, in der ganzen Altstadt sind viele Menschen auf der Straße um diesem Ereignis bei zu wohnen. „Hola Gringo“ rufen mir noch ein paar Mädchen zu während ich mich weiter meiner Unterkunft näher.

Dieses Hostel war die Empfehlung von Jemanden den ich in Paracas begegnet bin, ebenso hat er die Tour in die Wüste Huacachina empfohlen. Also habe ich mich noch für den gleichen Tag für Diese eingetragen. Schnell eingerichtet und dann geht es auch schon los.
Ein Auto bringt zwei Holländer, eine Engländerin und mich in die Oase, in der wir dann eine knappe Stunde zur freien Verfügung haben, bevor es in ein Sandbuggy geht. Die Zeit nutze ich um eine der umliegenden Dünen zu erklimmen – der Sand ist sehr weich, somit ist der Aufstieg deutlich anstrengender als erwartet.
Von „Oben“ zeigt sich dann wie Palmen so wie andere Pflanzen sich um den kleinen See herum gesammelt haben, dazu kommen dann noch einige Häuser. Diese bestehen dann aber größtenteils einfach nur aus Hostels, Hotels, Restaurants, Cafés und Souveniershops.
In der Oase zu übernachten währe zwar auch eine Option gewesen, jedoch deutlich teurer.

Zurück am Ausgangspunkt geht es in den Buggy. Insgesamt sitzen acht Leute plus Fahrer im Buggy der sich mit kräftigem Motorgeräusch in Richtung Wüste auf den Weg macht. Teils ruhig aber meistens in hohem Tempo düsen wir über den Sand, die Dünen hinauf und hinunter, oftmals direkt mit einer Achterbahnfahrt zu vergleichen. Dies geht einige Minuten und ich bin froh ganz vorne zu sitzen, einige der Damen weiter hinten müssen Lautstarkt Ihre Aufregung zeigen.
Am Rand einer Düne kommen wir dann zum halt, ein paar Fotos später zieht der Fahrer das erste mal die Sandboards aus dem „Kofferraum“. Schnell eingewachst, hingelegt, Kopf nach vorne/unten und in wenigen Sekunden hat man das Tal vor einem erreicht.
Fahren und Boarden wechselt sich dann noch ein wenig ab bis es Zeit ist den Sonnenuntergang zu genießen. Darauf folgt noch eine sehr hohe Abfahrt – zwei der Gäste verzichten – und die Fahrt zurück zur Oase. Besonders die Buggyfahrt hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Im Hostel angekommen versuche ich den Sand los zu werden, der sich natürlich überall angesammelt hat.

Der nächste Tag bricht an und gegen 11:30 Uhr geht es auf zu einem Wein und Pisco Tasting – ich hätte dies gerne später gestartet, aber das war die späteste Zeit die mir das Hostel angeboten hat. Insgeammt an drei Orten halten wir um eine kleine Führung und ein paar Getränke zu erhalten.
Zurück in der Unterkunft mache ich mir noch etwas zu Essen bevor ich mich dann doch ein wenig müde werde und mich hinlege.
Am Abend steht dann auch nicht mehr viel an. Während ich Bilder bearbeite genieße ich noch eine Falsche Wein die ich am letzten Stopp gekauft habe.
Für den nächsten Tag steht dann auch schon die Weiterreise an, es geht nach Nazca und seinen berühmten Linien in der Wüste.

Paracas

Ausgesprochen gemütlich verbringe ich die gut drei Stunden Busfahrt mit „Cruz del Sur“ – genügend Beinfreiheit, mein Rucksack bei mir, Entertaiment System, kleine Mahlzeit mit Getränk und das ganze für weniger als 5€(letzter Platz für diesen Preis).
In Paracas angekommen sind es nur knapp 200 Meter zu meiner Unterkunft. Eingechecked und einen kleinen Spaziergang später habe ich auch schon mein Abendessen besorgt – Nudeln mit Tomatensoße und Thunfisch, nicht das erste Mal in den letzten Wochen. Ich muss mich immer noch ein wenig umgewöhnen, während man in Asien zu jeder Tageszeit irgendwo eine grünstige Mahlzeit bekommen konnte, sind es in Peru so weit vor allem Mittagsessen die sehr günstig mit zwei Gängen daher kommen – Aber ich freue mich auch darüber ein wenig mehr zu „kochen“, auch wenn es sich auf sehr einfache Dinge beschränkt.

