Neue Welt

Nach einem langen und auch etwas anstrengenden Flug über den Pazifik lande ich in San Francisco, am gleichen Tag an dem ich abgehoben bin, aber knapp zwei Stunden früher(nach lokalen Zeiten). Wie so üblich geht es zunächst zu Immigration, das hierbei die USA mit ihrem ESTA schon etwas anders sind als andere Länder, in dennen ich in letzter Zeit war, ist so weit klar. Die Tatsache das ich schon seit ein paar Monaten reise, nicht alle Unterkünfte für meinen Aufenthalt gebucht habe und überhaupt wie bezahle ich das alles, führt dazu das man sich meine Einreise noch einmal genauer anschauen möchte. Home Land Security erfreut mich also auch bei meiner zweiten Einreise(Seattle vor ein paar Jahren) in dieses Land. Eine halbe Stunde warten und ein kurzes Interview später darf ich dann aber endlich weiter. „Wir möchten die Ausreise am 7. Mai aber auch wirklich sehen“ bekomme ich noch mit auf dem Weg – keine Sorge, den Flug möchte ich auch bekomme

Aber halt, was mache ich eigentlich in den USA? Wollte ich nicht nach Neuseeland und so lange bestimmte Personen in Ihrem Amt sind nicht dieses Land einreisen? Stimmt, aber Pläne ändern sich. Neuseeland habe zunächst erst einmal nach hinten verschoben, die Zeit geht mir etwas aus und Neuseeland wird sich in den nächsten Jahren nicht wirklich ändern. Was Korea und die USA angeht die eigentlich überhaupt nicht auf meinem Plan waren: Von Indonesien war der günstigste Weg nach Südamerika, mit einem Zwischenstopp in London, Paris oder Frankfurt – alles davon ist mir einfach viel zu nah an Zuhause – die zweitgünstigste Verbindung war Indonesien – Korea – Californien – Peru. Eben für diese habe ich mich dann auch entschieden und da die Flüge einzelnd, mehr oder weniger, das gleiche gekostet haben wie eine zusammenhängende Verbindung, habe ich mir überlegt überall noch einen Stopp ein zu legen. Damit ist dann auch schon klar, wohin es weiter geht. Nun aber zurück nach San Francisco…

Mit dem BART geht es unkompliziert in die Stadt, nach gut 20 Minuten steige ich schon an der Powell Street aus, nur ein paar Blocks von meinem Hostel entfernt. Auf dem Weg dorthin begegne ich schon einiges Obdachlosen, die scheinen in dieser Gegend relativ stark verbreitet zu sein. Das Hostel ist in einer ruhigen Seitengasse gelegen – nach dem üblichen Einrichten mache ich mich noch auf wenig die Umgebung zu erkunden. Union Square ist nur zwei Blocks entfernt, daher ist dies mein erstes Ziel, direkt nach einem Halt im „Jack in the Box“ – ein Fast Food Restaurant.
Als ich mich im Hostel zurück finde, bin ich doch recht Müde und lege mich nur kurz hin – gegen 19:00 Uhr.

Nachts um 3 wache ich dann wieder auf, hellwach. Ein wenig schiebe ich das Aufstehen noch nach hinten, aber am Ende sitze ich mit meinem Laptop auf einer Couch und plane die nächsten Tage. Zum Frühstück um 7 Uhr gibt es Bagels und Kaffee.
Für den heuten Tag stehen ein paar Ziele westlich und südlich des Hostels auf dem Plan – City Hall, Painted Ladies(Full House) und dabei die alten Gebäude begutachten. Später geht es dann noch zur Anchor Brauerei nicht ohne ein paar Biere(kleine Gläser, sehr kleine Gläse) zu testen bevor es dann in ein Restaurant geht welches nur Mac’n’Cheese(Maccaroni und Käse), in Variationen, serviert.

Mein Tag Endet eine Stunde später als der Tag zuvor, aber genau so Müde – was mich nicht davon ab hält wieder mitten in der Nacht auf zu wachen.

Ein Tagesausflug quer durchs Land

Die gute Infrastruktur und die kurzen Distanzen in Korea machen es einem einfach einges in nur wenigen Stunden zu erreichen. Unser heutiges Ziel bringt uns in die gut zwei Stunden südlich liegende Stadt Jeonju. Am Busbahnhof angekommen hilft dann ein lokaler Bus um ins Zentrum zu gelangen.
Gemütlich machen wir uns auf die Straßen zu erkunden, beginnend mit einem alten Stadttor und einer alten Tempelanlage – danach geht es zwischen den alten Gebäuden im klasischen Hanog Dorf hindurch – leider sie in vielen dieser Gebäude nun Souvenir und Snack Geschäfte, helfen kann es dabei aber sehr in die ein oder kleine Gasse ab zu beigen.
Nach einem anschließenden Überblick über eben jenes alte Viertel geht es auf einem klasischen Markt zur Nahrungssuche – die in einem kleinen klasischen Restaurant beendet wird.
Die paar Stunden Erkundungstour sind auch schon bald beendet und es geht zurück nach Seoul.

