Unglaubliche Menschen in Myanmar

Der letzte Morgen in Hpa-an bricht an, so lang wie möglich verbleiben wir im Zimmer bevor wir auschecken müssen. Nach einem kleinen Frühstück machen Simon und ich uns auf zum lokalen Markt und seiner Markthalle.
Diese liegt direkt um die Ecke unseres Hostels und beherbergt eigetlich alles was man so für das tägliche Leben so benötigt. Viel interessanter sind aber die Reaktionen der Verkäuferinnen, dabei muss ich zugeben das man diese bei langen blonden Haaren in Europa nicht gerade erweckt – nach dem ein oder anderen besuchten Gang und gemachten Foto machen wir uns zunächst einmal wieder auf zum Hostel. Die Mittagssonne ist doch ein wenig zu stark.

Am Nachmittag geht es noch zu einer Pagode und darauf folgend zum vierten Mal in das Restaurant der letzten Tage. Dann ist es auch schon Zeit sich zum Busbahnhof auf zu machen, daher fragen wir ein Tuk Tuk Fahrer in der Nähe wie viel es kosten würde. Dieser winkt ab, fragt einen seiner Kollegen etwas und dieser gibt uns dann den Hinweis das wir gar nicht dort hin fahren müssten „Der Bus nach Mandaley hält hier vorne an der Ecke“. Die Menschen bleiben einzigartig, wenn schon der „Taxi“ Fahrer kein Geld mit dir verdienen möchte.
Nichtsdestotrotz machen wir uns zum Busbahnhof auf, man möchte einfach nicht seinen Bus verpassen.

Die Fahrt bringt mir überraschen viel Schlaf – so komme, zumindest ich, am nächsten Tag einigermaßen fit in Mandaley an. Wie so üblich ist der Halt hier auch wieder weiter außerhalb. Schnell kommt der erste Fahrer auf uns zu um seine Dienste an zu bieten – interessanter weise war auch ein weiterer kurz davor etwas zu sagen, hielt sich nach dem Kontaktaufbau des Ersten aber dezent zurück anstelle sich mit besseren Preisen(oder ähnlichem) die Fahrt zu schnappen.
Schnell sind wir uns über den Preis einig – generell sei hier gesagt das die angegeben Preise in Myanmar so weit immer in Ordnung waren. Unser Fahrer wird seinen Sohn rufen, der uns dann tatsächlich fahren wird – es würde noch ein wenig dauern „Ich lad Euch auf einen Kaffee ein“, völlig perplex folgen wir Ihm zu einem kleinen Restaurant, in dem wir kurz drauf eine Tasse Kaffee vor uns stehen haben – unglaublich.

Im Hostel angekommen nutzen wir die Chance eine Dusche zu nehmen bevor wir gegen 14:00 Uhr endlich einchecken können. Am Nachmittag ist dann auch ein Chinese und am Abend eine Israelin angekommen die Simon in Laos kennen gelernt hat. Bei einem Bier und einem Karten spiel auf dem Dach des Hostels verbringen wir den Abend und planen die nächsten Tage.

Mandaley wird wahrscheinlich aus gutem Grund von einigen Reisenden ausgelassen, dennoch gibt es vor allem vor der Stadt die ein oder andere Pagode zu besichtigen. Dies unternehmen wir dann auch direkt am folgenden Tag, buchen uns dafür ein Taxi für den Tag(40.000 Kyat = 24,15 €). Der erste und zweite Stopp ist nicht äußerst interessant, am dritten ändert sich dies dann aber. Zunächst geht es mit einem Boot über den Fluss, danach warten schon einige Pferdekutschen, für die derzeit ausbleibenden Touristenmassen.
Mit zwei Kutschen und einem weiteren Deutschen den wir aufgesammelt haben geht es dann zu drei Sehenswürdigkeiten. An der dritten komme ich dann zu der Ehre das auch Mönche mit mir ein Foto machen möchten.
Zurück am anderen Ufer geht es für den Sonnenuntergang zur U-Bein Brücke – dies scheint ein sehr beliebter Ort zu sein, betrachtet man die Menge der anwesenden Menschen.

Hpa-an und seine Umgebung

Der Morgen bricht an, nunja so früh ist es dann auch nicht mehr. Simon hat sich schon ein Roller besorgt während ich noch frühstücke. Danach fährt er mich zumindest rüber und kurz darauf sitze ich auf meinem eigenen Gefährt. Für diesen Tag haben wir uns die Höhlen/Tempel auf der westlichen Flußseite vorgenommen, erstes Ziel die am weitesten erntfernte.
Nach einer knappen halbe Stunde sind wir auch schon angekommen. Ein paar Treppen führen uns hinauf zum Eingang, auf dem Weg begegnen wir noch ein paar Affen. Ein paar Buddha Statuen am Eingang, ein wenig tiefer hinein Laufen und wieder herunter – durchaus interessant aber nichts außergewöhnliches – oder bin einfach schon zu lange in Südostasien unterwegs?