Nach Rücksprache mit zwei Anderen im Hostel, buche ich in eben Diesem die Tour für den National Park von Paracas und zu den Ballestas Inseln. Für den nächsten Tag steht zunächst der Park an, am Tag darauf die Inseln – in der nach „Schönheit“ sortierten Empfehlung.
Der Bus holt mich gegen 11:00 Uhr einigermaßen Pünktlich ab, das Wetter dieser Tage enttäuscht aber leider. Vorbei an einem Museum mit Blick auf Flamingos, einer Steinformation die nach einer Kathedrale aussehen soll(oder bis zum letzten Erdbeben ausgesehen haben soll), einem tödlichen und einem roten Strand(ein von wenigen auf der Welt) machen wir noch eine Mittagspause bevor es wieder zurück nach Paracas geht. Das angesprochene Wetter minderte zwar das Erlebnis, man kann sich aber zumindest vorstellen wie schön es mit Sonnenlicht gewesen wäre.

Dafür das wir an die Atacama Wüste angrenzen und es hier nie regnet, ist Luft am nächsten Tag doch sehr feucht. Das läßt sich wohl aber auch nicht ändern, also geht es früh am Morgen zum Hafen um dann mit einem Schnellboot zu den Balestas Inseln rüber. Schon auf dem Weg begrüßen uns Seelöwen, Pelikane und viele andere Vögel. Kurz halten wir an einem Muster auf einem Hügel welches zum einen an ein Kaktus erinnert und den Nazca Linien nicht ganz unähnlich ist.
Insgesamt sind wir gut 20 Minuten unterwegs bis es langsam zwischen den Inseln umherfahren. Wir sehen Pinguine, Kraben, weitere Seelöwen und tausende Vögel welche diese Inseln bewohnen.

Morgen geht es dann weiter, der Bus und die Unterkunft sind schon gebucht. Für heute steht hauptsächlich nur noch Abendessen an, wahrscheinlich sollte ich mir noch einmal eine Ceviche bestellen: Ein typisches Gericht an der Küste bei dem roher Fisch in einer Limettensoße mit Zwiebeln und Kartoffeln serviert wird. Von hier an geht es bis auf weiteres nur noch Landeinwärts und Bergauf.

Liebliche Gewohnheit

Der Sonntag steht an und ich schaffe es wirklich ein wenig Lima zu erkunden. Erster Wegpunkt für den Tag ist Callao, welches an sich gar nicht mehr zu Lima gehört, aber Beide grenzen direkt an einander. Beim Aussteigen im Gebiet um das Monumental Callao(Kunstmuseum) rät der Taxi/Uberfahrer mir, nicht aus diesem Gebiet heraus zu laufen, es ist zu gefährlich – ok, alles klar. Da fährt er dann auch schon davon.
Ein paar Minuten erkunde ich die Strassen, eine kleine Kirche und genieße eine Art Nachspeise, glaub ich. Viele alte und sehr alte Gebäude reihen sich hier aneinander, welches aber wohl für viele Orte in Lima stimmt. Im Kunstmuseum, welches mehr einige Ateliers in einem großen Gebäude ist, schlendere ich noch ein wenig herum bevor es dann bald weiter ins Zentrum von Lima geht.

Im Zentrum angekommen gibt es neben einem typisch gebratenen Hühnchen mit Pommes weitere alte Häuser und Kirchen. Ein kurzer Besuch in einem Schokoladenmuseum – welches wiederrum mehr ein Shop ist, genau so wie das Pisco Museum nebenan – und einige Meter durch die Strassen später mache ich mich wieder auf zu meiner Unterkunft, am nächsten Tag ruft mein Spanisch Unterricht wieder.

An den Nachmittagen geht es ab und zu mit anderen Schülern in ein Museum, Café oder Abends auf ein Bier raus. Auch die Schule selbst bietet jede Woche neue Aktivitäten an denen man teilnehmen kann. Eine davon ist ein Ausflug an den Samstagen – für den Nächsten ist eine Reise nach Cerro Azul und Lunahuaná geplant, hier schreibe ich mich „auf drängen“ meiner Lehrerin ein.
Wärend Cerro Azul, vor allem aufgrund des Wetters nicht besonders viel zu bieten hat, ist Lunahuaná aber ganz niedlich. Zunächst werden ein paar Aktivitäten abgeklappert: Quad, Zipline, Wildwasserrafting  – beim letzten bin ich für die 7,50€ auch dabei, wenngleich etwas unvorbereitet und nass ohne Klamotten zum Wechseln hinterher. Nicht ganz durchdacht, aber zum glück trocknen die meisten Sachen die ich habe relativ flott.
Eine Mittagessen und Piscotasting später geht es dann wieder zurück nach Lima.