Nach ein paar Tagen geht es dann noch einmal raus aus Seoul, dieses Mal für zumindest zwei Nächte. Unser Ziel ist Gyeongju im Südosten des Landes.
Noch am Abend finden wir auch hier auf einem Markt unser Essen bevor der Plan für den nächsten Tag gemacht wird. Erster Stopp am Morgen ist eine wunderschöne Tempelanlage außerhalb der Stadt gefolgt von riesigen Grabhügeln und einem Spaziergang in einem anliegenden Waldstück. So schnell ist dann auch schon der Tag gefüllt.
Eine weitere Nacht und eine Busfahrt später finden wir uns in Seoul wieder um die letzten Tage nocheinmal mit Essen zu füllen – ich habe das Gefühl ich nehme hier zu.
Am letzten Abend treffen wir uns mit einer Koreanerin die ich, mit ihrer Schwester, in Laos kennengelernt habe.
Bis es dann am nächsten Tag schon wieder Abschied nehmen heißt.

Eigentlich habe ich sehr viel in Korea, vor allem in Seoul, gesehen, aber recht wenig geschrieben. Viel habe ich von Naree über Korea und seine Kultur erfahren, welches ich alles gar nicht wiedergeben kann, aber unglaublich interessant war. Zum Anderen gab es auch sehr entspannte Tage, insgesamt haben sich diese zwei Wochen mehr wie Urlaub als Reisen angefühlt.
Korea hat neben China und Japan sicherlich einiges zu bieten und beim nächsten Mal steht auf jeden Fall Jeju, eine Insel im Süden, auf dem Plan.

Mein Flieger an diesem Tag bringt mich aber noch gar nicht an das eigentliche Ziel – denn zunächst habe ich noch eine Nacht in China. Genau genommen in Qingdao, welches zwischen 1898 und 1919 deutsche Kolonie gewesen ist. Doch zunächst einmal muss ich ohne Visum uns Land – bis zu 72 Stunden kann ich für einen Transit Visafrei einreisen, was mit Hilfe der überraschend freundlichen und mit guten Englischkentnissen ausgestattet Grenzmitarbeitern problemlos erreicht wird.
Die Geldautomaten an diesem Flughafen mögen mich dafür aber nicht besonders und auch das bezahlen des Bustickets mit Kreditkarte will nicht so recht funktionieren – nichts was einem an diesem Punkt der Reise noch aus der Ruhe bringt. Ich schnappe mir ein paar Dollar aus meiner Tasche und tausche Sie um in die Stadt zu kommen.
Das Hostel ist in einem wundershcönen alten Gebäude eingerichtet, generell zeigt sich die Stadt(zumindest die Altstadt) in einem sehr schönen Bild. Wenn gleich man sich wirklich an manchen Stellen mehr wie in einer alten Deutschen als einer Chinesischen Stadt fühlt.

Sehr freue ich mich nocheinmal ein chinesisches Gericht zu erhalten bevor ich Asien verlasse – gemeinsam mit dem, hier in der Stadt gebrauten Tsingtao, Bier genieße ich es sehr.
Dann ist der Tag nach über sieben Monaten gekommen, der mich aus Asien heraus und auf einen neuen Kontinent bringen wird, gekommen. Es wird ein langer Tag, denn meine Ankunft am Ziel ist ebenfalls am 24. April, aber nach lokaler Zeit früher als die Abreise.

Ja, SÜD Korea

Nach dem Streß der letzten Stunden komme ich ruhig und sicher in Kuala Lumpur an. Aber auch dies ist nur ein Zwischenstopp, nach ein paar Stunden geht es in den nächsten Flieger. Mit eine wenig herum schlendern und dem schreiben des letzten Beitrags, ist die Zeit schnell überbrückt.  Gemütlich geht es dann in mein letztes Flugzeug für heute, in ein paar Stunden lande ich in Korea, doch zunächst stehe ich an meinem Sitz und warte auf die beiden anderen Insassen in meiner Reihe – „Boarding complete“ niemand? Nein, niemand anderes sitzt neben mir, dass sind mir die liebsten Sitznachbarn. Die drei Sitze versuche ich dann auch nach dem Start für ein wenig Schlaf zu nutzen – mehr oder weniger erfolgreich.

Endich setzt das Flugzeug zur Landung an und ich mache ich mich auf zur Einreise – Problemlos – Rucksack geschnapt und von Naree begrüßt werden.
Schnell wird mir aber klar das hier etwas nicht stimmt, als ich das Flugticket gebucht hatte, waren es 20 Grad, nun komme ich hier bei 5 Grad an … in kurzer Hose, etwas Anderes bietet mir mein Rucksack gerade nicht an.
Vom Flughafen dauert es dann noch einmal eine gute Stunde bis ich meinen Rucksack endgültig ablegen kann – erster Stopp danach ist dann erst einmal koreanisches Barbecue, lecker.
Der erste Einkauf ist eine lange Hose, dafür geht es in eine Geschäft für Übergrößen, aber hier werden wohl ehr Übergewichtige angesprochen, dennoch finde ich etwas das mir gegen die Kälte helfen sollte.

Die folgenden Tage sind dann gefüllt mit einigen lokalen Spezialitäten, viele davon hätte ich wohl nie probiert wenn ich nicht mit Naree unterwegs wäre. Einiges ist hier besonders lecker, Reiskuchen(sieht mehr aus wie Nudeln) in einer scharfen Soße, Leber, Lunge, Gimbap(koreanisches „Sushi“), Kimchi, Bratwurst im Teigmantel, Kartoffelpuffer(nicht Kartoffel, schmeckt aber ähnlich), fritiertes Hünchen, Jimdag (Huhn in einer Soße/Suppe). Weniger begeistern konnte mich bisher die Blutwurst, wobei bei dieser als auch bei der Seekurke die Textur das größte Problem war – Seeannanas brauche ich auch nicht wieder. Ganz interessant war dann noch rohes Rind, rohes Ei und roher Octopus(sehr frisch, die Arme haben sich noch bewegt als der Teller auf den Tisch kam).
Auf der anderen Seite konnte ich Naree etwas bei Käse, Brot und Bierauswahl helfen – die Auswahl an deutschen Bieren ist überraschend groß. Zu dem hab ich mein Bestes gegeben in der kleinen Küche eine einigermaßen anständige Carbonara zuzubereiten.