Auf dem Weg zur zweiten und dritten Höhle halten wir für einen kurzen Mittagssnack – Mangosalat, scharf und sehr lecker.
Die weiteren Stopps verlaufen dann ähnlich zu dem ersten – Treppen, Affen, Buddhas, Höhle und zurück. Für den Sonnenuntergang haben wir uns dann aber noch etwas besonderes ausgesucht: die Kyauk Ka Lat Pagoda – diese befindet sich auf einem Fels der sich auf einer Insel befindet. Als wir dort ankommen bleibt noch genug Zeit sich zunächst umzuschauen bevor wir einen guten Platz für den Sonnenuntergang suchen, die Pagode soll natürlich mit ins Bild.

Da wir schon darauf hingewiesen wurden dass der Weg den wir am nächsten Tag keine Tankstelle hat, gibt es noch ein Stopp an einer bevor es zum Essen und danach zur Unterkunft geht. Wärend das eine Mädchen Benzin nachfüllt, bietet mir ein weiteres Chips an – ich probiere, Sie sind lecker, weitere möchte ich aber nich – daraufhin verschwindet Sie und ich begleiche meine Rechnung. Kurz bevor ich wieder aufbrechen will kommt das zweite Mädchen wieder und reicht mir eine kleine Flasche Wasser, einfach so – überrascht bedanke ich mich, das erlebt man Daheim ehr nicht.

Am zweiten Morgen in Hpa-an geben wir uns deutlich mehr mühe früher auf zu stehen, es wird sportlich und die Sonne beginnt früh damit sehr warm zu werden. Wieder einmal circa 30 Minuten fahrt bringt uns zum Startpunkt unserer kleinen Wanderung hinauf zum Gipfel des Mt. Zwekabin – dies soll etwa anderhalb Stunden dauern, je nach dem wie fit man ist.
Nach dem ersten kurzen Anstieg beginnen auch schon meine, aus China so geliebten(nicht), Stufen – diese wechseln sich dann immer wieder mit etwas mehr natürlichen Passagen ab. Die erste knappe Stunde befinden wir uns größtenteils zwischen dicht stehenden Bäumen bevor diese dann weniger werden und die Sonne uns darauf hinweist das wir doch nicht so gut waren im früh Aufstehen. Die letzte halbe Stunde „erfreuen“ sich unsere Schweißdrüsen also über etwas mehr hitze.

Oben angekommen suche ich mir zunächst ein schattigen Platz zum trocknen, währenddessen beginnen auch schon die ersten wieder Fotos mit mir auf zu nehmen und Ihre Englischkenntnise zu verbessern – oder zumindest das was Sie an Satzbausteinen auf Ihrem Handy lesen können herunter zu predigen.
Nach einigen Fotos und kurzen Gesprächen möchte Simon noch ein letztes Foto machen, danach soll es bergab gehen. Es dauert weitere 45 Minuten bis wir mit einer weiteren Runde Fotographieren durch sind…

Hinab geht es deutlich einfacher und schneller, nichtsgestotrotz trocknen wir wieder bei Ankunft bevor es danach wieder einmal zu einer Höhle geht. Der Weg hier hin ist diesemal nicht asphaltiert, sondern besteht nur aus Steinen und der roten Erde – daher ziehen sich die wenigen Kilometer lange hin.
Die Sadan Höhle ist dann doch etwas besonderer und auch mein Favorit in Hpa-an. Hier zahlen wir unseren Eintritt und der Tiketverkäufer ist neugierig nachzufragen woher wir kommen – Nach dem er Germany hört, höre ich nur noch Hitler… komischer weiße scheinen einige Asiaten diesen Kerl ehr … sagen wir „interresant“ zu finden.
Wie dem auch sei … hinein in die Höhle und immer weiter hinein, genau genommen können wir sogar komplett hindurch. Am Ende steigen wir dann in ein kleines Boot welches uns dann wieder zum Eingang bringt.

Den Rückweg zur Unterkunft unterbrechen wir noch mit einem Sprung in ein „natürlichen“ Pool.
Für die letzte Nacht sind wir dann in eine andere Unterkunft gewechselt in der wir für den Abend noch auf ein paar weitere Reisende treffen um gemütlich beisammen zu sitzen.

Ein Zug nach Nirgendwo

Der heutige Tag steht ganz im Sinne einer Zugfahrt. Wo es hin geht? Genau gemnommen einmal im Kreis. In Yangon gibt es eine „bekannte“ Zugstrecke die sich einmal aus dem Zentrum hinaus in den Norden der Stadt bewegt und dann mit einem großen ovalen Rundkurs wieder im Zentrum ankommt um erneut durch zu starten. Circa zweieinhalb bis drei Stunden dauert eine Runde – hängt ein wenig von der Geschwindigkeit des jeweiligen Zug ab.
Ein Spaziergang führt uns gegen Mittag zum Zentralbahnhof, wir nur keine Ahnung wo wir unser Ticket bekommen, nur wenig ist in Englisch beschrieben. Allen Leuten um uns herum ist aber schon bewusst wo wir hin wollen und helfen uns gern dorthin zu gelangen.
Direkt am Gleis erhalten wir dann für 200 Kyat(12 Cent) den Fahrschein. „That Train – quick“ entgegend der Mitarbeiter zum Ende und deutet auf einen alten Zug der kurz davor ist den Bahnhof zu verlassen.