Dann ist es auch schon die letzte Woche Spanisch. Es ist generell viel Grammatik, genau das was man sich halt schlechter selber beibringen kann – mehr Vokabeln zu lernen ist dann wohl meine eigene Aufgabe. In der zweiten als auch der dritten Woche sind wir lediglich zu Zweit und alle drei Wochen begleitet mich die gleiche Lehrerin. Am Ende komme ich etwa da an wo ich sein wollte, ich komme von A nach B, kann ein wenig über mich reden, Fragen stellen und kenne auch die Grundlagen der einfachen Vergangenheit. Also wer in Lima Spanisch lernen, auffrischen oder verbessern möchte kann sich gern die Peruwayna Schule anschauen.

Am Freitag der letzten Woche steht ein kleiner Cocktail Kurs für die Schüler an, der natürlich in der ein oder anderen Bar fortgesetzt wird.
Für das Wochenende steht dann noch einmal etwas von Lima an, Baranco, ein Stadteil südlich von Miraflores(wo ich untergekommen bin), wird erkundet und endlich kann ich eine Restaurant Empfehlung aus der ersten Woche überprüfen – zum Glück mit positivem Ergebnis(Isolina Taberna Peruana).

Nun ist es Montag, auch die letzten drei Wochen sind wieder einmal nur so dahin geflogen und nun geht es wieder los. Der Bus für den Tag bringt mich nach Paracas.

Wenig Veränderung und erste Schultage

Im letzten Beitrag habe ich noch davon gesprochen wie gut ich das Hostel finde und dennoch entscheide ich mich am Tag darauf in ein anderes zu wechseln. Zum einen bin ich dann ein wenig näher an meiner spanisch Schule, die am Folgetag beginnen wird, zum Anderen brauche ich ein wenig Abwechslung.
Das neue Hostel wirkt auf den ersten Blick recht gut, aber an vielen Ecken hätte ich gerne Dinge anders gesehen, für die nächsten Tage wird es aber wohl in Ordnung sein. Schnell ich auch schon jemand anderes, aus Deutschland, gefunden der in der gleichen Schule Unterricht nimmt. So mit brauche ich dann Morgens schon mal nicht alleine laufen.

Eine Nacht und schon ist Montag, mein erster Schultag – mehr oder weniger. Früh aufstehen kam durchaus vor in den letzten Monaten, doch eher selten fünf Tage in folge, eigentlich nie. Die Routine der folgenden Tage ist aber eigentlich ganz angenehm und die Schule, auch wenn mir der Kopf nach den paar Stunden brummt, macht Spaß. Die Gruppe besteht lediglich aus drei Mitgliedern, die anderen beiden kommen aus den USA. Selber müssen Sie mein Gefühl aber bestätigen, es gibt relativ wenige englisch Muttersprachler die eine zweite Sprache lernen.

Jeden Tag gegen 13:00 Uhr beginnt dann Freizeit. Diese muss dann zwar noch mit ein wenig Hausaufgaben gefüllt werden, gibt einem dann aber dennoch genug Zeit für anderes. Wobei ich die ersten Tage auch weiterhin ehr ruhig unterwegs bin, der Erkundungsdrang ist gering. Die Pause an einem Ort zu sein hätte ich wohl schon früher einplanen sollen, hier kann ich es aber wenigstens mit etwas Sinnvollen verbringen.

Nach einer Woche mit viel Grammatik fühle ich mich zwar ein wenig erschlagen, jedoch hilft dies schon sehr andere zu verstehen wenn Sie Spanisch sprechen. Und dann kann ich am Samstag endlich wieder ausschlafen.
Es dauert ein paar Stunden bis ich mich aus dem Bett schiebe, meinen Wäschebeutel fülle und auf dem Weg zu einem Café diesen abgebe. Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon in ein privates Zimmer gewechselt welches ich bei Airbnb gefunden habe. Diese Privatsphäre, auch mal für ein paar Tage länger, ist ebenfalls etwas was ich gebraucht habe.
Im Café angekommen schreibe ich den letzten und diesen Beitrag bevor ich mich jetzt noch ein wenig mit anderen Dingen beschäftigen muss und möchte.
Morgen schaffe ich es dann hoffentlich etwas früher aus den Federn und erkunde endlich ein wenig mehr von Lima, vor allem andere Gebiete als Miraflores – welches ich täglich „Erkunde“.