Wenn wir nicht gerade essen konnte ich aber auch einiges von Seoul sehen. Tempel, Paläste, Museen, klasische Wohngegenden und den Funkturm mit 360° Sicht auf die Stadt. Glücklicher Weise blüht es dann auch noch überall in der Stadt, da die Kirschblüte gerade stattfindet.

Besonders interessant bei den Museen fand ich das Hangul Museum, welches sich mit der Koreanischen Schrift auseinander setzt – die Sprache selbst ist schon viel älter, wurde aber vor dem 15ten Jarhundert durch chinesische Zeichen festgehalten. Das Alphabet aus ca. 28 Zeichen konnte ich relativ schnell lernen und hier in Seoul auch genug möglichkeiten zu üben, aber wie so üblich müsste ich mich jetzt wohl an Vokabeln setzen.

Für die nächsten Tage haben wir gerade die Planung abgeschlossen um ein wenig aus der Stadt heraus zu kommen.

Reise Reise

Die letzten Beiträge sind geschrieben, endlich bin ich wieder gleich auf mit dem was gerade passiert. Meine Wasserflasche fülle ich nocheinmal auf, bevor mich die kostenlose Shuttleverbindung mich zum Flughafen bringen wird. Ein letztes Mal schaue ich auf die See hinaus – hinter der Bucht ist eine kleine Insel, lange wieder Wasser, dann folgen Inseln nach Inseln, bis man die Berge auf Ihnen nur noch in verschiedenen Blau tönen erahnen kann.

Es ist 13:00 Uhr, auf in das Auto, dessen Klimaanlage gut zu arbeiten hat. Langsam kurven wir durchs Dorf um dann in Richtung Flughafen ab zu biegen, nicht der Größte aber ich habe schon Kleinere gesehen. Schnell bin ich eingechecked – der Security Check ist interessanterweise manuel – ein Mitarbeiter schaut in meine Taschen und winkt mich nach ein paar Fragen weiter. Auf der anderen Seite wartet die Indonesierin aus Jakarta, die mit mir im Shuttle war. Wir reden über Reisen und nächste Ziele – Sie macht mich darauf aufmerksam das ich nicht viel Zeit habe in Jakarta in meinen nächsten Flieger zu wechseln. So etwas wie „dass klappt schon“ und „jetzt kann ich auch nichts mehr ändern“ erwidere ich Ihr. Nichts desto trotz werde ich ein wenig nervös, vielleicht habe ich mir das zu einfach vorgestellt – ich beruhige mich selbst mit „dass klappt schon“ bzw. „jetzt kann ich auch nichts mehr ändern“
Im einzigen Café treffe ich auch die beiden Österreicher wieder, keine Überraschung, wir hatten am Vortag schon festgestellt das wir im selben Flieger sitzen werden.

Nach einem Kaffee und ein angenehmen Gespräch geht es rüber zum Gate, nur ist noch gar kein Flieger in Sicht, nicht das was ich mir gewünscht habe. Ein paar Minuten vor Abflug kommt das Flugzeug an und entläßt seine Gäste, dann können auch wir endlich an Board. Doch dies heißt noch lange nicht dass es auch los gehen kann, eine knappe halbe Stunde stehen wir auf der Stelle, bis es endlich los geht – meine Nervösität steigt leicht.

Der Flug verläuft ruhig, ich werde dies aber immer weniger. Als wir endlich landen schaue ich schon nach ob der Flug zufällig Verspätung hat und wo ich genau hin muss – Terminal 3U, ok ich werde in T1 aussteigen. Gefühlt fahren wir ewig bis es endlich aus dem Flieger heraus geht. Vor allem aus Gewichtsgründen musste ich mein Gepäck aber aufgeben, so stehe ich also am Band und warte. Ein Gepäck Stück nach dem nächsten schiebt sich durch den Gummivorhang und rollte an mir vorbei … nicht mein Rucksack … nicht mein Rucksack … jedes andere Gepäckstück wird zu einem Geduldsspiel … nicht mein Rucksack … MEINER … geschnappt und aus der Tür. Als sich das Band noch nicht bewegt hatte, fragte ich bereits einen Mitarbeiter des Flughafen wie es am schnellsten zum gewünschten Terminal geht „Zu Ausgang 1B und dann über die Staße zum Skytrain“ – OK. Rennent geht es mehr oder weniger quer Feld ein zum Skytrain, die Rolltreppe hinauf und in den gerade angekommenen Zug einsteigen, kurz nach mir schließen sich die Türen – eine kurze Verschnaufpause, schon jetzt schwitze ich wie verrückt. Noch während ich im Skytrain bin, sollte der Baggage Drop schließen, aber es bleibt mir nichts anderes übrig als es dennoch zu versuchen.