Im Moment als sich der Stahl langsam in Bewegung setzt ziehen wir uns die Treppen hinauf und stehen kurz darauf im Großraumabteil, alle Augen sind auf uns gerichtet – man fühlt sich wie in einem Zoo, nur ist man selbst das Tier welches es zu bestaunen gilt. Es scheint relativ voll zu sein, daher begeben wir uns ein wenig weiter nach vorne, durchschreiten dabei einen weiteren Wagon in dem uns die Augen auf die gleiche weise anschauen – kurz darauf haben wir unseren Sitzplatz gefunden. Direkt beginnen auch schon die ersten Händler ihre Waren an die Kundschaft zu vertreiben – Avocado, Mango, Limetten, Mais, Klementinen, das Zeug zum Kauen und vieles mehr. Mit jeder Station steigen einige von Ihnen aus und werden durch neue Händler und Waren ersetzt.

Die ersten Stationen haben wir schnell hinter uns gelassen, eigentlich wundern wir uns sogar wie schnell diese Fahrt vergeht – es ist aber immer etwas los, immer gibt es etwas zu beobachten. Mit der Zeit entscheiden wir uns für eine Station an der wir aussteigen und ein wenig die Umgebung erkunden werden. Unsere Sation: Insein – ließt sich englisch wie Insane(Wahnsinnig) mal sehen wie gut die Wahl war.
Zunächst führt uns eine Hoilzbrücke über die Gleise in eine kleine Wohngegen – insgesamt gibt es nicht viel besonderes zu sehen: Lächelnde Menschen, interessante Einblicke in lokales Leben und frittierte Bannane von einer umherlaufenden Händlerin – lecker.

Zurück im Zug haben wir nur noch ein Paar Stationen vor uns, bevor wir nahe der Shwedagon Pagode aussteigen. Dies ist eine riesige goldene Pagode die schon von weitem den Weg weist. Wie gewohnt ziehen wir unsere Schuhe aus bevor unsere Füße die Fliesen betreten, darauf folgen ein paar Stufen und wohl die ersten Rolltreppen die ich Barfuß betrete.
Oben angekommen setzt gerade der Sonnenuntergang ein, das Geld und Orange der Sonne reflektiert sich im Gold der Pagode – das erste Mal dass wir wirklich einige Touristen antreffen.Nachdem die Dunkelheit eingesetzt hat und die künstliche Beleuchtung die reflektionen auf dergoldenen Oberfläche übernommen hat, machen wir uns auf den Weg zurück zu unserer Unterkunft.
Der Abend bringt uns dann noch ein gutes indisches Essen, welches in Myanmar scheinbar häufig zu finden ist.

Der folgende Tag führt uns dann weiter oder für mich ehr ein Stück zurück – es geht nach Hpa-an, durch welches ich schon auf meinem Weg von der Grenze nach Yangon durchgefahren bin. Der Bus bringt uns bequem und sicher an, die Unterkunft ist schnell gefunden und Abends gibt es dann nicht mehr viel als eine Mahlzeit.

Ach wie schön ist Myanmar

Auf der Seite von Myanmar bin ich zunächst in der Stadt Myawaddy, von der ich aber nicht viel erblicken werde. Hauptsächlich bleibe ich auf der gerade verlaufenden Hauptstraße die mich weiter von der Grenze entfernt. Die Minivan Anbieter fragen zögerlich ob ich eine Fahrt brauche – ich verneine, die Fahrt soll zwar schneller gehen, aber deutlich unbequemer. Ein paar Meter später wartet ein Bankautomat auf mich, ich hebe 150.000 Kyat ab – etwas mehr als 90€. Danach folge ich weiterhin der Straße bis ich am ersten Busanbieter ankomme. Der nächste Bus zu meinem Ziel ist ein Nachtbus und geht am Abend – nicht das wonach ich Suche, ich habe bereits eine Unterkunft für die Nacht. Also geht es noch ein wenig weiter bis ich nach einem Kilometer bei einem anderen Anbieter ankomme – der Bus hier geht gegen 10 Uhr – Da ich früh an diesem Tag gestartet bin und ich eine halbe Stunde(Zeitunterschied) beim Grenzwechsel „gewonnen“ habe, ist es noch ein wenig hin, somit suche ich nach einem kleinen Frühstücks-Snack und einer SIM Karte. Beides ist schnell gefunden und erledigt, somit heißt es warten.

Wie bei jeder Busfahrt nehme ich meinen Laptop aus dem Rucksack bevor er verstaut wird. Danach mache ich es mir auf meinem Sitz gemütlich – tatsächlich ist der Bus sehr in Ordnung. Die circa 12 Stunden Fahrt kann also los gehen, Ziel Yangon.
Erwartungsemäß gewöhnlich verläuft die Zeit bevor ich mich im Dunkeln, einige Kilometer Außerhalb an dem Bus Terminal wieder finde. Die Taxifahrer warten und schnell ist ein Preis ausgehandelt – aber was ist hier falsch? Das Lenkrad ist auf der rechten Seite, nun Myanmar war ja auch mal britisch, das Merkwürdige ist aber das man hier auch auf der rechten Straßenseite fährt. Einige Tage später werde ich erfahren dass, aufgrund der steigenden Unfallzahlen, eigetlich alle auf ein Auto mit dem Steuer Links wechseln soll, es aber fast einer tut(Geld, günstiger Import aus Thailand und Japan, Gewohnheit). Auf der rechten Seite fahren ist zurück zu führen das ein Berater in der Vorherigen Herrschaft meinte dies sei spirituel besser.