In so fern etwas passiert oder es etwas zu erzählen gibt, werde ich mich natürlich melden, dennoch werden auch die nächsten Tage sich hauptsächlich um meinen Spanisch Kurs drehen, welcher am Montag weiter gehen wird. Daher also nicht besonders viel Material für Beiträge.

Lima

Samstagmorgen beim Frühstück werde ich gefragt ob ich beim Kochen helfen möchte. Kurz muss ich mich erinnern das ich schon vor ein paar Tagen gefragt wurde – dieses Hostel bereitet jeden Samstag Speisen zu um Sie in einem Armenviertel zu verteilen. Da ich dies für eine gute so wie interessante Idee finde und ich auch nicht viel Anderes vor habe, entscheide ich mich dabei zu sein.
Dieses Mal gibt es Hamburger, dafür fehlen aber noch ein paar Zutaten. Also mache ich mich, mit einem anderen Gast, auf in den nächsten Supermarkt. Insgesamt sollen es 70 Burger werden, dementsprechend Brötchen brauchen wir auch – das erste mal das ich Brötchen per Kilo bezahle. Dann brauchen wir noch ein paar Tomaten, Salat, Ketchup und Mayonnaise – die Pattys sind schon im Hostel, wo wir uns dann mit vollen Händen auch wieder hin auf den Weg machen.

In unserer Abwesenheit wurde schon begonnen die Pattys zu braten, so dass alle anderen Hände nicht warten können, Tomaten, Brötchen und Salat vorzubereiten. Dann alles bereit legen, zusammenbauen und in die Transportboxen. Ein Anruf und kurz darauf ist der Fahrer auch schon eingetroffen. Insgesamt fahren sechs Gäste und die Inahaberin des Hostels mit. Es dauert eine knappe halbe Stunde bis wir langsam an unserem Ziel ankommen. Die Häuser werden einfacher, viele der quadratischen Steinhäuser haben keine Fenster und alles ist braun in braun, eine sehr trostlose Gegend.

Wenige Minuten später verlassen wir den Kleinbus und wechseln in einer Art Trycicle, drei um genau zu sein, diese bringen uns dann den Hügel hinauf. Durch kleine, steile Gassen, um enge Kurven und an anderen Fahrzeugen vorbei erreichen wir eine einfache „Halle“ inmitten der Siedlung – wenigstens der Ausblick von hier oben ist sehenswert.

Bei den ersten Kindern hat sich unsere Ankunft schon herum gesprochen, während wir in der „Halle“ Tische so wie Bänke bereit stellen und diese notdürftig reinigen. In dieser Zeit hat sich die Gruppe der Kindern weiter vergrößert. Endlich dürfen Sie hinein, doch vor der Mahlzeit gibt es noch einen kleinen Wettbewerb. Hierbei stellen sich die Kinder in zwei Reihen auf und welche Gruppe als schnellstes, nacheinander durch ein Gummiband gestiegen ist, erhält ein paar Süßigkeiten als Belohnung. In der zweiten Runde wird die Verlierermanschaft in zwei aufgeteilt und das Spiel beginnt von vorn – dieses Mal bin ich Leiter einer der Gruppen und vielleicht habe ich ein wenig geholfen Sie bei diesem Durchgang gewinnen zu lassen. Dann wird aber endlich gegessen, zum Burger gibt es dann noch ein Becher Cola.
Auch wenn viele der Kleinen nicht wirklich auf Tomaten stehen, scheinen Sie doch seh glücklich mit der Essensauswahl für diese Woche zu sein. Ein paar von Ihnen holen sich noch einen zweiten Burger bevor sich das Geschehen langsam wieder auflöst. Alle restlichen Hamburger verteilen wir auf unserem Weg, zu Fuß den Hügel hinab, an weitere Kinder und ältere Menschen, bevor uns der Minibus wieder einsammelt.
Eine große Veränderung mag diese wöchentlich Aktion nicht haben, doch den Kleinen macht es eine Freude(auch Ausländer/Fremde zu sehen) und alle Gäste bringt es sichtlich zum Nachdenken.

An dieser Stelle sei noch das Hostel „ZigZag“ in Lima genannt bei dem ich an dieser Aktion teilhaben konnte – also solltet Ihr mal in Lima eine Unterkunft braucht, sei dieses wärmstens empfohlen.

¿Hablas español?