Endlich halten wir an Terminal 3, sofort nehme ich meine Beine in die Hände und spurte hinein, hinauf zu den Schaltern – D14 … laufen. Am Baggage Drop angekommen ist dieser zum Glück gerade nicht stark frequentiert und ich kann nach freundlicher Nachfrage direkt an die erste Stelle. „Bin ich noch rechtzeitig“ … … die Antwort dauert lang, genau genommen bekomme ich gar keine aber die Mitarbeiterin beginnt den Aufkleber an meinem Rucksack an zu bringen, mein Puls singt. Dennoch beeile ich mich um nun zum Gate zu kommen.
Einer der Monitore verrät mir wohin ich muss, mit flotten Schritten geht es weiter, zumindest so flott das ich das „rescheduled“ nur unbewusst wahrnehme. Noch eben aus Indonesien ausreisen und dann bin ich auch am Gate – öhm, ja, Delayed, öhm ok, ich habe es geschafft – nun heißt es über eine Stunde warten. Erleichterung, ich habe es geschafft – das Warten macht mir in diesem Fall nichts aus.

Nie wieder weniger als drei Stunden für den Transit – auf diesen Stress kann ich gerne verzichten.

Tauchscheinprüfung und die letzten Tage

Mit den sich „verabschiedenen“ Mantas geht es weiter zur letzten Tauchstelle des Tages, was den Engländer und mich auch näher an unsere Prüfung bringt. Doch zunächst gibt es ein leckeres Mittagessen zur Stärkung.
Bevor es ein weiteres Mal hinunter geht gibt es wieder eine Einweiseung, mit dem Hinweis das die Strömung sehr stark sein wird – dies scheint generell eine „Besonderheit“  der Gegend zu sein. Es gab Reisende die ich getroffen haben, dadurch währe Flores kein guter Ort für den Tauchschein, die Tauchlehrer sind sich hingegen sicher das man so auf jeden Fall darauf vorbereitet und das die meisten Tauchorte auf der Welt weniger Strömungen haben.

Nicht genau wissend was auch uns zu kommen wird geht es erneut hinab. Direkt erfasst einen die Strömung, versucht einen mit sich zu reißen, es benötigt ein wenig Gegenwirkung um an Ort und stelle zu bleiben. Zugegebenr Maßen bringt einen dies etwas aus der Fassung, es fällt zunächst schwer sich an die Schritte hinab zu erinnern, dann finden sich aber Alle an einen Punkt und drifften am Riff entlang. Auf dem Weg sehe ich noch eine Schildkröte die in den Korallen sitzt und scheinbar ißt, genau so schnell wie Sie aufgetaucht ist, ist Sie aber auch schon wieder an uns vorbei gezogen.
Dieser Tauchgang war auf jeden Fall sehr lehrreich und aufregend. Frisch durchgewirbelt geht es dann wieder an Bord. Zeit für den Test – den, um das jetzt nicht unnötig spannend zu machen, wir beide bestehen. Somit geht es glücklich aber auch erschöpft zurück an Land.

Neben dem Tauchschein hatte ich für Flores lediglich die Komodo Drachen geplant, da die Tauchschule dies in Kombination mit zwei Tauchgängen am Morgen anbietet, schreibe ich hierfür in ein paar Tagen ein. Die Tage dazwischen nutze ich um weitere Planung durch zu führe, schreibe einige der Beiträge die Ihr in den letzten Wochen lesen konntet und schaue mir Sachen wie Kameras, Kamerazubehör und Motorräder an – manchmal macht auch an so einem schönen Ort wie Flores, ganz banale Dinge.

 

Der vorletzte Tag Indonesien/Südostasien ist angebracht und es ist auch der Tag der Tauch/Komodo Tour. Füh geht es wieder hinaus, diesemal starten wir am Manta Point. Diesmal zeigen sich nicht ganz so viele Rochen, dennoch bleibt Ihre Betrachtung aufregend. Nach diesem Tauchgang Unterhalte ich mich mit einem deutschen Taucher – mit vielen Tauchgängen hinter sich fragt er mich wie ich es da unten fand – besonders in Hinblick auf die Strömung  – ich erwider nur das es gemütlich war, nicht so stark wie vor ein paar Tagen, man konnte sich größtenteils treiben lassen. Er ist verwundert, für Ihn war es eine Menge Ströumg da er meist nur in Seen taucht.

Bei unserem zweiten Tauchgang liegt ein Meter hohes Riff vor uns welches sich einen Felsen im Meer hinauf gebildet hat, gefüllt ist es mit hunderten verschiedenen Fischen. Teilweise ist es etwas schwierig manche in „Dickicht“ zu entdecken, es macht aber auch eine Menge Spaß.
Nun geht es für dann aber auch schon aus dem Wetsuit um die Komodo Drachen zu besuchen. Diese zeigen sich dann erwartungsgemäß schläfrig in der Mitagssonne, aber gesehen haben wollte ich Sie.
Am letzten Abend geht es dann noch mit einem österreichischen Paar und einer Taiwanesin auf den Nacht/Fischmarkt.

Jetzt ist auch der letzte Tage angebrochen und ich schaffe es rechtzeitig die letzten zwei Beiträge zu schreiben bevor ich mich zum Flughafen auf machen muss.

 

Indonesien:
Zunächst wusste ich nicht was ich genau in Indonesien machen soll und um so länger ich unterwegs war um so weniger Zeit blieb mir scheinbar um all die Interessanten Orte zu besuchen. Es war interesssant die Unterschiede der Inseln(Java, Bali, Flores) zu entdecken, die Menschen waren(mit einer Ausnahme) sehr freundlich und das Essen hat mir eigentlich auch an allen Stellen sehr gefallen. Flores hat sich nur deutlich teurer dargestellt als der Rest den ich Besucht habe.