Aber auch mit dem Lenker auf der „falschen“ Seite komme ich mit diesem Taxi nach einer knappen halben Stunde an meinem Hostel an.
Nachdem ich mich etwas eingerichtet habe, gehe ich etwas essen – als ich zurück kehre ist auch Simon eingetroffen. Simon habe ich in Laos kennen gelernt, das erste Mal sahen wir uns in Tad Lo(Pakse Loop), dann traffen wir erneut aufeinander in Luang Prabang. Eigentlich wäre er schon wieder auf dem Weg zurück nach Paris, hat sich aber spontan entschieden noch Myanmar zu machen.
Gemeinsam geht es noch auf ein Bier, bei dem wir die nächsten Tage ein wenig planen.

Nach einem kleinen Frühstück machen wir uns auf die Gegend um unsere Unterkunft zu erkunden. Eine Seitenstraße zieht ihre Aufmerksamkeit auf uns. Viele Marktstände und noch mehr Leute tummeln sich in Dieser und wir mittendrin. Hier startet es dann auch was sich die nächsten Tage durchzieht: Wir und vor allem ich sorge dafür das die Leute uns wahrnehmen, anschauen und an dieser Stelle ist Myanmar schon wunderbar, fast alle beginnen zu Lächeln – so ist man auch selber andauernd glücklicher.
Am Ende der Straße angekommen sehen wir noch einen kleinen Verkaufspunkt für etwas das mich sehr an die Früchte in den Philippinen erinnert, welche dort von einigen gekaut wurde und für rote Lippen und Zähne sorgt und hier ist es auch same same. Ein kleines Stück der Frucht wird in ein Blatt eingewickelt, mehrere davon werden dann an die vorbeilaufende Kundschaft verkauft.

Ein kleiner Markt in dem vor allem Edelsteine und Schmuckstücke verkauft werden, hält uns nur kurz auf bevor wir an einem verlassenen Vergnügungspark ankommen. Hier hat die Natur wieder übernommen und überwuchert alle Fahrgeschäfte.
Genug vom herumlaufen suchen wir uns daraufhin einen Park und entspannen. Bis auf das nun auch hier, nach dem Norden von Vietnam und China, die Leute beginnen mit mir Fotos zu machen, passiert nicht mehr besonders viel und wir verbringen den Abend mit einer Thailänderin die wir am Tag zuvor noch kennen gelernt haben. Sie lebt und Arbeitet in Yangon.

Erste Zusammenfassung für Thailand

Hier sei nur kurz etwas meine knapp zwei Wochen in Thailand zusammengefasst.
Es war in den letzten Monaten nie besonders schwer von A nach B zu kommen aber Thailand ist hier nocheinmal deutlich einfacher. Generell ist ein einfach Land für Reisende. Die Leute sind auf Massen von Touristen vorbereitet und wissen genau was diese wollen, haben oft mehr als ausreichende Englishkentnisse sind dabei(zumindest im Norden) nicht unfreundlicher als ich es zuvor erlebt habe.

Ich kann gut verstehen das viele Ihre Weltreise hier beginnen – abgesehen davon das One-Way Tickets nach Bangkok auch oft die günstigsten sind – es ist kein wirklicher Kulturshock, dafür ist es schon zu westlich, die Straßen sind gut und es ist sehr sauber.
Für mich war es nach dem was ich den Monaten zuvor erlebt habe eine Light Version von Südostasien – nichtsdestotrotz sehr schön.

In 12 Tagen habe ich 313€ ausgegeben, die wie folgt aufgeteilt waren:

Essen und Trinken: 104€ (33%)
Unterkünfte: 77€ (25%)
Transport: 69€ (22%)
Unterhaltung: (43€)
Sonstiges: 20€ (6%)

Bei 30 Tagen wäre ich auf etwas 722€ gekommen – wobei ich in Thailand nur an 2 Tagen Alkohol getrunken habe, was sicherlich teil des geringeren Betrags ist.

Wundervolles Pai

Nach einem guten selbst gemachten Ginger Ale und einem Sandwich mit Avocado und rote Beete springen wir dann zu dritt auf unsere zwei Roller. Erstes Ziel für den Nachmittag ist der Land Split of Pai, ein durch eine Erruption entstandener Riss in der Landschaft. Eigentlich gar nicht so besonders, aber es liegt auch auf dem Weg zum Canyon. Besonders macht den Land Split ehr die Besitzer des Grundstücks – diese haben dort eine kleine Farm, bieten einem Saft und ein paar Snacks an, welche man dann nach eigenem ermessen bezahlt. Wer mag kann dann noch Tee, Snacks oder Wein kaufen und mitnehmen.
Der schon angesprochene Canyon liegt ein paar Minuten südlich von Pai, wir gelangen dort passend zum Sonnenuntergang. Neben uns sind auch noch dutzender andere Leute auf diese Idee gekommen – es wird sich zeigen das sich jeden Abend hier viele Leute zusammen finden.
Nachdem die Sonne verschwunden ist geht es zurück Richtung Pai, direkt auf den Nachtmarkt. Welcher zwar auch ein paar typische touristische Produkte anbietet aber auch eine Menge an verschiedenen Genüßen bereit hält.
Gesättigt geht es zusammen mit der Israeli noch in eine Jazz Bar in der allabendlich eine Band auftrit – bevor es für mich ins Bett geht.