Auf geht es nach Mexiko! Mexiko? Ok, Mexiko ist nur ein Zwischenstopp, fürs erste. Dennoch muss ich erst einmal einreisen um zum nächsten Gate zu kommen. Das ist auch schnell abgeschlossen, nun heißt es warten. Circa fünf Stunden warten um 6 Uhr Morgens(Ortszeit, in LA ist es mitten in der Nacht). Das ein oder andere Döse ich kurz bis das Boarding beginnen kann. Anscheinend bin ich auch nicht der einzige der diese Flugverbindung gebucht hat, einige Gesichter aus meinem vorherigen Flug, kann ich auch hier entdecken.

Auf geht es nach Peru! Peru? Ja!
Am Nachmittag(Ortszeit, keine Ahnung mehr wie spät es wo ist) lande ich in Lima, die Einreise ist hier dann wunderbar einfach – so wie ich es in den meisten Ländern südlich von den USA erwarte. Vorbereitet geht es dann direkt zum Schalter für die Busverbindung ins Zentrum, bzw. nach Miraflores – dem Stadtteil in dem ich unterkomme.
Nach gut 40 Minute kann ich wieder aussteigen und habe dann noch knapp zwei Kilometer bis zur Unterkunft. Ein wenig sortieren, Duschen und dann dauert es auch nicht zu lange bis ich Müde ins Bett falle. Der nächste Tag beginnt spät Was aber völlig in Ordnung ist, für Lima habe ich eine Menge Zeit. Am folgenden Montag beginnt mein Spanisch Kurs, von dem ich mir erhoffe um einiges leichter in diesem Teil der Welt reisen zu können.
Zunächst steht aber ein etwas anderes Wiedersehen auf dem Plan -auf einem Treffen von Anja & Daniel habe ich eine Hälfte Travelmedics getroffen und damals dachten wir noch es könnte etwas mit einem Kaffee in Vietnam werden. Hat nicht so ganz geklappt – als ich dann vor ein paar Tagen auf Instagram dann aber sah das Sie nach Peru fliegen, musste natürlich gleich geklärt werden „Landet Ihr in Lima, wie lange bleibt Ihr dort?“.

Wie sich offensichtlich heraus gestellt hat – sonst würde ich es hier wohl nicht erwähnen – ist Ihr Ziel zunächst auch Lima, der Flug weiter dann aber schon zwei Tage nach meiner Ankunft.
Nachdem ich dann also ein wenig verkatert aufwache kontaktiere ich die Beiden. Sie antworten ein wenig später von Ihrem Mittagessen – danach soll es zur Huaca Pucllana gehen. „Das ist direkt neben meinem Hostel“ – und schon treffen wir uns bald darauf am Eingang zu dieser „Pyramide“.
Es ist wirklich interessant über die letzten Monaten mit den Beiden zu sprechen, da wir Beide ein wenig verfolgt haben was der Andere macht. So verfliegt wieder einmal die Zeit, beim Besuch, Kaffee & Kuchen und dem Weg zur Bushaltestelle.
Am Abend treffe ich dann einen Peruaner mit dem ich über Couchsurfing kontakt aufgebaut hatte. Er bringt auch noch ein paar Freunde mit bevor es dann ein wenig ins Nachtleben von Lima geht.

Und schon beginnt der nächste Tag auch schon wieder spät. Dieser beeinhaltet dann auch nicht viel bis auf die Erkundung der Umgebung. Erster Halt ist ein riesiger Supermarkt in dem ich glücklich darüber bin wieder normale/günstige Preise zu sehen – Avocado pro Kilo 2€ … Geld abheben, SIM Karte besorgen und viel Produktiver wird es auch erst einmal nicht. Bis zum Samstag…

 

Los Angeles

Bequem steige ich in die Linie vor meiner Tür, die mich bis nach Hollywood bzw. direkt an den Walk of Fame bringen wird. Es dauert etwa 20 Minuten bis ich den Hollywood Boulevard betreten kann – dann komme ich aber dazu, eines der touristischen Dinge zu tun, die ich bisher gemacht habe: Nach und nach nehme ich Fotos mancher „Sterne“. Eigentlich mag ich sowas nicht, fühle mich wie einer der Leute die „lustige“ Bilder mit dem schiefen Turm von Pisa machen(falls jemand weiß was ich meine). Besonders auffallen kann man hier aber auch nicht, mit dieser Art von Fotos.