In den Ausgaben ist der Tauchschein nicht enthalten und Inlandsflüge, so günstig Sie auch sein mögen, sind doch teuere Verkehrsmittel.
Insgesammt: ~725€ bei 27 Tagen ~27€ pro Tag – Bei 30 Tagen wären das ~810€
Essen und Trinken: 39%(~283€)
Transport: 27%(~192€)
Unterkünfte: 25%(~181€)
Unterhaltung: 7%(~53€)
Sonstiges: 2%(~15€)

Komodo National Park

Das kleine Probellerflugzeug bringt mich mit wunderschönen Aussichten von Bali auf die Insel Flores. Auf dem relativ kleinen Flughafen angekommen geht es das erste Mal für ich zu Fuß zu meiner Unterkunft. Das Dorf Labuan Bajo liegt knapp zwei Kilometer entfernt, direkt am Meer, mein Hostel sogar noch etwas näher auf einer Anhöhe mit einem wunderbaren Blick über die Bucht.
Die ganze Insel Flores hat scheinbar einges zu bieten und läd zum entdecken ein, ich habe aber genug allein in diesem Dorf zu tun. Noch am ersten Abend geht es für mich den Hügel hinunter. Ich bin auf der Suche nach einer Tauchschule die ich mit Uber Scuba auch schnell gefunden habe. Es dauert nur ein paar Minuten dann ist alles geregelt: Open Water Diver, drei Tage, morgen die Unterlagen abholen und verinnerlichen. Danach geht es nach einem Abendessen bald ins Bett, Reisetage sind immer anstrengend.

Am nächsten Morgen geht es direkt wieder runter um das Handbuch und ein Tablet mit Video abzuholen – zurück im Hostel schnappe ich mir ein Frühstück und beginne mit dem Film. Danach lesen und lesen und lesen und Fragebogen ausfüllen. So geht der Tag auch schnell dahin.
Nach einem nicht ganz so langen Schlaf finde ich mich morgens an der Tauchschule wieder, heute stehen die ersten Übungen und ein Tauchgang an. Bei den Übungen geht es hauptsächlich um Ausrüstung, Brille abnehmen, Luftversorgung unterbrechen, Luftversorgung von jemand Anderem erhalten, etc… nebenbei ein Gefühl dafür zu bekommen unter Wasser zu atmen. Wir sind drei im Kurs, neben mir ist noch ein Engländer und ein Däne. Vor ein paar Jahren bin ich bereits zwei Mal in einem Pool untergetaucht, was mir jetzt zumindest ein wenig mit dem ruhig bleiben hilft – daher schaffe ich es auch kontinurirlich mehr Luft in meiner Flasche über zu haben.
Noch an diesem Tag muss der Däne auch feststellen das seine leichte Klaustrophobie ihn beim Tauchen sehr beeinflusst und er abbrechen muss.

Eine kleine Mittagspause hält uns dann nur noch davon ab den ersten Tauchgang durchzuführen. Auf circa 10 Meter trainieren wir dann aber nocheinmal einige der Übungen bevor es weiter auf 12 Meter geht.
Gut erschöpft geht es dann bald wieder in den Hafen, kurzes Abschlussgespräch und dann muss ich mich wieder an den Rest der Theorie setzen. Welches auch den mir bleibenden Abend gut füllt.

Dann ist es auch schon der dritte Tag angebrochen, zusammen mit den regulären Tauchern geht es mit dem großen Boot raus in den Komodo National Park. Ausgiebig wird über Boot und Tauchstellen gesprochen – dafür bleibt auch genug Zeit, da die Anfahrt eine gute Stunde braucht.
Der erste Tauchgang für den Tag wird uns erneut auf „nur“ 12 Meter bringen, Wiederholungen des gelernten und ein wenig umschauen – wobei wir ein paar Korallen sehen, diverse Fische und eine Schildkröte die friedlich an uns vorbei schwimmt.
Die nächste Tauchstelle ist Manta Point, die wahrscheinlichkeit Mantas hier zu entdecken ist ziemlich hoch. Die Wiederholen werden dieses Mal ans Ende des Tauchgang gelegt, es wird um die Luftversorgung gehen, doch zunächst tauchen wir ein. Es dauert keine Minute um den ersten Rochen zu sehen, auch der Zweite und Dritte lassen nicht lange auf sich warten. Die gesammten ca. 40 Minuten die wir unter Wasser sind schwimmen, besser gesagt fliegen die Manta Rochen aus allen Richtungen auf uns zu, schwimmen unter uns und einer gleitet über uns hinweg. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Gerade als wir ablegen und bereit sind zum letzten Tauchpunkt zu fahren, springe einige der Mantas aus dem Wasser und lassen sich auf eben dieses hinabfallen. Ein guter Tag um an diesem Punkt zu sein, selbst die meisten Tauchlehrer haben nie so viele Rochen an einem Ort gesehen.

Ubud und seine Umgebung

Franzosen scheinen sich zu riechen, wie Simon zuvor hat auch meine derzeitige Reisebegleitung gleich eine Französin und ein Frankokanadier gefunden. Zusammen geht es einen kleinen Pfad endlang, durch Reisfelder mit einem kleinen Snack und Kaffee am Ende. Ein gemütlicher Nachmittagsspaziergang. Den die Französin und ich dann auf einem anderen Pfad am Abend noch einmal wiederholen.
Ein Sonnenuntergang und Abendessen später steht auch schon der Plan für den nächsten Tag.