Denn der neue Morgen bricht früh an. Zusammen mit meiner Begleiterin vom Vortag machen wir uns auf um den Sonnenaufgang zu betrachten, ein entsprechender Aussichtspunkt war schon vor ein paar Tagen in meiner Karte markiert. Rechtzeitig angekommen genießen wir Sonnenaufgang und eine Kanne Tee.
Eine gute Stunde verweilen wir bevor es auf zu heißen Quellen geht – einige Kilometer machen wir uns dafür auf in den Norden, auf den letzten Metern zweifel ich kurz ob der Roller stark genug für zwei ist, geht es doch beträchtlich bergauf. Erfolgreich erblicken wir dann aber die fast Menschenleeren Becken. Das Wasser selbst ist angenehm warm und läd zum entspannen ein – nur ab und zu tauchen weitere Personen auf, als es dann die große Thai Gruppe ist die ankommt entscheiden wir uns dafür den Rückweg anzutreten.
Der Nachmittag verläuft dann ehr entspannd im Hostel, gefolgt von einem weiteren Sonnenuntergang am Canyon und einem erneuten Besuch des Nachtmarkts.

Mit deutlich mehr schlaf wache ich dann am nächsten Tag auf. Rucksack packen und ein Frühstück im Dorf bereiten mich dann auf die Rückfahrt vor. Etwas sicherer auf dem Scooter genieße ich die Kurven noch einmal mehr.
Nach knapp drei Stunden finde ich mich dann wieder in Chiang Mai wieder – kurzer Zwischenstopp an einem Kloster wird gefolgt mit der Ankunft an meinem bekannten Hostel(Empfehlung: Monkeytoe).
Diese Tage sind dann von eine bisschen mehr Chiang Mai erforschen, ein wenig Party, Essen und einer weiteren Massage erfüllt. Zu dem nutze ich die Zeit meine nächsten Schritte zu planen. Schnell ist dafür der Bus nach Mae Sot gebucht, die Unterkunft dort ebenfalls und damit meine vorerst letzten Tage in Thailand gezählt.

Da ich den 12:30 Uhr Bus gewählt habe, bleibt mir ein gemütlicher Morgen im Hostel bevor ich mich zum Bus Terminal 3 begeben muss. Die Fahrt in dem einigermaßen vernünftigen Buss dauert knapp 6 Stunden und wird vor allem gegen Ende durch eine Menge Serpentinen nicht gerade angenehmer.
In Mae Sot angekommen mache ich mich wieder einmal zu Fuß auf meine Hostel zu erreichen – gerade nach dieser Busfahrt freue ich mich über ein wenig Bewegung. Ein schnelles Abendessen wird mit ein paar Franzosen aus dem Buss eingenommen bevor es ins Bett geht.

Ich wache scheinbar als Erster auf, habe an diesem Tag aber auch noch einiges vor – zunächst geht es mit einem Tuk Tuk zur Grenze von Myanmar. Aus Thailand bin ich dann genau so schnell ausgestempelt wie ich in Myanmar mit meinem eVisa eingestempelt bin. Und damit befinde ich mich in meinem nächsten Land, auf das ich mich sehr freu: Myanmar.

Chiang Mai – eine Touristenhochburg

Schnell wird in Chiang Mai klar das ich mich nun auf sehr touristischen Wegen befinde. Hostels und andere Unterkünfte ohne Ende, meist mehr Urlauber als Einwohner um mich herum. Nicht abzustreiten ist aber auch das Chianf Mai durchaus seinen Charme hat und es genug Gründe gibt neben den Inseln im Süden auch dieser Stadt einen Besuch ab zu statten.
Ich wiederum mache mich erst einmal auf die Suche nach einer Unterkunft, was schnell erledigt ist – wenn gleich ich in diesem Hostel nur eine Nacht bleiben werden, die Wahl war nicht die Beste. Der Rest des Tages wird wieder einmal für ein wenig Planung verwendet.

Früh am nächsten Morgen packe ich meine Sachen und wandere einmal durch die Altstadt, welche durch einen grpßen Wassergraben umgeben ist, teilweise sind auch noch alte Stadtmauern zu erkennen. Auf meinem Weg zur andere Seite eben dieser Altstadt, laufe ich an einigen Tempeln vorbei und entdecke ein paar alte Gebäude.
Es dauert eine gute halbe Stunde bevor ich es mir in meinem neuen und deutlich besseren Hostel(Monkey Toe) gemütlich mache. Bis auf Fotos bearbeiten und ein wenig auf Essensuche begeben erlebe ich an diesem Tag dann auch nicht mehr – ach nein, eine Massage gibt es dann noch, von ehemaligen Gefängnisinsassinen. Abends begegne ich erneut jemanden der ich bereits zuvor begegnet bin.