Eine ganze Weile spaziere ich die Straße hinunter, bis dann die Sterne ausgehen. Dort kann ich dann aber zu meiner linken das Hollywood Zeichen sehen welches dann natürlich auch eingefangen werden muss. Zurück geht es dann auf der anderen Seite des Hollywood Blvd. Vor dem Chinese Theater erwarten einen dann die üblich verkleideten Verdächtigen – Spiderman, Batman,….
Auf dem Weg zurück zum Hostel, springe ich mittendrin aus dem Bus um mir einen Hot Dog im Pinks zu besorgen – der wohl berühmteste Hot Dog „Stand“ in LA und ja sowohl der Hot Dog als auch die Cili Cheese Fries schmecken sehr gut. Zum Glück musste ich auch nicht besonders lange warten, nach ca. 10 Minuten in der Schlange konnte ich meine Bestellung aufgeben.

An einem der folgenden Tage werde ich dann von einer Freundin abgeholt: Jenna, mit der ich in Peking, Xi An und Siam Reap unterwegs wahr. Da Sie sich gerade schwer damit eschäftigt einen neuen Job zu finden, blieb Ihr nur der eine Tag um mir etwas von der Stadt zu zeigen in der Sie aufgewachsen ist. Da die Sonne strahlt und es mit dem Auto einfacher zu erreichen ist – wie scheinbar alles in LA – geht es für uns nach einem kurzen Burger Stopp zum Venice Beach, inklusive Mariuhana Geruch, Skatebords, Muscle Beach, Baywatch Watchtower und „Strassenkünstlern“. Nach einer Weile geht es zurück zum Wagen und ein paar Kilometer nördlich genießen wir Bier und Sonnenuntergang am Santa Monica Pier.
So schnell sind dann auch einige Stunden um und heißt wieder einmal auf wiedersehen.

Bevor ich LA verlassen werde, steht dann noch ein Sache definitv auf der Liste. Das Griffith Observatory im Norden, mit dem Blick über die Stadt. Mit ein wenig Umweg am LACMA und durch Koreatown erreiche ich die U-Bahn Station zu Füssen des Obervatorium, von hier bringen mich meine Füße passend zum Sonnentunergang hinauf. Wenig überraschend voller Menschen erreiche ich mein Ziel nach einem angehemen Spaziergang.
Nach einsetzten der Dunkelheit und ausgiebigen genießen der Aussicht folgt der Heimweg.

Dann sind auch zwei Wochen schon wieder herum und Home Land Security kann glücklich sein das ich Ausreise und nicht illegal arbeiten gehen – oder was immer man mir unterstellen wollte.
Mein Flug geht erst gegen 23:00 Uhr, auf den Weg geht es aber einiges früher jedoch einfach mit den öffentlichen Bussen.
Der Check-In bringt mich für diesen und den folgenden Flug wieder einmal in die Notausgangsreihe und auch mein Handgepäck wird so akzeptiert.

 

Die USA sind gut doppelt so teuer oder mehr als die meisten Länder die ich in Asien besucht habe – besonders die Unterkünfte haben dazu starkt beigetragen.
Abgesehen von Einreise waren es zwei tolle Wochen, wenn gleich doch sehr anders im Vergleich zu den vorherigen Monaten. Alles kam einem sehr bekannt vor, alles hat man schon dutzende Male in Filmen und Serien gesehen. Zu dem ist es einfach ein westliches Land und daher gar nicht so unterschiedlich zu Europa. Das nächste Mal steht dann New York, Bosten und Michigan auf dem Roadtrip – wer ist dabei?

Leaving Las Vegas

Der Antelope Canyon ist an mehreren Stellen besuchbar, heute geht es in den Lower Antelope Canyon. Wenn es stark regnet, kann es passieren das der gesamte Canyon unter Wasser steht. Genau diese Wassermassen haben auch dazu geführt, das sich die Wände im Inneren so geformt sind, wie man Sie heute entdecken kann.
Langsam geht es in Gruppen von 15 Personen eine steile Treppe hinunter – so lange wir uns auf Metal befinden, ist das fotografieren verboten. Dies ist bei den Mengen an Touristen wahrscheinlich sinnvol.
Nach einigen Stufen sind wir am tiefsten Punkt dieser Passage angekommen.  Beeindruckend zeigt sich dann der Canyon auf jedem Meter und hinter jeden Ecke. Immer wieder wird angehalten und man sieht dutzende Kameras um einen herum – dennoch ist es schwer das gesehene einzufangen.
Insgesamt brauchen wir eine Stunde um am anderen Ende an zu kommen. Damit ist der Ausflug für den Tag auch schon fast wieder vorbei. Gut, wir halten noch kurz an einem Staudamm und dann stehen natürlich auch wieder 5 Stünden Rückfahrt an.