Den Roller hat mir dieses Mal der Hostelmitarbeiter besorgt, der generell ausgesprochen freundlich und hilfsbereit ist. Doch bevor es richtig los geht, halten wir noch kurz bei einem Spanferkel Restaurant, scheint typisch für Bali zu sein und es ist auch wirklich lecker.
Nun kann es aber los gehen, ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt ist ein relativ bekannter Tempel in dessen Wasser die Leute sich unter verschiedenen kleinen Brunnen „rein Waschen“, „für zukünftiges schützen“ – vielleicht hätte ich das mal genauer nachschlagen sollen. Einer der Brunnen wird nach dem anderen abgegangen und sich darin „gewaschen“.

Beim verlassen der Tempelanlage weißt uns einer der Paklplatzmitarbeiter auf eine Kaffeeplantage, nur ein paar Kilometer nördlich, hin. Das klingt gut und Zeit haben wir auch, also kurze Planändeurng. Leider stellt es sich aber nicht wirklich als Kaffeeplantage heraus. Es ist mehr eine Museumsartige Umgebung mit Shop und Café – inklusiver einiger Wiesel die für die Produktion von „Katzenkaffee“ eingesetzt werden. Die Tiere hier verhalten sich schon auffällig und haben wahrscheinlich dabei mehr Platz in Ihrem Käfig als ihre Artgenossen in der „Produktion“. Ich bin froh das ich eine Tasse in Hanoi probiert habe und hier darauf verzichten kann.
Der normale Kaffee überzeugt auch nicht wirklich, so geht es bald auf den Weg zu unserem letzten Ziel für den Tag – Reisfelder. Stark besuchte Reisefelder, mit schlechten Lichtverhältnisen. Dennoch sind es sehr schön angeordnete Reisefelder in einem strahlenden Grün. Es gibt auch einige Schaukeln, mit denen man über die, davor liegenden, Abgründe hinaus schwingen kann. Natürlich gegen eine kleine Gebühr an den Anbieter.

Lange halten uns diese Felder nicht auf, so dass wir uns bald wieder im Hostel wiederfinden. Ein Abendessen, eine Nacht und eine Verabschiedung später sitze ich dann allein auf dem Roller. Auf meinen Weg weiter in den Norden von Bali, das Wetter scheint sich beruhigt zu haben und die Regenzeit so langsam auszuklingen.
Munduk ist das heutige Ziel, ein kleiner Stopp an einem Tempel liegt auf dem Weg, ein weiteren Halt gibt es spontan bei ein paar Wasserfällen. Ähnlich läuft dann auch am nächsten Tag der Weg zurück ab. Ein schöner kleiner Ausflug, wenn gleich mein Magen auf dem Weg zurück mich ein wenig ärgern wollte. Zwangsläufig lege ich eine Pause ein, trinke etwas und schnappe mir ein paar Erdnüsse.
Mit ein wenig verspätung komme ich dann aber wieder in Ubud an, gebe den Roller zurück bevor es zur scheinbar letzten Verbidung nach Kuta geht – ein Bus eines kleinen Anbieters.
Ticket besorgt und warten – der Bus fährt an sich eigentlich zum Flughafen, ich springe aber einfach ein paar Kilometer vorher aus.

Kuta selber ist dann die Touristenhochburg wie ich sie befürchtet habe. Nie war ich auf Mallorca, aber ich glaube es finden sich viele Parallelen – man muss hier Deutsche und Engländer nur durch Australier und ein paar aus Singapur austauschen – wobei sich auch Europäer finden lassen. Bis auf ein deutsches Restaurant, welches ich mir nach 6,5 Monaten mal gönne ist nicht viel erwähnenswert in Kuta, ich wollte einfach nur näher am Flughafen sein, der mich nach zwei Nächten nach Flores bringt – genauer nach Labuan Bajo direkt neben dem Komodo National Park.

Hätte, hätte … auf nach Bali

Ein neuer Tag komplet zu füllen mit Entsannung steht an. Da keiner sich in der Lage gefühlt hatte in der letzten Nacht den anstehenden Plan umzusetzen, geht es in der nächsten Nacht los. So verbringen wir den Tag mit anderen Dingen, bis wir uns um zwei Roller und Verpflegung kümmern. Diese Nacht soll es wieder früh raus gehen um zum Ijen Vulkan hoch zu fahren. Dieser Vulkan ist bekannt für sein Schwefel, daher braucht man auch eine Gasmaske – für einige Anwohner ist das Abbauen die einzige Geldquelle, viele von Ihnen tragen lediglich Stoffmasken und haben eine deutlich kürzere Lebenserwartung.
Abgesehen von wahrscheinlich einem starken Geruch, kann man Nachts auch blaues Feuer beobachten – hierfür muss man aber mitten in der Nacht oben sein.
Unsere Wecker sind für 0:30 Uhr gestellt und alle vorbereitet.