Zusammen machen wir uns dann auch am nächsten Tag, wieder einmal mit einem Roller, auf dem Weg zu einem Wasserfall im Norden. Eine knappe Stunde dauert es bis wir ankommen. Optisch ist an diesem Wasserfall gar nicht so viel dran, das Besondere ist jedoch das man Diesen aber problemlos besteigen kann. Das Wasser hat Sediment hinterlassen so das man an den Steinen beinahe kleppt(daher der Beiname Sticky Waterfall) – es errinert mich sehr an die Cave Connection Tour in den Philippinen(die werde bald nochmal interessant), in denne es auch einen Teil gab bei dem man Barfuß an den Steinen „klebt“.
Das Wetter ist leider etwas bewölkt und es ist kühl, glücklicherweise ist aber der Wasserfall warm.

Auf dem Rückweg nach Chiang Mai wird einmal mehr kurz vorher abgebogen um noch hoch zum westlich liegenden goldenen Tempel ab zu biegen Wie der Name schon verrät, ist dieser sehr goldig und die Stufen hinauf helfen dabei etwas aufzuwärmen. Mit der untergehenden Sonne geht es auch für uns wieder hinunter in die Stadt. Ich habe den Roller noch für ein paar Tage länger gebucht, der nächste Tag wird mich in ein kleines Dorf im Norden führen, dessen Name ist Pai.

Es wäre wohl einfach gewesen einfach in den Van zu steigen, aber die dutzenden Kurven von den ich gehört habe, wollte ich mir nicht entgehen lassen. Das meiste an Gepäck konnte ich im Hostel zurück lassen, so werfe ich einfach die drei, vier Teile die ich brauche in den Stauraum des Sitzes und mache mich mit noch leichterem Gebäck auf.
Die erste Stunde verläuft unspektakulär auf der Hauptstrasse bevor ich dann abbiege und es langsam bergauf geht und die Straße beginnt sich hinauf zu schlängeln. Insgesamt brauche ich circa drei Stunden, es ist teilweise sehr kalt, aber ich bin einfach glücklich – wünsche mir nur wieder einmal mein eigenes Motorrad her.

Meine Unterkunft für zwei Nächste liegt etwas ausserhalb, was ja mit dem Roller kein Problem ist, hat dafür aber einen wunderschönen Blick über Reisfelder, das Dorf und die dahinter liegenden Berge.
Eine Sache ist dann noch etwas besonders an diesem Hostel – eine der Mitarbeiterinnen kommt mir sehr bekannt vor. Sie kann sich nicht wirklich erinnern, meint aber auch das Sie schlecht mit Gesichertn ist. Ein paar Minuten brauchen wir bis wir auf die Cave Connection Tour in den Philippinen kommen – Sie ist eine der Israelis die dabei waren. Die Welt ist so klein. Eigentlich wird das dann nur noch ein paar Minuten später getoppt. Wir machen uns gemeinsam auf zu einem Café, ein Freund würde dazu kommen, danach soll es weiter gehen. Als der Freund auftaucht ist es jemand den ich in Pakse(Laos) getroffen hatte, er war der jenige der im Nachtbus neben mir geschlafen hat. Das soll einem noch einer glauben.

Thailand und nun?

Dies ist wohl einer der einfachsten Grenzwechsel, dementsprechend bin ich mit der Singapurerin schnell in Thailand eingereist, wechseln die letzten Kip an der Grenze noch in Baht und schon geht es in den Bus der uns zu einem anderen Bus bringt der nach Chiang Rai fährt. Mit uns sitzt dort noch ein Pärchen aus Italien die hier her mit dem Motorrad sind. Nun nicht immer ganz selber gefahren aber größtenteils. Griechenland, Türkei, Iran, Pakistan, Indien… Nur Thailand war keine wirkliche Möglichkeit, da es einfach zu teuer ist sein eigenes Motorrad ins Land zu bringen, daher verbringen Sie nun ein paar Wochen im Norden Thailands bevor sie wieder zu Ihren Maschinen zurück kehren und die Reise fort setzen. Ein sehr interessantes Gespräch und für die Interessierten, Sie fahren BMW Motorräder.

Nach vielleicht zehn Minuten setzt uns der kleine Bus an einer Haltestelle ab, an der gerade ein Großer abgefahren ist, aber dann noch einmal für uns anhält. Dieser geht nach Chiang Rai und schnell wird klar das die Straßen deutlich besser ausgebaut sind in Thailand. Generell ist hier die Infrastruktur um einiges größer, schneller, moderner. Auch freue ich mich direkt darüber das weit weniger Müll in der Natur rum liegt, eigentlich sogar vergleichbar mit Deutschland. Daneben kann man dann noch Tesco und ohne Ende 7-Eleven Supermärkte finden. Zum Schluss wird dies dann noch von einer deutlich höheren Anzahl von Urlaubern gekrönt – was weniger schön ist.

Chiang Rai ist auf diesen Straßen schnell erreicht und das Hostel ist nicht weit entfernt von der Busstation. Nachdem eingecheckt ist machen wir uns auf zu einer kleinen Markthalle in der wir uns Mittagessen beorgen. Der Rest des Tages verläuft mit dem üblichen Erkunden der Umgebung, gekrönt mit einem Besuch des Nachtmarktes. Für den nächsten Tag haben wir uns dann schon gleich Roller besorgt, eine Engländerin hat sich dafür auch noch angeschlossen.