Auf dem Rückweg entscheiden zwei Mädchen aus Malaysia und ich uns noch auf dem Weg zum Welcome to Las Vegas Schild auf zu machen. Vom letzten Stopp des Tourbusses ist es nicht mehr weit. Von dort aus ist für mich nicht mehr weit bis zu meinem Hotel und die Mädchen schnappen sich ein Uber.
Das war es dann auch schon fast von Vegas – diese Stadt ist schon sehr anders und der Einblick den ich bakam, hat mir auch gereicht. Der Horseshoebend und Antelope Canyon waren mir deutlich wichtiger.
Am nächsten morgen bringt mich dann ein weiterer Greyhound Bus nach Los Angeles.

Der Busstopp in LA ist nur ein paar Kilometer von Downtown entfernt, von wo aus ich mich mit der U-Bahn weiter auf den Weg machen. Insgesamt zeigt sich aber der öffentliche Verkehr in dieser Stadt ehr lächerlich. Nur wenige Linien die große Bereiche dieser riesigen Stadt nicht abdecken. Mit meinem 7-Tages Ticket welches ich mir am Automaten besorge, kann ich aber zumindest auch Bus fahren. Was hier, wenn man die Sprache versteht, auch deutlich einfacher ist als in Südostasien. Abgesehen davon fahren die meisten Busse auch einfach eine Straße in Nord-Süd Richtung oder in Ost-West Richtung ab.
Im Hostel zieht es mich relativ früh ins Bett, sodass ich gut ausgeschlafen am nächsten Tag die restliche Zeit planen kann.

Für den Nachmittag steht noch ein kleiner Besuch auf dem Farmers Market an und ein Blick in ein großen amerikanischen Supermarkt. In Diesem besorge ich mir dann auch Mac’n’Cheese in der Fertigpackung – ein einfaches und günstiges Abendessen.
Der nächste Tag wird mich dann nach Hollywood bringen.

Golden Gate und Sin City

Der letzte Tag in San Francisco bricht auch schon an und genau heute ist es an der Zeit für mich lange zu schlafen. Schnell aus dem Bett, frühstücken, Tasche packen und auschecken. Dann aber es sich nochmal gemütlich machen um ein wenig zu schreiben.
Am Nachmittag zieht es mich dann noch mal auf die Straße, da ist noch eine Sache die ich auf jeden Fall besuchen muss bevor es am Abend in den Bus geht. So nach wie möglich bewege ich mich mit den Bussen zur Golden Gate Bridge. Beim Aussteigen steht Sie schon imposant fast vor mir. Gemütlich mache ich mich auf, auf die andere Uferseite zu spazieren, was auch viele andere Starten, aber sobald Sie Ihr Foto habe drehen die meisten um.
Eine Weile später erreiche ich mein erstes Ziel, so kann ich den Blick entlang der Brücke und über die Stadt genießen. Von hier mache ich mich dann nocheinmal auf ein paar Meter Bergauf zu gehen, der Blick von der Pazifikseite muss auch noch erhascht werden bevor ich den langen Weg zum Hostel zurück antrete.

Die drei Kilometer zur Greyhound Station lege ich einem weiteren Gemütlichen Spaziergang zurück. Der Bus erfreut mich dann mit relativ viel Fußraum und WLAN, auch ein wenig Schlaf erhalte ich. Früh am morgen heißt es dann umsteigen und ein paar weitere Stunden und Nickerchen später sehe ich die reisigen, bekannten Hotels bzw. Casionos auf meiner Fensterseite. Ein unwiklicher Anblick in mitten der kargen fast wüstenartigen Landschaft die ich zuvor erblicken konnte. Zum Halt kommen wir dann aber nicht am Strip sondern in Downton Las Vegas, im so zu sagen alten Vegas, hier wo alle begonnen hat. Das Golden Nugget und andere Casinos erinnern mich an alte Hollywood Streifen.
An den glücklich in der öffentlichkeit trinkenden Touristen vorbei stärke ich mich kurz, bevor ich mich auf mein Weg mache in meine Unterkunft.