Der Wecker klingelt wieder einmal viel zu früh – erneut macht sich jeder Bereit und schon geht es los. Die Fahrt verläuft Problemlos bis wir kurz vor unserem Ziel plötzlich angehalten werden. Eine große Ansammlung von Leuten steht auf der Straße, die für die Weiterfahrt abgesperrt ist. Heute können wir nicht hoch, sagt man uns – die Luft im und um den Krater ist zu stark konzentriert mit Toxinen – mehrere Arbeiter wurden ins Krankenhaus eingeliefert und auch Anwohner in der Nähe wurden evakuiert.
Lediglich ein paar Stunden vor unserem Eintreffen ist der Zugang gesperrt worden … da fangen auch schon die Überlegungen an, hätten wir den Zug genommen, hätten wir letzte Nacht schon hoch gekonnt, hätte ich in Surabaya nicht angehalten…. Es bringt nichts, hier geht es heute nicht weiter(und wie sich später raus stellt, auch zumindest die nächsten zwei Wochen nicht).
Traurig geht es auf den Rückweg und wieder in Bett.

Nach einem angenehmen Schlaf geht es dann mit der normalen Planung weiter, es macht wenig sinn zu hoffen das die Sperre bald aufgehoben wird. Daher werden alle drei heute nach Bali reisen, der Deutsche schnappt sich aber einen der Roller dafür, er muss ein paar Tage später wieder in Banyuwangi sein um seinen Flug zu nehmen. Die Französin und ich machen uns mit einem Grap zum Fährhafen. Problemlos ist das Ticket besorgt, wir auf der Fähre und wieder zu Dritt – zumindest für die Fahrt.

Vom Fährhafen auf Bali geht es dann nach .. ja wohin soll es gehen. Gerüchte das es im Norden von Bali viel geregnet hat und es schwer ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln dort hin zu kommen sorgt für Planänderungen – also auf nach Ubud, „das kulturelle Zentrum“ von Bali. Der kleine Bus fährt für ein paar Stunden die Straße hinunter. Schnell zeigt sich wie unterschiedlich Bali von Java ist, Menschen, Vegetation, Bauweise, Religion… – gerade letzteres ist interessant, immer wieder halten wir an und ein Mitarbeiter legt ein paar Gaben auf ein kleinen Schrein – so weit wir es verstehen für eine sichere Reise. Nun schaden kann es sicherlich nicht. Unterwegs wird dann noch die Uterkunft gebucht und entspannt die Fahrt genossen.

Ubud zeigt sich dann in der Dämmerung ein wenig wie ich Bali erwartet habe, wieder einmal voll mit Touristen – erinnert ein wenig an Chiang Mai oder Pai in Thailand. Sicherlich gibt es aber auch dieses Mal einen guten Grund warum so viele Menschen hier hin wollen.

Achterbahn der Gefühle

Da wir schon am Busbahnhof sind und das Angebot gut klingt steigen wir in den Bus, anstelle eines Zuges nach Banyuwangi. Rucksack unten rein, wir in die engen Sitze gequetscht, super start – aber so weit nichts ungewöhnliches. Jetzt schon hat die Klimaanlage Probleme die Temperatur unten zu halten. Zu unserer Überrachung steigen alle paar Meter neue Passagiere ein, diese blockieren dann bald den Gang, was Verkäufer mit „Bauchladen“ aber nicht davon abhält sich dennoch durch den Bus zu quetschen. Mit der Situation irgendwie abgefunden geht es vorwärts, langsam.
Nach einer weile sollen wir plötzlich den Bus wechseln, natürlich nur wir Ausländer – „Nein, ihr müsst nicht extra Zahlen“ beruhigt uns einer der Mitarbeiter im Bus, deutet noch auf einen Reifen und versucht uns klar zu machen, das es dort ein Problem gibt. Unsere Rucksäcke sind angeblich in windeseile auch schon im anderen Bus, was ich zum Glück sofort überprüfe – meiner fehlt. Sofort raus und zurück zum ersten Bus – natürlich finde ich den Rucksack dort, erhalte zwar eine Menge Entschuldigungen, meine Laune ist aber schon unten. Nachdem dann wir dann mit Gebäck im nächsten Bus Platz genommen haben geht es weiter. Unser erster Bus fährt mit dem „Problem“ am Reifen überraschend schnell an uns vorbei und verschwindet bald aus dem Sichtfeld.

All unsere Rucksäcke liegen auf der hintersten Bank, der Drensteinfurter und ich direkt davor – daher lege ich auch meine kleine Tasche dazu und halte nur meinen Laptop in Händen, was ich eigentlich nicht tue. Südostastien war aber so weit so freundlich und sicher was Diebstahl angeht, das ich mich keine weiteren Sorgen mache. Neben unseren Sachen sitzt ein Indonesier, der so weit freundlich wirkt.
Nun, ein wenig kann man schon erahnen wohin dies führt. Als ich nach ein paar Stunden mein Handy mit meiner Powerbank laden möchte, stelle ich fest das meine kleine Tasche viel zu leicht ist, um genau zu sein, Sie ist leer. Kamera, zweites Objektiv, PowerBank(warum, die kostet doch nichts) weg. Ich bin ehrlich geschockt und weiß zunächst was ich sagen oder tun soll. Die nächsten Minuten geht es mir nicht besonders gut, überlege wann ich das letzte Mal die Fotos gesichert habe – natürlich viel zu lange her. Abgesehen vom Preis für eine neue Kamera, ich fühle mich bescheiden.