Voll gepackt mit plänen geht es gegen 9:00 Uhr zur Rollervermietung. Erster Stopp ist der nur etwas südlich von Chiang Rai gelegene Weiße Tempel. Dieser ist aber auch schon besonders genug, gebaut bzw. gestaltet von einem Künstler erwarten hier vielerlei Dinge die ehr unüblich für einen Tempel sind. Dem namen entsprechend Weiß begrüßt einen dieser Tempel im strahlenden Sonnenschein, die verbauten kleinen Spiegel helfen nicht dabei das Gebäude ohne Sonnenbrille zu betrachten.
Nachdem ich das schon besondere Äußere hiner mir gelassen habe, betrete ich die Halle. Diese ist aufwendig bemalt, an Ende des EIngangs erwarten dann einen aber Spiderman, Angry Birds und viele andere Popkulturelle Anspielungen – leider ist aber das fotografieren hier nicht erlaubt.

Nach weißem Tempel geht es weiter zum blauen. Dieser ist überraschenderweise blau. Einen kurzen Aufenthalt später geht es zu dem entferntesten Ziel für den Tag – eine Teeplantage unweit der Grenze zu Myanmar.
Die Straßen dort hin bleiben gut und endlich erreichen wir die grünen Felder die sich über die umleigenden Hügel erstrecken. Kurz vorher lagen auch noch ein paar Ananas Felder auf dem Weg, der Duft in der Luft lag. Im Cafè angekommen gibt es einen grünen Tee bevor es auf den Rückweg geht. Bzw. kurz vor Chiang Rai biegen wir noch einmal ab um am 9-Tier Tempel anzuhalten, die gigantische Statue nebenan weißt frühzeitig den Weg.

Die soll dann aber auch der letzte Punkt für den Tag gewesen sein, die Sonne beginnt auch schon unter zu gehen. Somit geht es erschöpft nach einem Essen bald ins Bett und am nächsten Morgen wartet der lokale Bus Richtung Chiang Mai.

Bis zum nächsten Mal Laos

Scheinbar jedes Land landet wieder auf meine Reiseliste nach dem ich es besucht habe – immer hat man etwas ausgelassen, immer war etwas so toll das man es wieder sehen möchte. Auch Laos ist da keine Außnahme – nun aber erst Mal was die letzten Tage in Laos noch passiert ist.

Am letzten Abend gab es dann noch ein gemeinsames Bier in der Utopia Bar bevor es ins Bett ging.
Der nächste Morgen bricht früh an – 7:30 Uhr ist Abholzeit für das Slow Boat welches ich ein Tag vorher gebucht habe. Neben dem Slow Boat gibt es auch noch Speed Boats, welche die Stecke an einem Tag anstelle von zwei hinter sich bringen. Diese sind dann aber, teurer, unbequemer und man kann nicht viel tun bis auf, auf die Ankunft warten. Das Slow Boat ist ein langes, langsames und einigermaßen bequemes Fortbewegungsmittel.
Die Tuk-Tuk Fahrt zum Anleger dauert eine ganze Weile und die frische Morgenluft macht Diese nicht schöner. Am Ziel anekommen besorgt mir der Fahrer mein Ticket und schickt mich Richtung Boot. Schnell packe ich mir noch eine Falsche Wasser und ein paar Kekse ein – auf dem Boot wird es teurer.
Im Bereich der vorderen Sitze mache ich es mir gemütlich – weiter hinten soll es aufgrund des Motors deutlich lauter werden können – insgesamt hatten wir an beiden Tagen einen vergleichsweise stillen Motor. Nach einer guten halben Stunde setzen wir uns dann endlich in Bewegung. Die ersten Sonnenstrahlen sorgen für gute Stimmung, auch wenn diese mit laufe der Zeit durch Wolken und kalte Luft wieder getrübt wird. Das ein oder andere Kleidungsstück wird aus dem Rucksack gefischt um etwas wärmer zu werden.
Der erste Tag besteht aus circa neun Stunden Bootsfahrt, welche ich mir mit meinem Buch, Musik, einem Hörbuch, ein paar Gesprächen und beobachten der Umgebung vertreibe.

Etwas weniger als eine Stunde bevor es Dunkel ist legen wir in Pak Beng an. Sponant teile ich mir ein Gästehauszimmer mit einer anderen Deutschen. Gemeinsam suchen wir uns n0ch Abendessen, das ein oder andere Bier und dann geht es auch schon ins Bett(getrennt, bevor wieder jemand fragt). Der nächste Morgen beginnt wie der zuvor, nur ohne Tuk-Tuk Fahrt.

 

Weitere sechs bis sieben Stunden später erreichen wir Ban Houayxay, welches sich direkt an der thailändischen Grenze befindet. Vom Fluss aus hatten wir schon die letzten anderthalb Stunden Thailand links und Laos rechts von uns.
Auch in diesem Ort wiederholt sich das Zimmer teilen, Abendessen nur heute kein Bier. Die Deutsche macht sich am nächsten Morgen auf zur Gibbon Experience, während ich zufällig wieder auf eine Frau aus Singapur treffe die ebenfalls auf dem Boot war. Auch Ihr Ziel ist für heute Chiang Rai in Thailand. Also machen wir uns gemeinsam auf den Weg zur Grenze.