Nach einer entspannten Dusche, mache ich mich in die Dunkelheit auf. Nun, bei der ganzen Beleuchtung bleibt nicht viel Dunkelheit. Hoch türmen sich die Gebäude vom „The Mirage“, „Ceasers Palace“, „Paris“, „The Venetian“, „Belacio“ und vielen anderen auf. Dies bleibt dann aber auch nur ein kleiner Spaziergang, da es am nächsten Tag mal wieder früh raus geht.
Gegen 4:30 Uhr schmeißt mich mein Wecker raus, schnell fertig gemacht und zur Abholstation für meine Tour des Tages.
Im Bus kann ich dann zumindest noch ein wenig schlafen, denn es dauert knapp 5 Stunden bis zum Ziel. Ein kurzer Stopp in Utah und dann geht es nach Arizona.

Endlich angekommen ist unser erster Halt der Horseshoebend, an dieser Stelle macht der Colorado River eine große Drehung bevor es weiter geht. Ein atemberaubender Ausblick den man hier erhält, natürlich inklusive einer großen Menge an Touristen. Allein mein Bus besteht zu großen Teilen aus Chinesen, daher ist die Tour auch gleich zweisprachig.
Nach einer Stunde die viel zu schnell vorüber ging, folgte der nächste Stopp dann am Antelope Canyon, der sich nur ein paar Fahrminuten weiter befindet.

San Francisco

Draußen ist es noch Dunkel, aber die Sonne des vergangen Tages brennt auf meiner Haut. Da reist man Monate durch Südostasien und hat es größtenteils ohne großen Schaden überlebt, da hat mein ein Sonnenbrand nach einem Tag San Francisco. Es war halt einfach nicht so warm, daher habe ich mich mehr in der Sonne aufgehalten und nicht, wie sonst, die Straßenseite mit dem Schatten gewählt. Nach ein bis zwei Tagen sollte es aber wieder normal sein.
Nun aber erst mal langsam aus dem Bett, ein wenig weiter planen und Frühstücken. Darauf folgend zieht es mich wieder auf die Straßen, inlusive Sonnecreme.

Ein kleiner Spaziergang durch Chinatown und am Hafenufer entlang führt mich zum Pier 33. Anlegestelle für die Fähre nach Alcatraz, das Ticket hierfür habe ich mir schon vor knapp zwei Wochen reserviert – zu dieser Zeit des Jahres aber scheinbar gar nicht notwendig. Eigentlich wollte ich nur das Ticket schon mal abholen, für meine Fahrt gegen 11:30 Uhr, aber ich kann auch einfach mit der nächsten Fähre rüber – alles klar.
Nur ein paar Minuten später bin ich schon auf dem Boot. Die Fahrt zurück kann man selber wählen, man hat so viel Zeit wie man möchte.
Circa 15 Minute dauert die Überfahrt, eine kleine Einweisung später steht uns die Insel dann zur freien Erkundung frei. Der Gefängnistrakt steht natürlich klar im Zentrum der Besichtigung und wird mit einm guten Audioguide begleitet, der einem einiges über die Geschichte von Alcatraz und seinen Bewohnern erzählt.

Noch auf der Insel treffe ich auf ein schwedisches Paar welches ein paar Fragen zu meiner Kamera hat, welche Sie sich auch vor kurzem angeschafft haben. Auf der Fähre zurück treffen wir uns wieder und machen uns gemeinsam vom Pier 33 zum Pier 39 auf, welcher vor allem durch seine Seelöwen, die sich auf ein paar Holzinseln sonnen, bekannt ist.
Danach trennen sich unsere Wege auch schon wieder. Bevor es für mich dann zum nächten Ziel geht, steht heute In-N-Out Burger auf dem Mittagsplan.

Für den Nachmittag mache ich mich noch kurz auf dem Weg zur Lombard Street, bzw. zu einem bestimmten Stück eben dieser Straße. Hier ist die Steigung in den Hügeln von San Francisco so stark, dass der Weg sich in Serpentinen hinunter windet. Einige Touristen tun eben jenes mit Ihrem Mietwagen oder einfach einem Taxi und Filmen die Fahrt.
Mir sind es dann führ heute dann genung gelaufene Meter, so das ich mich mit einer der alten Straßenbahnen auf dem Weg zurück zum Hostel mache.

Am Abend treffe ich dann noch auf ein paar Deutsche die mir dabei helfen länger wach zu bleiben, am nächsten Tag schaffe ich es dann auch zu einer normaleren Zeit auf zu wachen. Was gut zu meiner Tagesplanung passt – Entspannung. Neben einem guten Burger geht es noch in ein Kino, ansonsten steht nichts an.