Auffälig unschuldig zeigt sich der Kerl der direkt daneben sitzt, zeigt seine Tasche, das er nichts hat und zwischendurch auch weiter vorne gesessen hätte. Wirklich klar denken kann ich in diesem Moment nicht und versuche mich zu beruhigen, setzte mich warte… auf was auch immer.
Irgendwann stehe ich wieder einmal an der hinteren Tür, die allzeit offen steht, und schaue hinaus als der Sitznachbar unseres Gepäcks hinaus, an mir vorbei will. Erneut schaut er mich sehr merkwürdig an bevor endgültig verschwindet.
Die restliche Fahrt zieht sich ewig bis wir endlich in Banyuwangi angekommen sind – zwischendurch konnte ich zumindest einmal kurz lachen.
Beim aufsammeln der Gepäckstücke taucht plötzlich meine Kamera auf, anscheind habe ich doch noch rechtzeiig nach meiner Tasche geschaut und habe den Dieb gestört, so dass dieser die Kamera einfach hat unter den Sitz verschwinden hat lassen. Auch nach weitere suchen kann ich zwar nicht das zweite(zum Glück günstigere) Objektiv finden, bin aber super glücklich zumindest Kamera, Objektiv und Bilder wieder zu haben.

Nach diesem physisch wie psychisch anstrengenden Tag machen wir drei uns nur auf den Weg zu Unterkunft und suchen nach Schlaf.

Ein geglückter Sonnenaufgang

Es ist schon lange Dunkel als wir drei in dem kleinen Dorf ankommen – eine Unterkunft zu finden dürfte aber kein größeres Problem sein. Jedes Haus scheint endweder ein Restaurant, Kiosk oder Gästehaus zu sein. So kommt es auch das wir nach ein paar Minuten ein Zimmer für drei gefunden haben. Danach brauchen wir noch eine Mahlzeit und etwas Proviant für den nächsten Tag. Die Nacht wird kurz und so legen wir uns auch zeitig hin nachdem alles erledigt ist.
Viel zu früh holt uns dann der Wecker aus dem Schlaf und jeder macht sich stumm bereit für unsere kleine Wanderung. Mit ein wenig künstlicher Beleuchtung, Proviant und Kamera geht es auf zum Aussuchtspunkt – zu einem von vielen. Es benötigt gut eine Stunde und zwanzig Minuten bis wir an unserem Punkt angekommen sind, auf dem Weg sind wir an zwei anderen vorbei. Diese sind dann auch deutlich stärker besucht als der unsere – noch mehr Leute können wir dann später an zwei weiteren Aussuchtsplatformen sehen.

Der Aufstieg hat einen sehr gut aufgewärmt, jedoch das warten auf den Sonnenaufgang kühlt einen auch wieder stark ab – alle mitgebrachten Klamotten werden angelegt.
Dann zeigt sich langsam die Sonne am Horizont, in intensiven rot, orange und gelbtönen strahlt sie dann endlich in unsere Gesichter. Kurze zeit später wird dann auch der Blick auf Bromo erleuchtet und zeigt sich mayestetisch zu unseren Füßen.
Noch ein paar Minuten verweilen wir bevor es wieder daran geht zurück zu kehren um zunächst ein Frühstück ein zu nehmen. Interessant ist vor allem welche Landschaft sich am Wegesrand zeigt, auf dem Weg hinauf lag dies alles im Dunkeln.

Gut gestärkt geht es auf zu zur zweite Etappe des Tages, hoch hinauf zum Kraterrand des Bromo. Doch zuvor geht es hinunter in die „See aus Sand“ die in einer Art Tal zwischen Dorf und Vulkan liegt. Hier wird dann die Menge an Touristen auch deutlich, dutzende Toyota Jeeps fahren uns vor allem entgegen. Eine Tour bringt einen am Morgen zum Aussichtspunkt und direkt im Anschluss zum Krater – beides ist dann gut gefüllt mit anderen Besuchern. Bis wir an der Treppe hinauf zum Vulkan stehen, sind die meisten wieder auf dem Rückweg oder schon verschwunden. So ist die Zeit am Abgrund deutlich angenehmer. In der Mitte des Bromo befindet sich zu dieser Zet des Jahres ein See, welcher vor sich hin kocht – ein beeindruckendes Schauspiel.

Da es noch am selben Tag weiter gehen soll, halten wir uns nicht zu lange auf und gehen wieder ins Dorf um unsere Rucksäcke zu packen. Lang genug am frühen Morgen in der Sonne war es jedoch um einen leichten Sonnenbrand zu erhalten. Dabei ist es noch nicht einmal 11 Uhr als wir fertig bepackt in einen Bus steigen der uns zurück nach Probolinggo bringt. Auf dem Weg schläft fast jeder Insassen zumindest für kurze Zeit ein – der Fahrer glücklicherweise nicht.
Am Busbahnhof angekommen soll es weiter gehen – ein Bus verspricht uns direkt bis nach Banyuwangi zu bringen, kein Umsteigen, Klimaanlage, alles super. Der Preis ist aber noch nicht ideal. „Ihr könnt ruhig fragen, alle haben den gleichen Preis“ – Das haben wir auch vor und schon der nächste Anbieter geht von 100.000 pro Person auf 65.000 runter als wir von fünf Kunden sprechen(wir haben noch zwei Belgier aufgegriffen). Kurz darauf geht der erste Anbieter auf 60.000 runter, wir bleiben aber bei dem der gleich einen vernünftigen Preis angeboten hat – aber ob der Preis so gut ist, oder hätte ich mich doch für den schnelleren aber teureren Zug entscheiden sollen.