 

Laos:

Nahrung: 284€(49%)
Unterkunft: 125€(22%)
Transport: 108€(18%)
Anderes: 37€(6%)
Unterhaltung: 28€(5%)

Insgesamt: ~581€

Womit ich auf ein Durchschnitt von ~23€ und ein Monatstotal auf unter 700€ komme. Ich hatte sogar gehofft das Laos noch ein wenig günstiger hätte sein können – dafür hätte ich aber wohl günstigere Unterkünfte wählen müssen – beim Essen musste ich auch festellen das vor allem in Luang Prabang(wo ich die meiste Zeit verbracht habe) viele Restaurants auf die Touristen vorbereitet waren.

Laos war für mich aber so weit eines der tollsten Länder, dabei kann ich noch nicht einmal genau sagen was es aus gemacht hat. Die Leute waren freundich und glaubwürdig in Ihrer Art, alles was ich gegessen habe hat mir sehr gut geschmeckt und wer Wasserfälle mag ist hier auch richtg aufgehoben.

Noch ein bisschen Laos

Immer mehr Leute finden sich für Silvester zusammen, zunächst im Hostel und dann erweitern wir noch einmal um ein paar Personen als wir im Restaurant angekommen sind. Nach einem gemütlichen Start bei einer Pizza begeben wir uns langsam zur Utopia Bar, in der die Party bereits begonnen hat. So weit nichts besonderes, aber es ist schön in einer Gruppe unterwegs zu sein. Ein paar Stunden später ist es dann auch schon Mitternacht. Eine große Leinwand hilft beim Countdown und dann … dann vermisst man ein wenig etwas. Ich zumindest sehe kein Feuerwerk am Himmel, selber habe ich zwar schon lange keine Raketen mehr in den Himmel geschickt, gar keines zu haben ist dann aber doch ein wenig merkwürdig. Dies hindert uns aber nicht daran noch ein paar Stunden weiter zu feiern bevor jeder in sein Bett fällt.

Der erste Tag von 2018 verläuft erwartungsgemäß ruhig. Frühstück, entspannen, Nickerchen, entspannen, Abendessen, gute Nacht.
Am zweiten sollte es dann eigentlich schon weiter gehen, kurzfristig ändere ich aber meine Pläne und verbringe doch noch einen Tag in Luang Prabang bevor es dann am 3. Januar morgens nach Nong Khiaw geht. Eine gut drei Stunden dauernde Fahrt bringt mich in ein kleines Dorf im Nordosten von Laos. Das Dorf ist auch gar nicht so spannend, es geht hier viel mehr um die Natur. Zunächst aber treffe ich mich wieder mit zwei aus meinem Hostel, Sie sind schon ein Tag früher gefahren.

Gemeinsam mit Ihnen geht es dann am nächsten Tag schon wieder weiter, diesmal ist es ein Boot – anders ist Muong Ngoy nicht wirklich zu erreichen. Jedoch musste zunächst noch etwas in Nong Khiaw geregelt werden – einem von uns wurden einige Dollar aus seinem Bungalow geklaut, einen Tag zuvor ist es noch da gewesen. Es gibt also gute Gründe sein eigenes Schloss zu benutzen um Zimmer oder Schließfächer zu sichern. In diesem Fall gehen wir davon aus das es die Besitzerin der Unterkunft gewesen ist. Ziemlich schnell sagt Sie uns das es drei Schlüssel für das Schloss gibt, sie wäre aber nicht im Zimmer gewesen. Eine weile später bietet sie zunächt ein Teil der Summe in Kip an, noch eine Weile später verschwindet Sie kurz und kommt mit den US-Dollar Noten um die Ecke – daraufhin schnappen wir unsere Sachen und machen uns auf zum Boot. Noch einmal gut gegangen.

In Muong Ngoy angekommen, gibt es noch weniger Dorf, aber allein die Fahrt ist schon beeindruckend, leider bleibt es dieser Tage recht bewölkt. Luang Prabang ist schon sehr entspannt, Nong Khiaw ist jedoch deutlich entspannter und Muong Ngoy ist super entspannt. Eine „Straße“ führt durch ein paar dutzend Häuser, all dies umringt von Fluss, Bergen und Wald.

Die Entscheidung ob ich hier eine weitere Nacht verbringe verschiebe ich auf den nächsten Morgen und die dann vorhandene Wetterlage – welche sich nicht viel verändert hat. Also geht nun zurück nach dem kurzen Ausflug aufs Land. Einer meiner Begleiter fährt mit mir. Zunächst wieder Boot und direkt weiter mit dem Bus nach Luang Prabang.

Nicht der längste Reisetag, dennoch relativ anstrenged geht es in Luang Prabang wieder in das bekannte Hostel.
Morgen geht es dann aber schon wieder weiter – für zwei Tage auf dem Slowboat Richtung thailändische Grenze – Thailand wird dann mein nächstes Land, wenngleich ich auch mehr hindurchreise und gar nicht so viele Ziele auf dem Weg habe.